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Windeldermatitis: Schmerzhaften Hautreizungen am Babypo vorbeugen

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Von: Jasmina Deshmeh

Ein lachendes Baby in Windeln liegt auf dem Bauch (Symbolbild).
Hautreizungen im Windelbereich sind die häufigsten Hautkrankheiten in den ersten Lebensmonaten (Symbolbild). © imago images / Westend61

Wunde Stellen oder Hautausschlag im Windelbereich treffen fast jeden Säugling. Regelmäßiges Wickeln und eine sanfte Hautpflege helfen, der Windeldermatitis entgegenzuwirken.

Bonn – Der vermeintlich zarte Babypo ist in Wirklichkeit wortwörtlich der wundeste Punkt beim Kind. Denn Feuchtigkeit in der Windel greift die dünne Babyhaut an und macht sie durchlässiger für Fremdstoffe. In der Folge kann es zu einer Windeldermatitis mit Rötungen, Schwellungen, Bläschen und Pusteln kommen. Ein paar Grundregeln beim Wickeln und der Pflege des Windelbereichs können den unangenehmen Hautreizungen vorbeugen.

Windeldermatitis: So entstehen Hautreizungen im Windelbereich

Nach Angaben der Deutschen Haut- und Allergiehilfe (DHA) handelt es sich bei der Windeldermatitis um die häufigste Hauterkrankung in den ersten Lebensmonaten. Viele Säuglinge und Kleinkinder erkranken teils mehrfach an der schmerzhaften Hautkrankheit.

Meist entsteht die Windeldermatitis, weil die Windel zu selten gewechselt wird. Das feuchtwarme Millieu in der Windel lässt die Hornschicht der empfindlichen Babyhaut aufquellen und greift ihre natürliche Barrierefunktion an. Sie wird anfälliger für mechanische Reize, wie Scheuern und Reiben, und durchlässiger für Reizstoffe. Kommt die Haut mit Ammoniak aus dem Urin in Kontakt, steigt der pH-Wert und die Haut laugt aus. Verstärkt wird dieser Prozess durch Verdauungsenzyme im Stuhl. Durch den angegriffenen Säureschutzmantel und die geschädigte Hautbarriere haben Bakterien und Pilze leichtes Spiel, sich in der wunden Haut anzusiedeln und Infektionen auszulösen.

Windeldermatitis: Risiko für Unverträglichkeitsreaktionen auf Duftstoffe steigt

Durch die Windeldermatitis steigt auch das Risiko für Unverträglichkeitsreaktionen auf Duftstoffe und Konservierungsstoffe in Pflegeprodukten. In seltenen Fällen sind auch allergische Reaktionen auf die Windel selbst die Ursache der Hautentzündung. Da keine allergieauslösenden Stoffe in handelsüblichen Windeln verarbeitet werden dürfen, ist das aber eher unwahrscheinlich.

Windeldermatitis: So schützen Sie ihr Baby vor einem wunden Po

Folgende Maßnahmen beim Wickeln und der Babypflege können das Risiko einer Windeldermatitis senken:

Kommt es trotz der Schutz- und Pflegemaßnahmen zu einer Windeldermatitis und heilt diese auch nach dem Auftragen von Zinkoxidsalben nicht aus, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ist die Haut stark entzündet, kann es zu Infektionen kommen, die behandelt werden müssen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVJK) macht außerdem darauf aufmerksam, dass es bei Entzündungen im Windelbereich zu einem Pilzbefall (Windelsoor) durch Hefepilze kommen kann. Dieser zeigt sich durch rote Punkte mit kleinen bläschenartigen oder pustelartigen Herden. Der Pilzbefall kann sich auf andere Körperbereiche ausbreiten und muss medikamentös behandelt werden. Eltern sollten in diesem Fall darauf achten, Textilien nach einmaligem Gebrauch heiß zu waschen und nicht mit anderen Köperbereichen in Kontakt kommen zu lassen, um eine Wiederansteckung zu verhindern.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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