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Psychische Gesundheit: Glückliche Menschen sind eher gesund, wie Studie beweist

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Zufriedenheit und Glück im Leben wünschen sich alle. Dass ein Glücksgefühl auch für den Körper gesund ist, zeigen Studienergebnisse.

Gesundheit und Glück gehen Hand in Hand. Dass gesunde Menschen nämlich nicht nur glücklicher, sondern glückliche Menschen auch gesünder sind, kann eine US-amerikanische Studie, die in der Fachzeitschrift Psychological Science veröffentlicht wurde, nachweisen. Die glücklichen Menschen sind im Durchschnitt seltener krank und fallen im Job auch seltener aus. Bestimmte Eigenschaften und eine positive Lebensweise kann das Glücksgefühl stärken und sogar gegen Depressionen und Ängste helfen.

Glücksgefühl beeinflusst die Psyche und den Körper

Ein lachendes, glückliches Paar.
Laut Studie sind glückliche Menschen eher körperlich gesund. (Symbolbild) © Pau Novell/Imago

Gründe, warum ein Mensch glücklich ist, gibt es viele: Familie, Partnerschaft, Beruf, Besitztum oder auch körperliche und geistige Fitness. In Dänemark hat das Glück so einen großen Stellenwert, dass die Dänen sogar gemäß einer eigenen Formel danach leben. Für viele Menschen mag beispielsweise Kinderkriegen ein besonderes Glück bedeuten, während Nachwuchs für andere kein Mittel zum Glücklichsein darstellt.

Im Rahmen der US-amerikanischen Studie am Institut für Psychologie der Universität Georgetown startete Dr. Kostadin Kushlev über einen Zeitraum von sechs Monaten mit anderen Wissenschaftlern der Universität Virginia und der Universität British Columbia ein spannendes Experiment. Dafür untersuchten er und sein Team 155 Erwachsene unterschiedlichen Geschlechts und Berufs im Alter von 25 bis 75 Jahren. Ziel war es, herauszufinden, wie sich ein besseres subjektives Wohlbefinden der Probanden auf ihre körperliche Gesundheit auswirkte – ohne, dass sie dafür in irgendeiner Form medizinisch behandelt wurden. Für die Untersuchung wurden die Personen nach dem Zufallsprinzip entweder einer ersten Gruppe mit zwölfwöchiger, psychologischer Therapie oder der Kontrollgruppe zugeteilt.

Glücksgefühl messen: Programm mit verschiedenen Aufgaben

Das Studienprogramm mit dem Namen „Enduring Happiness and Continued Self-Enhancement“ (ENHANCE) bestand aus wöchentlichen Modulen, die entweder von einem Mediziner geleitet oder individuell von den Probanden jeweils selbst über eine spezifische Online-Plattform durchgeführt werden konnten. Jedes Modul enthielt eine einstündige Aufgabe mit Informationen und Übungen, darunter beispielsweise geführte Meditation. „Alle Aktivitäten waren evidenzbasierte Instrumente zur Steigerung des subjektiven Wohlbefindens“, erklärt Dr. Kushlev in der Fachzeitschrift Psychological Science.

In den ersten drei Wochen des Programms sollten sich die Probanden der ersten Gruppe mit ihren persönlichen Werten, Stärken und Zielen auseinandersetzen. Die nächsten fünf Wochen konzentrierten sie sich auf die Achtsamkeit sowie Regulation ihrer Emotionen und negativer Denkmuster. In den letzten vier Wochen des Programms befassten sich die untersuchten Personen mit ihrem sozialen Selbst und erlernten Techniken, die Dankbarkeit und soziale Interaktion förderten.

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Studie zeigt: Glücksgefühl führt auch körperlich zu mehr Wohlbefinden

Zum Abschluss des Programms erhielten die Teilnehmer individuelle Auswertungen und Empfehlungen, welche Module ihr Glück am nachhaltigsten verbessern würden. Drei Monate nach Beendigung der Studie untersuchten die Forscher die Teilnehmer erneut, um ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit zu bewerten. Diese berichteten nicht nur über ein zunehmendes subjektives Wohlbefinden. Sie fielen krankheitsbedingt auch weniger aus als vergleichsweise die Kontrollgruppe mit den weniger glücklichen Probanden.

„Obwohl frühere Studien gezeigt haben, dass glücklichere Menschen tendenziell eine bessere kardiovaskuläre Gesundheit und ein besseres Immunsystem haben als ihre weniger glücklichen Kollegen, gilt unsere Forschung als eine der ersten randomisierten kontrollierten Studien, die darauf hindeutet, dass die Steigerung des psychischen Wohlbefindens selbst von allgemein gesunden Erwachsenen Vorteile für ihre körperliche Gesundheit haben kann“, sagt Dr. Kushlev abschließend.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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