Hautpflege

Pflege für empfindliche Babyhaut: Auf diese Produkte sollten Eltern besser verzichten

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Die Wahl der richtigen Pflegeprodukte spielt bei empfindlicher Kinderhaut eine entscheidende Rolle. Worauf Eltern bei der täglichen Pflege achten sollten.

Bonn – Egal ob spezielle Waschlotionen, Feuchttücher, Cremes oder Puder – die Auswahl an Pflegeprodukten für Babys und Kleinkinder in Drogerien und Apotheken ist groß. Viele Eltern sind angesichts der zahlreichen Kosmetikartikel für Babys häufig verunsichert. Denn die Wahl der richtigen Hautpflege spielt bei den Kleinen eine wichtige Rolle. So können ungeeignete Inhaltsstoffe die empfindliche Haut schnell reizen. Doch wie viel Pflege braucht die zarte Kinderhaut und welche Produkte sind wirklich notwendig?

Die richtige Pflege für empfindliche Babyhaut: Auf diese Produkte können Eltern besser verzichten

Die Haut eines Babys ist bis zu fünfmal dünner als die eines Erwachsenen. Schnell können daher äußere Einflüsse wie Wärme, Kälte und Kleidung, aber auch Zusatzstoffe in Pflegeprodukten die zarte Haut reizen. Duftende Kosmetikartikel wie Seifen, Duschgels und Cremes für Erwachsene gehören keinesfalls auf die Haut der Kleinen.

Die enthaltenen Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe können nicht nur zu Irritationen führen, sondern auch Allergien und Hautkrankheiten fördern. Um allergische Reaktionen und Reizungen zu vermeiden, sollten Eltern daher besonders auf die Inhaltsstoffe von Wasch- und Pflegeprodukten achten. Bei der Babypflege sind unparfümierte Produkte auf Basis natürlicher Öle und Fette die erste Wahl.

Die richtige Pflege für empfindliche Babyhaut: Weniger ist mehr

Viele Hebammen und Kinderärzte sind der Meinung, dass eine gesunde Babyhaut weder Öl noch Creme braucht. Bei Wind und Kälte raten allerdings auch Experten dazu, auf eine ausreichende Zufuhr von Fett und Feuchtigkeit zu achten.

Pflanzliche Öle eignen sich laut dem Verbrauchermagazin Stiftung Warentest besonders zur Pflege trockener und empfindlicher Haut. Werden sie nach dem Baden auf die feuchte Haut aufgetragen, können sie tief in die Hautschichten eindringen und die Haut mit essenziellen Fettsäuren versorgen.

Die richtige Pflege für empfindliche Babyhaut: Nicht auf Sonnenschutz verzichten

Besondere Aufmerksamkeit bei der Babypflege gilt dem Sonnenschutz. So sollten Säuglinge in den ersten Monaten keinesfalls der Sonne ausgesetzt werden. Zusätzlich empfiehlt das Verbrauchermagazin Stiftung Warentest, Kleinkinder mit ausreichend Sonnencreme vor der Strahlung zu schützen. Sonnencremes auf mineralischer Basis legen sich dabei wie eine Schutzschicht auf die Haut und verhindern das Eindringen gefährlicher UV-Strahlung.

Bei der Wahl des Lichtschutzfaktors gilt: Halten sich die Kinder nur im Schatten auf, genügt ein Lichtschutzfaktor (LSF) 30. Größere Kinder, die in der Sonne spielen, sollten mit einem LSF 50 eingecremt werden.

Die richtige Pflege für empfindliche Babyhaut: Hautreizungen in der Windelregion

Feuchtigkeit und falsche Pflege können die zarte Haut in der Windelregion schnell reizen. Schnell kann es so zu einer Windeldermatitis mit Rötungen, Schwellungen, Bläschen und Pusteln kommen. Um Hautreizungen vorzubeugen, rät die Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA), Kinder häufig zu wickeln und verschmutze Windeln schnellstmöglich zu wechseln.

Anschließend den Babypo am besten mit warmen Wasser und Waschlappen sorgfältig reinigen. Ist die Windelregion des Babys wund, helfen Wundschutzsalben auf Basis natürlicher Inhaltsstoffe. Außerdem sollten Eltern die Kleinen hin und wieder mit nacktem Po strampeln lassen - so kommt ausreichend Luft an die empfindlichen Regionen.

Die richtige Pflege für empfindliche Babyhaut: Hilfreiche Tipps

Auf folgende Produkte können Eltern bei der Babypflege getrost verzichten:

  • Spezielle Shampoos für Babyhaare sind nicht nötig. Klares Wasser reicht völlig aus. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sollten Babyshampoos frühestens dann verwendet werden, wenn die Haare bereits etwas dichter wachsen.
  • Feuchttücher sind unterwegs zwar besonders praktisch, enthalten häufig jedoch zahlreiche Konservierungsmittel. Eltern sollten daher möglichst parfümfreie Produkte wählen.
  • Obwohl es Babypuder immer noch zu kaufen gibt, raten Experten dringend davon ab. Das Puder ist bei der Pflege des Windelbereichs nicht nur kontraproduktiv, atmen die Kleinen das Puder ein, kann das sogar gesundheitsschädlich sein.
  • Auf Wattestäbchen bei der Reinigung von Nase und Ohren verzichten. Bewegen sich die Kinder ruckartig, kann das zu Verletzungen führen.
  • Tägliches Baden dagegen kann die empfindliche und noch dünne Haut austrocknen. Experten raten daher, Babys nur ein- bis dreimal pro Woche zu Baden*, wie merkur.de berichtet.

*merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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