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Essstörung: Magersucht, Bulimie und Binge-Eating erkennen

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Von: Kristina Wagenlehner

Zu dick, zu dünn oder „normal“? Das Gewicht ist ein Anzeichen für eine Essstörung – aber nicht immer. Diese Symptome weisen auf Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating hin. 

Köln – Sie essen fast gar nicht, zu viel oder erbrechen regelmäßig: Personen mit einer Essstörung weisen ein gestörtes Verhältnis zum Körper und zum Umgang mit Essen auf. Ihre Gedanken kreisen ständig um die Ernährung, Kalorien oder eben auch das Nicht-Essen. Eine Essstörung ist eine psychosomatische Erkrankung, die unbedingt therapiert werden sollte.

Essstörungen: Habe ich eine Essstörung? Allgemeine Symptome

Ob Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating – die Symptome jeder Art der Essstörung unterscheiden sich. Was sie eint: Essen dominiert den Alltag. Betroffene setzen sich intensiv mit Nahrung und dem eigenen Körper auseinander. Sie plagen Schuldgefühle nach den Mahlzeiten, essen heimlich oder vermeiden es, gemeinsam mit anderen zu essen. Außerdem nennt das Bundesministerium für Gesundheit sozialen Rückzug und/oder eine gereizte Stimmung als typische Merkmale.

Essstörungen: Symptome einer Magersucht

Bei Magersucht – auch Anorexie genannt – ist eine Diät der Dauerzustand. Betroffene nehmen innerhalb weniger Monate sehr viel Gewicht ab (sechs Kilo oder mehr in drei Monaten gilt als Grenze) und/oder leiden an anhaltendem Untergewicht. Trotzdem nehmen sie sich selbst als dick wahr und haben krankhafte Angst davor, zuzunehmen. Sie zählen Kalorien, unterdrücken ihren Hunger, indem sie beispielsweise viel Wasser trinken, verspüren einen starken Bewegungsdrang und treiben teilweise exzessive Sport. Das Gewicht wird täglich kontrolliert, die Tage sind bis ins Detail geplant.

Essstörungen: Was Bulimie kennzeichnet

Das deutsche Wort für Bulimie, Ess-Brech-Sucht, beschreibt das Haupt-Symptom der Bulimie bereits im Wortlaut. Betroffene leiden an unkontrollierbaren Essattacken, die sie immer wieder heimsuchen. Im Anschluss an einen Essanfall versuchen sie die Kalorien wieder loszuwerden: sie erbrechen, schlucken Appetitzügler oder Abführmittel oder treiben krankhaft Sport. Wie bei einer Magersucht nehmen Betroffene ihren Körper häufig dicker wahr als er ist und haben Angst davor, zuzunehmen – der Gang auf die Waage ist deshalb Pflicht. Drei Symptome einer Bulimie sind:

Essstörungen: Binge-Eating

Betroffene, die an einer Binge-Eating-Störung erkrankt sind, essen in regelmäßigen Abständen sehr viel in kurzer Zeit. Oft haben sie das Gefühl, diesen Attacken hilflos ausgeliefert zu sein und schämen sich für ihr Essverhalten. Im Gegensatz zur Bulimie kompensieren sie die Essanfälle nicht mit Sport oder Hungerperioden. Häufig leiden sie deshalb an Gewichtsschwankungen, Übergewicht oder Adipositas – dem krankhaften Übergewicht.

Essstörungen: Hilfe suchen und finden

Ob jemand tatsächlich an einer Essstörung erkrankt ist, können nur Fachleute beantworten. Betroffene, die das Gefühl haben, an einer Essstörung zu leiden, sollten daher unbedingt eine Expertin oder einen Experten oder eine Beratungsstelle, wie das Therapienetz Essstörung in Erding*, aufsuchen. Eine Psychotherapie kann helfen, die Ursachen der Essstörung zu erkennen und entsprechend zu behandeln. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteur:innen leider nicht beantwortet werden.

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