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Vergiftungen bei Kindern: Mit diesen Maßnahmen leisten Sie Erste Hilfe

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Von: Jasmina Deshmeh

Ein Kleinkind räumt Flaschen mit Reinigungsmitteln aus einem Spülschrank (Symbolbild)
Chemikalien wie Putzmittel können bei Kindern zu gefährlichen Vergiftungen führen (Symbolbild) © photothek/Imago

Vergiftungen gehören zu den häufigsten Unfällen im Kleinkindalter. Woran Eltern und Betreuungspersonen sie erkennen und was im Notfall zu tun ist, erklären wir hier.

Köln – Pillen geschluckt, Putzmittel getrunken oder von giftigen Beeren im Garten genascht: Potenzielle Vergiftungsgefahren lauern für Kleinkinder überall. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollten Eltern sofort den Notarzt rufen. Bis dieser eintrifft, heißt es Ruhe bewahren und einige Maßnahmen ergreifen.

Vergiftungen bei Kindern: Das sind die Symptome

Vergiftungen bei Kindern zu erkennen ist nicht einfach, schließlich reichen die Symptome laut dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärtze (BVKJ) von Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Blässe, Rötungen, Hitzezuständen, Verwirrtheit, Kopfschmerzen und Müdigkeit über Unwohlsein bis hin zu Bewusstseinsstörungen und im schlimmsten Fall Herz-Kreislauf-Stillstand. Was jedoch immer gilt: Eine Vergiftung ist ein Notfall, der schnelles Handeln erfordert.

Vergiftungen bei Kindern: So gehen Sie vor

Haben Eltern den Verdacht, dass sich ihr Kind vergiftet haben könnte, gilt es zunächst Ruhe zu bewahren und nichts zu überstürzen. Als Erstes sollten sie den Notarzt rufen und sich Rat bei der Giftnotrufzentrale einzuholen. Die Experten werden Fragen stellen wie „Wer ist betroffen?“, „Was und wie viel wurde eingenommen?“, „Wie und wann wurde es eingenommen (geschluckt, eingeatmet, über die Haut)?“, „Wie geht es dem Kind?“ und Name und Telefonnummer für den Rückruf notieren.

Bis der Notarzt eintrifft, sollten sich Eltern um das Kind kümmern und es beruhigen. Wenn Sie mitbekommen haben, was es aufgenommen hat, gilt es Reste des Giftes und die Verpackung zu sichern. Hat sich das Kind erbrochen, sollten Sie ebenfalls Reste davon aufheben und dem Notarzt geben. Auf keinen Fall sollte das Kind aber aktiv zum Erbrechen gebracht werden, da die aufgenommenen Gifte die Schleimhäute der Speisröhre schädigen können.

Ist das Kind bewusstlos, muss es in die stabile Seitenlage gebracht und warmgehalten werden. Setzten die Atmung und der Puls aus, müssen Eltern sofort Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen. Wer sich damit nicht auskennt, bekommt entsprechende Anweisungen über die Leitstelle.

Vergiftungen bei Kindern: Weitere Maßnahmen nur nach Absprache mit dem Arzt

Je nachdem, welches Gift auf welche Weise aufgenommen wurde, können der Notarzt oder die Giftnotrufzentrale weitere Anweisungen per Telefon geben. Aber Achtung: Führen Sie diese nicht auf eigene Faust durch!

Vergiftungen bei Kindern: So beugen Sie ihnen vor

Um Vergiftungen zu verhindern, sollten Eltern ihre Kinder frühzeitig über mögliche Gefahrenquellen in Haus und Garten aufklären. Bei Kleinkindern ist darauf zu achten, dass giftige Substanzen außer Reichweite gelagert werden.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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