Ein leeres Klassenzimmer mit Stühlen, Tischen und Tafel ist zu sehen (Symbolbild).
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Auch im Klassenzimmer lauern zahlreiche Allergieauslöser (Symbolbild).

Giftiges Klassenzimmer

Allergien und Asthma im Klassenzimmer: Warum in der Schule besonders viele Allergieauslöser lauern

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Im Kindergarten und der Schule gibt es zahlreiche Allergie- und Asthmaauslöser – das gefährdet nicht nur die Gesundheit, auch die schulische Leistung der Kinder leidet häufig.

Mönchengladbach – Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden unter einer Allergie. Neben Asthma bronchiale und Heuschnupfen zählen Hausstauballergien und Neurodermitis zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Das stellt nicht nur Kinder und deren Eltern vor große Herausforderungen, auch Betreuer und Lehrer in Kita und Schule müssen sich auf die Allergien einstellen. Denn Allergien und Asthma beeinträchtigen nicht nur die schulische Leistung, sondern führen bei Kindern zudem häufig zu versäumten Schultagen.

Allergien und Asthma führen zu schlechteren Leistungen

Kinder mit Allergien oder Asthma verpassen häufiger als gesunde Schüler den Unterricht. Das könnte laut dem American College of Allergy Asthma and Immunology (ACAAI) vor allem daran liegen, dass im Klassenzimmer und in der Kita mehr Allergieauslöser lauern als zu Hause. Während sich die Allergieauslöser zu Hause weitestgehend vermeiden lassen, ist das in der Schule meist nicht möglich.

Zu den häufigsten Allergenen, die im Klassenzimmer zu finden sind, gehören neben Hausstaubmilben und Pollen auch Schimmelpilze und Tierhaare. Sind die Schüler den Schadstoffen im Klassenzimmer den ganzen Tag ausgesetzt, können Allergien so die schulische Leistung von Kindern beeinträchtigen. Häufig äußert sich das in plötzlichen Leistungseinbußen und Aufmerksamkeitsdefiziten.

Allergien und Asthma: Diese Auslöser lauern im Klassenzimmer

Betroffene Kinder leiden nicht nur unter typischen Allergie-Symptomen wie Husten, Niesen und Schnupfen. Auch Müdigkeit, Glieder- und Kopfschmerzen treten oft bei einer allergischen Erkrankung auf. Diese Beschwerden sind nicht nur unangenehm, sondern belasten die Kinder deutlich im Unterricht. Sie sind häufiger abgelenkt und können dem Unterrichtsgeschehen nur schlecht folgen. Zudem kann die Einnahme bestimmter Medikamente die Leistung betroffener Kinder in der Schule beeinflussen.

Doch nicht nur Kinder, die bereits unter einer Allergie leiden, sind von den Beschwerden betroffen. laut dem Deutschen Grünen Kreuz (DGK) schadstoffbelastete Räume auch bei gesunden Kindern zu Konzentrations- und Lernstörungen führen. Zudem beeinträchtigen allergische Erkrankungen die Schüler nicht nur tagsüber. Auch in der Nacht leiden die Kinder häufig unter Allergie-Symptomen. Sie schlafen schlechter und weniger und wachen am nächsten Tagen schlecht ausgeruht auf und können sich dadurch nur schlecht konzentrieren.

Allergien und Asthma: Besonders viele Allergen im Klassenzimmer

Ganz vermeiden lassen sich die krankheitsauslösenden Allergene meist nicht. Doch Eltern, Lehrer und die Schulverwaltung können einiges dafür tun, um die Beschwerden einzudämmen:

  • Zunächst sollten Eltern alle zuständigen Lehrer und Betreuer über Allergien und Unverträglichkeiten bei ihrem Kind informieren.
  • Informationen zu Medikamenten, die die betroffenen Schüler einnehmen, helfen Lehrer mögliche Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit einzuordnen.
  • Reagiert ein Kind beispielsweise allergisch auf Pollen, sollten Fenster und Türen im Klassenzimmer möglichst geschlossen bleiben. So kann der Blütenstaub nicht in den Klassenraum gelangen.
  • Auch über das richtige Verhalten im Notfall sollten Lehrer und Betreuer ausreichend informiert sein. Die Experten des Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) empfiehlen daher, den richtige Ablauf mit allen Beteiligten im Notfall zu üben.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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