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Untergewicht: Wie Sie auf gesunde Weise zunehmen können

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Von: Jasmina Deshmeh

Untergewicht kann, muss aber nicht zum Problem werden. Wer sich schlapp und antriebslos fühlt oder anfälliger für Krankheiten ist, sollte aber versuchen, sein Gewicht zu normalisieren.

Bonn – Nicht nur Übergewicht, auch Untergewicht kann zum Problem für die Gesundheit werden. Was für Menschen mit zu vielen Kilos auf den Rippen möglicherweise erstrebenswert und nach Schlemmen ohne schlechtes Gewissen klingt, kann ernsthafte Hintergründe haben und Betroffene stark belasten. Sind vor allem Alltagsstress und Appetitlosigkeit die Ursache, können einfache Ernährungstipps helfen, auf gesunde Weise wieder an Gewicht zuzulegen.

Untergewicht: Verschiedene Ursachen möglich

Untergewicht ist kein Freifahrtschein für hemmungsloses Schlemmen. Vielmehr können ernstzunehmende Erkrankungen hinter dem Gewichtsverlust stecken, die zunächst abgeklärt werden sollten. Grund zur Sorge besteht vor allem, wenn das Untergewicht mit Mangelerscheinungen einhergeht, denn dann sind Immunsystem und Organismus geschwächt und der Körper anfälliger für Infektionen, etwa mit dem Coronavirus.*

Von Untergewicht spricht man nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei Erwachsenen ab einem Body-Mass-Index (BMI) von unter 18,5. Es gibt allerdings Menschen, die von Natur aus sehr schlank sind, einen regen Stoffwechsel haben und nicht oder nur sehr schwer zunehmen. Wer sich abwechslungsreich ernährt und sich fit und vital fühlt, muss sich also nicht gleich Sorgen machen. Anders ist es, wenn die Kilos sehr schnell purzeln und sich Betroffene müde, schlapp und antriebslos fühlen oder unter Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen leiden. Auch Blässe, trockene Haut, rissige Mundwinkel, brüchige Nägel, entzündete Schleimhäute und Zyklusstörungen bei Frauen können ein Warnsignal sein. Dann können zum Beispiel entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, eine Schilddrüsenüberfunktion, Essstörungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie eine Laktoseintoleranz oder Zöliakie dahinterstecken. Auch alte Menschen leiden häufiger an Untergewicht, da sie die Essenszubereitung möglicherweise als anstrengend empfinden, Zahnprobleme haben oder Medikamente einnehmen, die den Appetit drosseln.

Untergewicht: Immer vollwertige Lebensmittel dabei haben

Oft hat Untergewicht aber auch ganz andere Gründe: So können Stress, ein ungesunder Lebensstil und Alltagsbelastungen zu Appetitlosigkeit führen. Während sich viele Menschen „Kummerspeck“ anfuttern, vergeht anderen bei seelischer Belastung die Lust aufs Essen oder sie vergessen die Nahrungsaufnahme sogar ganz. Auch ein fordernder Beruf mit wenig Pausen kann dazu führen, dass zu wenig Kalorien aufgenommen werden.

Wer zu den sogenannten „Stresshungerern“ zählt, sollte deshalb auf Folgendes achten:

Untergewicht: Auf gesunde Fette und Kohlenhydrate achten

Wer zunehmen möchte, braucht Essen mit einer hohen Energiedichte, also viele Kalorien bei wenig Volumen. Kuchen, Chips und Schokolade sind da nicht die richtige Wahl und sollten nur ab und zu verzehrt werden. Neben gesunden und vitaminreichen Snacks wie Nüssen, Avocado und Vollkornprodukten lassen sich viele Gerichte auch mit einem Schuss Sahne, ein wenig Butter oder hochwertigen Ölen anreichern. Wer Lebensmittel appetitlich anrichtet, hat außerdem mehr Freude am Essen.

Neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung trägt auch regelmäßiger Sport zu einem gesunden Immunsystem bei. Regelmäßige körperliche Aktivität und Muskelaufbau kann den Appetit fördern und sorgt zugleich dafür, dass sich die zusätzlichen Kilos „richtig verteilen“.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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