Eine Mutter cremt die Haut ihres Babys ein.
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Pflegecremes für Babys im Test – die Testsieger und Schlusslichter im Überblick (Symbolbild).

Sanfte Hautpflege

Öko-Test untersucht Hautpflege für Babys: Zwei bekannte Produkte nur „mangelhaft“

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Öko-Test hat 22 Hautpflege-Produkte für Babys getestet. Die meisten Marken sind guten Gewissens zu empfehlen – zwei Cremes fallen jedoch aufgrund kritischer Inhaltsstoffe durch.

Frankfurt/Main – Kinderhaut ist sehr sensibel, vor allem Babys benötigen daher eine besondere Pflege. Egal, ob nach einem Bad oder bei Kälte im Winter, die kindliche Haut kann schnell trocken werden. Wie viel Pflege sie benötigt, ist jedoch umstritten. Während früher noch vom Eincremen abgeraten wurde, ist heute die Meinung weit vertreten, dass eine pflegende Creme sinnvoll ist. Seit ein paar Jahren raten Experten daher, die Haut von Babys etwa zwei Mal wöchentlich einzucremen. Eine feuchtigkeitsspendende Lotion stärkt die Haut besonders nach dem Baden.

Doch welche Creme pflegt die Kinderhaut sanft und kommt dabei ohne kritische Inhaltsstoffe aus? Öko-Test hat nun 22 Babypflegecremes getestet. Die meisten Produkte konnten die Experten überzeugen – nur zwei bekannte Marken fielen im Test durch. Untersucht wurden die Babycremes vor allem auf bedenkliche Inhaltsstoffe. Kritisch bewerteten die Experten krebserregende Verbindungen wie Paraffine und Antioxidantien sowie umweltschädliche synthetische Polymere.

Babycremes im Öko-Test: Krebserregende Inhaltsstoffe in Bodylotion

Im Fokus der Untersuchung standen die sogenannten aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH). Diese sind gefährlich für den Körper, denn einige der Substanzen gelten als krebserregend. In zwei Babycremes konnten die Produkttester Paraffine nachweisen. Die Fette auf Erdölbasis sind häufig mit MOAH verunreinigt. Paraffine können zudem die Barriere der Haut schädigen. Denn anders als ein natürliches Öl passen sie sich nicht so gut an das Gleichgewicht auf der Haut an. Erkennbar sind Paraffine und Silikone an Bezeichnungen und Endungen wie:

  • Paraffinum
  • Petrolatum
  • Dimethicone
  • -siloxane

In den Produkten „Nivea Baby Soft Pflege-Creme“ von Beiersdorf und „Penaten Pflegecreme" von Penaten konnte Öko-Test aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachweisen. Die Pflegecreme von Penaten enthält zudem Butylhydroxytoluol (BHT). Dieser Inhaltsstoff dient in Pflegeprodukten zur Konservierung. Er kann jedoch Verbindungen bilden, die krebsauslösend wirken sollen. Auch kann sich BHT im menschlichen Fettgewebe anreichern und so Allergien auslösen. Wie der Hersteller Johnson & Johnson mitteilte, hat er die Zutat nach eigenen Angaben mittlerweile aus der Rezeptur genommen.

Babycremes im Öko-Test: Umweltschädliche Inhaltsstoffe in Kosmetika

Auch bedenkliche Stoffe für die Umwelt konnten die Produkttester von Öko-Test nachweisen. So enthalten die Creme „Nivea Baby Soft Pflege-Creme“ von Beiersdorf und „Beauty Baby Gesichts- und Körpercreme Sensitiv“ von Müller-Drogeriemarkt synthetische Polymere. Diese Kunststoffe gelten als umweltschädlich, denn sie bauen sich nur schwer ab.

Babycremes im Check: Das sind die Testsieger bei Öko-Test

Insgesamt 19 der 22 Babycremes schnitten im Test mit der Note „sehr gut“ ab. Eltern haben daher eine große Auswahl an unbedenklichen Cremes. Zu den Produkten, die laut Öko-Test ohne kritische Inhaltsstoffe wie Silikone, Paraffine und synthetische Polymere auskommen, gehören:

  • Alterra Baby Creme“ von Rossmann
  • Alverde Baby Pflegecreme“ von Dm
  • Alviana Baby Pflegecreme“ von Bonano
  • Blütezeit Babypflegecreme“ von Euco (Edeka/Netto)
  • Lavera Baby & Kinder Sensitiv Pflegecreme“ von Laverana
  • Mamia Baby Pflegecreme Sensitiv“ von Aldi Süd
  • Weleda Baby Calendula Pflegecreme" von Weleda
  • Babydream Pflegecreme“ von Rossmann
  • Babylove Pflegecreme Sensitive“ von Dm
  • Bevola Baby Zartcreme“ von Kaufland
  • Bübchen Pflege Creme Sensitiv“ von Bübchen
  • Hipp Babysanft Pflegecreme Sensitiv“ von Hipp

Die Produkttester von Öko-Test stellten zudem fest: Teuer ist nicht unbedingt besser. In jedem Preissegment waren gute Produkte vertreten. Die Preisspanne war dabei enorm: So kostete die günstigste Creme 60 Cent pro 75 Milliliter, die Teuerste kam auf 18 Euro für die gleiche Menge.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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