Gewitterwolken verdunkeln den Himmel (Symbolbild).
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Der Deutsche Wetterdienst warnt nicht nur vor Unwettern (Symbolbild)

Amtliche Unwetterwarnung und Pollenflugkalender

Deutscher Wetterdienst (DWD): Tagesaktuelle Informationen zu Wettervorhersage, Unwetterwarnung und Pollenflug

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Gewitterfront oder strahlender Sonnenschein? Der Deutsche Wetterdienst bietet nicht nur Wetterprognosen, sondern auch Warnmeldungen und eine Pollenflug-App.

  • Der Deutsche Wetterdienst besitzt das dichteste meteorologische Messnetz ganz Deutschlands. Entsprechend aussagekräftig sind die gewonnenen Daten.
  • Neben Wettervorhersagen und Unwetterwarnungen informiert der DWD auch über Pollenbelastungen, Klimaveränderungen und mehr.
  • Die Dienstleistungen der Behörde stehen der Allgemeinheit zur Verfügung. Abrufbar sind diese unter anderem per kostenpflichtiger DWD-App.

Offenbach –  Der Deutsche Wetterdienst, kurz DWD, überwacht als meteorologische Behörde der Bundesrepublik Deutschland das nationale Klima. In diesem Zuge dokumentiert und bewertet er alle Veränderungen, die sich aufzeigen. Die Hauptaufgabe der Behörde besteht darin, Wettervorhersagen und Wetterwarnungen auszugeben. Stehen wetterbedingte Gefahren bevor, wird eine Unwettermeldung veröffentlicht. Zugleich analysiert der DWD die Klimaentwicklung in Deutschland, Europa und der Welt sowie etwaige Wechselwirkungen, die damit einhergehen.

Deutscher Wetterdienst: Vorhersagen und Unwetterwarnungen

Amtliche Warnungen vor extremen Regen- oder Schneefällen, Gewittern, Stürmen, Hitzewellen oder UV-Strahlungen werden online angezeigt. Anhand einer Warnkarte mit Landkreis-Filter lässt sich nachvollziehen, welche Regionen hiervon besonders betroffen zu sein scheinen. Die einzelnen Stufen sind farbig voneinander zu unterscheiden und geben an, wie hoch die Gefährdung jeweils ausfällt. Des Weiteren zeigt die Karte Küsten- und Binnenseewarnungen an, denn seit 1952 erstellt der Deutsche Wetterdienst auch Seewetterberichte. Zudem ist er für die meteorlogische Betreuung der Zivilluftfahrt verantwortlich.

Deutscher Wetterdienst: Dienstleistungen und Kundengruppen

Die Dienstleistungen des Deutschen Wetterdienstes richten sich an die Allgemeinheit, aber auch an Profis. Kunden aus unterschiedlichen Bereichen, zum Beispiel der Presse, der Bau-, Energie-, Land- und Forstwirtschaft, der Schifffahrt und des Küstenschutzes oder der Wissenschaft, Forschung und Lehre, können bei der Behörde Informationen erfragen. Gleiches gilt für Hobbymeteorologen ebenso wie für Tourismusverbände, Schulen und das Gesundheitswesen.

Beim Deutschen Wetterdienst lässt sich außerdem der kostenlose Deutschlandwetterbericht abonnieren, der täglich per E-Mail verschickt wird. Zugleich wird der Starkregenkatalog Kostra angeboten, der als Regenradar dient. Für Wetterfühlige gibt es online zudem eine Karte, die das regionale Risiko wetterbasierter Befindensbeeinträchtigungen anzeigt. Neben aktuellen Wetterdaten und Vorhersagen für die nächsten fünfzehn Tage finden sich auch Informationen der nahen und ferneren Vergangenheit. All diese Dienstleistungen basieren dabei auf dem gesetzlichen Informations- und Forschungsauftrag der Behörde.

Deutscher Wetterdienst: Struktur und Organisation der Bundesbehörde

Der 1952 gegründete Deutsche Wetterdienst hat seinen Hauptsitz in Offenbach am Main. Die Bundesoberbehörde ist eine teilrechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Aufsichtsbehörde ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Der DWD umfasst 2.400 Bedienstete und ein Haushaltsvolumen von mehr als 388 Millionen Euro. Die Behördenleitung hat Präsident und Vorstandsvorsitzender Gerhard Adrian inne. Die Anstalt ist in unterschiedliche Bereiche aufgegliedert:

  • Personal und Betriebswirtschaft
  • Technische Infrastruktur und Betrieb
  • Forschung und Entwicklung
  • Wettervorhersage inklusive Flugwetterdienst und Beratung
  • Klima und Umwelt inklusive Agrar- und Hydrometeorologie

Deutscher Wetterdienst: Messstationen, Flugwetterwarten und Co.

Zusätzlich zur Zentrale in Hessen existieren in Hamburg, Potsdam, Essen, Leipzig, Stuttgart und München noch sechs Regionalzentralen des Deutschen Wetterdienstes. Hinzu kommen 51 Wetterwarten, die mit Personal besetzt sind, 131 automatische Wetterstationen und 1.794 Messstationen, die durch ehrenamtliche Wetterbeobachter gewartet werden. 

In der Auflistung inkludiert sind 16 Flugwetterwarten. Zugleich gibt es derzeit fünf und zukünftig zehn Stadtklimastationen, unter anderem am Berliner Alexanderplatz und in Freiburg im Breisgau, mit denen sich die höheren Temperaturen der stark besiedelten Wärmeinseln ermitteln lassen. So bildet sich das deutschlandweit dichteste meteorologische Messnetz. Zahlreiche Nachrichtendienste greifen auf die so gewonnenen Daten des Deutschen Wetterdienstes zurück. Auch die Bundesregierung, die Bundes- und Landesministerien, die Kommunen und Betriebe aus der Wirtschaft und Industrie stehen in engem Kontakt mit dem DWD.

Deutscher Wetterdienst – Wissenswertes im Überblick:

  • 1847: Gründung der Deutschen Meteorologischen Bibliothek
  • 1952: Vereinigung der Wetterdienste aller westalliierten Besatzungszonen
  • 1954: Mitgliedschaft bei der WMO, der Weltorganisation für Meteorologie
  • Seit 1960: DWD nicht mehr im deutschen Fernsehen aktiv, liefert den einzelnen Wetterredaktionen nur noch die Beobachtungs- und Vorhersagedaten
  • 2005: Eröffnung des Wetterparks Offenbach mit vollautomatisierter Wetterstation, Phänologischem Garten und Lehrpfad zu Naturphänomenen

Deutscher Wetterdienst: Pollenflugvorhersage und Pollenkalender

Auch Pollenflugwarnungen gibt der Deutsche Wetterdienst heraus. Seit 2006 lassen sich diese als Newsletter abonnieren, außerdem wird online ein Pollenflug-Gefahrenindex angezeigt. Die zu erwartende Pollenkonzentration von Hasel, Erle, Esche, Birke, Süßgräsern, Roggen, Beifuß und Ambrosia wird hier farbig dargestellt. Damit Allergiker immer bestens informiert sind, wird zudem eine Pollen-App angeboten, die täglich aktualisierte Daten zur Pollenbelastung bereitstellt. 

Da der Pollenflug regional sehr unterschiedlich ausfallen kann, ist es entscheidend, eine gezielte Prophylaxe zu betreiben, die die jeweiligen Wetterbedingungen und das Pflanzenwachstum inklusive Blütezeit berücksichtigt. Nur so lässt sich die Pollensaison, die jedes Jahr um mehrere Wochen schwanken kann, klar ermitteln. Die App „WarnWetter vom Deutschen Wetterdienst gibt es bereits seit Juni 2015. Neben dem Pollenkalender zeigt sie die amtlichen Wettervorhersagen und -warnungen an. Die Installation kostet 0,99 Euro.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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