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Kinder- und Jugendsport: Warum Bewegung für Kinder mit Asthma besonders wichtig ist

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Von: Laura Knops

Vier Kinder spielen im Garten Fußball (Symbolbild).

Regelmäßige Bewegung, Sport und Spiel sind vor allem für Kinder wichtig (Symbolbild). © imago images / Shotshop

Die meisten Kinder und Jugendlichen bewegen sich im Alltag zu wenig. Zu diesem Schluss kommen die Experten des Kinder- und Jugendsportberichts. Diese gesundheitlichen Probleme sind die Folge. 

Essen – Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) machen die meisten Kinder und Jugendlichen zu wenig Sport. Auch im Alltag bewegen sich viele der Heranwachsenden immer weniger. So kommen rund 80 Prozent der Kinder nicht mal auf die von der WHO empfohlenen 60 Minuten moderate bis intensive körperliche Tätigkeit am Tag. Experten sind alarmiert, denn langfristig kann chronischer Bewegungsmangel die Gesundheit stark beeinträchtigen.

Kinder- und Jugendsportbericht: Medienkonsum ist ein Problem

Das Ergebnis des Vierten Deutschen Kinder- und Jugendsportberichts zeigt zudem, dass die körperliche Aktivität auch mit dem Alter weiter abnimmt. Besonders betroffen sind laut den Autoren dabei Mädchen. „Was sich jetzt schon deutlich herausstellt, ist, dass es bei weiblichen Jugendlichen, insbesondere bei weiblichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund, überproportional stark abnimmt“, erklärt Studienleiter Christoph Breuer, Sportsoziologe an der Deutschen Sporthochschule in Köln, gegenüber dem Deutschlandfunk.

Die Ursachen für den Bewegungsmangel sind vielfältig. So haben viele Kinder kaum Zugang zu Bewegungsangeboten, Sportvereinen, Spiel- und Sportplätzen. Auch im seit Jahren steigenden Medienkonsum sehen die Experten ein großes Problem. Denn wer durchschnittlich rund 42,5 Stunden pro Woche vor dem Handy oder Laptop verbringt, dem bleibt entsprechend weniger Zeit für andere Dinge. Trotzdem betonen die Autoren, dass dieser Trend nicht nur negative Seite hat. So biete die Digitalisierung vielfältige Möglichkeiten, Bewegungsanreize zu setzen.

Kinder- und Jugendsportbericht: Vor allem chronisch kranke Kinder profitieren vom Sport

Unter dem Bewegungsmangel leidet vor allem die psychische und körperliche Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. So steht die fehlende körperliche Betätigung im direkten Zusammenhang mit Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer kürzeren Lebenserwartung, aber auch mit der Lebensqualität. Doch nicht nur gesunde Heranwachsende profitieren von regelmäßiger Bewegung, auch für chronisch kranke Kinder ist Sport wichtig. Kinder mit Asthma würden laut den Autoren viel zu oft vom Sport befreit und dadurch vermeintlich geschont. Dabei könne sich moderates Training vielmehr positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken.

Bewegung, Sport und Spiel führen bei Kindern mit Atemwegserkrankungen wie Allergien oder Asthma zu einer besseren Lebensqualität. Zwar kann Sport die medikamentöse Therapie nicht ersetzen, jedoch können regelmäßige sportliche Aktivitäten die körperliche Leistungsfähigkeit deutlich verbessern. Langfristig wirkt sich das auch positiv auf die Atemnotschwelle aus. So treten Atemnotreaktionen durch das Training im Idealfall erst viel später auf.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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