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Tigermücke in Deutschland erkennen: Immer kleiner als diese Münze

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Von: Kristina Wagenlehner

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Ist das eine Tigermücke? Seit Jahren verbreitet sich die asiatische Tigermücke immer weiter in Deutschland. Sie zu erkennen, ist eigentlich gar nicht so schwer.

Dessau-Roßlau – Die asiatische Tigermücke stammt, wie der Name schon sagt, ursprünglich aus Südostasien. Der Klimawandel treibt sie aber mittlerweile bis nach Europa. Seit Jahren verbreitet sich die asiatische Tigermücke auch immer weiter in Deutschland.

Tigermücke in Deutschland erkennen: So sieht sie aus

Die asiatische Tigermücke ist eigentlich ganz einfach zu erkennen. Sie ist auffällig schwarz-silberweiß-gestreift und klein. Immer kleiner als eine 1-Cent-Münze und maximal 0,9 Zentimeter groß, wie das Umweltbundesamt informiert. Daran lässt sie sich auch von der heimischen Ringelschnake unterscheiden. Diese hat zwar auch gestreifte Beine, ist aber deutlich größer und häufiger anzutreffen als die asiatische Tigermücke.

Eine Meldepflicht besteht für Tigermücken zwar nicht, allerdings sind Behörden auf die Mithilfe von Bürgerinnen und Bürger angewiesen, um die Verbreitung der asiatischen Tigermücke möglichst gut nachvollziehen zu können. Wer also eine Tigermücke entdeckt, kann sie beispielsweise auf der Seite von TIGER (Tri-national Initiative Group of Entomology in Upper Rhine valley) melden.

Tigermücke in Deutschland erkennen: Diese Krankheiten kann sie übertragen

Die Stechmücke gilt als das gefährlichste Tier der Welt.* Wie andere Mückenarten kann auch die asiatische Tigermücke Tropenkrankheiten, die mitunter gefährlich werden können, übertragen. Die Symptome ähneln oft einer Grippe. Wer eine Allergie gegen Mückenstiche hat, sollte besonders achtgeben. Diese Tropenkrankheiten kann asiatische Tigermücke übertragen:

Tigermücke in Deutschland erkennen: Bisher wenig Fälle im Land

Es gibt erste Fälle von Zika in Europa und von West-Nil-Fieber in Deutschland. Eine Ansteckung mit dem Zika-Virus in Deutschland ist dem RKI bisher aber nicht bekannt. Vergangenes Jahr wurden jedoch zwanzig Fälle von West-Nil-Fieber in Deutschland nachgewiesen. Drei davon verliefen schwer und eine Person starb sogar an der Infektion. Die meisten Infektionen mit dem West-Nil-Virus verlaufen aber ohne Symptome, weshalb hinter den zwanzig Fällen eine viel größere Dunkelziffer stehen könnte. Etwa zwanzig Prozent aller Infizierten bekommen Fieber und Hautausschlag. Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen haben ein höheres Risiko, schwer zu erkranken.

Als Hotspot für mögliche Ausbrüche von Zika, Dengue und Chikungunya gilt Deutschland aber nicht. Das sind eher Länder wie Italien, der Süden Frankreichs und Griechenland. Fälle von Dengue-Fieber traten bereits in Südfrankreich und Griechenland auf, Chikungunya-Ausbrüche in Italien. So gefährlich und nervig Steckmücken auch sein können, ihre Funktion als Artenretter* dürfen wir dennoch nicht vergessen und sollte uns daher vor allem schützen.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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