Ein Arzt begutachtet den juckenden Arm eines Kindes mit Neurodermitis (Symbolbild).
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Kinder mit Neurodermitis leiden meist besonders unter dem anhaltenden Juckreiz (Symbolbild).

Hilfe bei Neurodermitis

Neurodermitis bei Kindern: Pflege für trockene und sensible Haut

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Juckender Hautausschlag ist ein typisches Anzeichen für Neurodermitis. Gerade Kinder leiden besonders darunter, denn das ständige Jucken verleitet zum Kratzen. Doch wie lässt sich der Teufelskreis durchbrechen?

  • Neurodermitis ist eine Hautkrankheit, die oft schon bei Kleinkindern auftritt.
  • Betroffene leiden unter trockener, gereizter Haut, die sich häufig entzündet.
  • Eine gezielte Hautpflege kann helfen, die Krankheit erträglicher zu machen.

Köln – Starker Juckreiz, trockene Haut und entzündete Hautstellen sind bei Kindern typische Anzeichen von Neurodermitis. Durch ständiges Kratzen entstehen kleine Verletzungen, in die Bakterien und andere Keime eindringen. Die gereizte Haut ist anfälliger für Infektionen. Leidet das eigene Kind unter den Beschwerden einer Neurodermitis, ist das auch für Eltern nicht einfach. Doch mit der richtigen Hautpflege und Behandlung lassen sich die Hautprobleme meist lindern.

Neurodermitis bei Kindern: Bei Infektionen der Haut sofort zum Arzt

Anzeichen einer Infektion können gelbliche oder honigfarbene Krusten über dem Ekzem sein, das berichtet der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Aber auch Bläschen, Pusteln sowie Rötungen weisen auf Entzündungen der Haut hin. Bei Säuglingen und Kleinkindern zeigt sich der Hautausschlag im Gesicht, auf dem Kopf, an den Armen und Beinen sowie auf dem Fußrücken und den Händen. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind dagegen vor allem Stirn, Augen und Mund, aber auch Hals, Kniekehlen und die Ellbeugen betroffen. In schweren Neurodermitis-Fällen können Fieber, grippeähnliche Beschwerden und geschwollene Lymphknoten hinzukommen. In diesem Fall sollten Sie schnellstmöglich einen Kinderarzt aufsuchen.

Kommt die angegriffene Haut in Kontakt mit Fremdstoffen, kann es zu Entzündungen und Infektionen kommen. Mögliche Auslöser können sein:

  • Umweltkeime, Pilze und Viren
  • Allergieauslöser
  • Waschmittel
  • Temperaturschwankungen
  • Stress
  • Infekte
  • Reizungen durch Kleidung

Neurodermitis bei Kindern: Antibiotika helfen bei Infektionen der Haut

Bei einer bakteriellen Infektion kann der Arzt eine antibiotische Salbe oder Antibiotika zum Einnehmen verordnen. Bei Viren wie Herpes hingegen können antivirale Mittel helfen. Vorbeugend hilft allerdings nur: so wenig wie möglich kratzen. Doch auch mit der richtigen Hautpflege können Eltern den Leidensdruck ihrer Kinder deutlich vermindern. Dazu sollten sich Eltern genaue Anweisungen für die Hautpflege ihres Kindes geben lassen.

Neurodermitis: Die richtige Hautpflege ist entscheidend

Die richtige Feuchtigkeitspflege verhindert, dass die Haut zu sehr austrocknet und Risse entstehen. Regelmäßiges Eincremen sorgt dafür, dass der Feuchtigkeitsgehalt der Haut verbessert wird. Auch Bäder können helfen, Keime von der Hautoberfläche zu entfernen und die Heilung der Haut zu unterstützen.

Damit die Pflegeprodukte keimfrei bleiben, empfehlen die Experten zudem, bei Lotionen einen Pumpenapplikator oder bei Cremes einen Löffel zu verwenden. Auch durch kurz geschnittene Fingernägel können zusätzliche Infektionen durch Kratzen verhindert werden (Mit Material von DPA).

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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