Ein Junge in weißem T-Shirt und blauer Shorts liegt auf dem Bett und spielt auf einem Handy (Symbolbild)
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Verbringen Kinder zu viel Zeit vor dem Display, steigt das Risiko für Kurzsichtigkeit (Symbolbild)

Sehschwäche vorbeugen

Schädliche Bildschirme: Diese Maßnahmen schützen empfindliche Kinderaugen vor Kurzsichtigkeit

  • Jasmina Deshmeh
    vonJasmina Deshmeh
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Auch Kinder schauen schon öfter aufs Smartphone, als ihren Augen gut tut. Die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen hat das Problem noch verschärft - mit negativen Folgen für die Sehfähigkeit.

München (dpa) – Wenn Kinder aufs Display schauen, dann in der Regel mit kurzer räumlicher Distanz. Beim regelmäßigen Spielen oder Kommunizieren auf dem Handy oder Tablet steigt deshalb das Risiko für eine spätere Kurzsichtigkeit, warnt die Stiftung Auge. Verschärft wird das Problem noch durch schlechte Beleuchtung in Innenräumen. Welche Maßnahmen das kindliche Auge schützen.

Kurzsichtigkeit durch Bildschirme? So entsteht die Sehschwäche

Augenärzte warnen immer wieder vor zu intensiver Handynutzung: Durch das ständige „Nahsehen“ muss das Auge immer wieder nah fokussieren, wodurch der Augapfel in die Länge wächst und das Sehen in der Ferne schlechter wird. Verstärkt wird das Phänomen noch durch die flachen Bildschirme und die oftmals kleine Schriftgröße. Ist der Augapfel bei Kindern einmal falsch gewachsen, lässt er sich später nicht mehr verändern. Langfristig können dann nicht nur das Sehen in der Ferne, sondern auch der Wechsel zwischen Nah- und Fernsehen und das räumliche Denkvermögen leiden.

Kurzsichtigkeit durch Bildschirme? So lässt sie sich verhindern

Mit etwa zwölf Jahren ist das kindliche Auge ausgebildet. Ist das Kind dann kurzsichtig, bleibt es das wahrscheinlich ein Leben lang. Umso wichtiger ist es deshalb, dass Eltern der übermäßigen Handynutzung frühzeitig entgegenwirken und darauf achten, dass das Kind regelmäßige Pausen einlegt und den Blick hin und wieder in die Ferne schweifen lässt.

Folgende Maßnahmen schützen außerdem vor Kurzsichtigkeit:

  • Darauf achten, dass Kinder genügend Zeit im Freien verbringen: zwei Stunden helles Tageslicht wirken der Kurzsichtigkeit entgegen
  • Lässt sich die Bildschirmnutzung nicht verhindern (zum Beispiel im Homeschooling), sollte der Arbeitsplatz hell sein. Am gesündesten ist natürliches Tageslicht
  • Der Abstand zwischen den Augen und dem Bildschirm sollte mindestens einen halben Meter betragen
  • Regelmäßige Übungen trainieren die Augen: hin und wieder sollten Kinder deshalb den Blick zehnmal zwischen einem nahen Punkt (zum Beispiel auf dem Fensterbrett) und einem weiten Punkt (zum Beispiel im Garten) hin und her schweifen lassen
  • Auch sogenanntes Augen-Yoga hält die Augen fit: Dazu jeweils die Augäpfel langsam fünfmal nach links und fünfmal nach rechts rollen lassen
  • Hin und wieder eine Minute lang schnell zu blinzeln lockert die Augenmuskulatur und benetzt das Auge mit einem dünnen Tränenfilm. Das schützt vor trockenen, juckenden und brennenden Augen

Kurzsichtigkeit durch Bildschirme? Rechtzeitige Diagnose und Behandlung ist wichtig

Insgesamt nimmt die Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen immer mehr zu, warnt der Berufsverband der Augenärzte Deutschland (BVA). Leider werden immer noch 60 Prozent der Sehschwächen zu spät erkannt, dabei könnte eine frühzeitige Behandlung die lebenslange Sehschwäche verhindern. Wichtig ist deshalb, mit dem Kind regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt zu gehen. (Mit Material von dpa)

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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