Eine Kundin schaut sich die Zutatenliste eines Lebensmittels an (Symbolbild).
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Verbraucher sollten die Zutatenliste aufmerksam lesen, denn nicht alle Zusatzstoffe sind unbedenklich (Symbolbild).

Allergien und Unverträglichkeiten

Lebensmittelzusatzstoffe: Diese E-Nummern sollten Sie unbedingt meiden

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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In vielen verarbeiteten Lebensmitteln stecken Zusatzstoffe. Doch obwohl die E-Nummern verschiedene hilfreiche Funktionen haben, gelten einige als ungesund. 

Bonn – Zusatzstoffe sind bei der Herstellung von Lebensmitteln sehr hilfreich: Sie verbessern nicht nur die Konsistenz und den Geschmack, sondern machen Nahrungsmittel auch länger haltbar. Doch Lebensmittelzusatzstoffe wie Konservierungsmittel, Säureregulatoren und Aromen stehen unter Verdacht, bei manchen Menschen Allergien und Krankheiten auszulösen. Welche Bedeutung die E-Nummern haben und welche Zusatzstoffe besser vermieden werden sollten*.

Zusatzstoffe in Lebensmitteln: Diese E-Nummern sollten Sie unbedingt meiden

Alle Lebensmittelzusatzstoffe, die in der Europäischen Union zugelassen sind, tragen eine E-Nummer. Hersteller müssen diese auf verarbeiteten und verpackten Produkten in der Zutatenliste angeben. Insgesamt sind hierzulande rund 330 verschiedene Zusatzstoffe erlaubt. Bei der Produktion der Nahrungsmittel erfüllen die Substanzen viele wichtige Funktionen. So verbessern sie die Konsistenz, machen Lebensmittel länger haltbar und steigern den Geschmack. Während laut der Verbraucherzentrale Hamburg rund die Hälfte der E-Nummern als unbedenklich gilt, stehen einige Zusatzstoffe unter Verdacht, Erkrankungen wie Allergien, Asthma oder Neurodermitis auszulösen.

Diese E-Nummern gibt es:

  • E 100-180: Farbstoffe
  • E 200-297: Konservierungsstoffe
  • E 300-385: Antioxidations- und Säuerungsmittel
  • E 400-495: Verdickungs- und Feuchthaltemittel
  • E 500-586: Säuerungsmittel
  • E 620-650: Geschmacksverstärker
  • E 950-1521: Süßstoffe

Zusatzstoffe in Lebensmitteln: Farbstoffe besser vermeiden

Laut Experten der Verbraucherzentrale Hamburg sollten vor allem Farbstoffe nur selten oder in geringem Maß verzehrt werden. So gibt es bei diesen Zusatzstoffen konkrete Hinweise auf gesundheitliche Beeinträchtigungen. Als bedenklich gelten Azorfarbstoffe (E102, E110, E122, E123, E124A, E129, E155), da sie bei Kindern Hyperaktivität bei Kindern begünstigen können. Der künstlich gelbe Farbstoff Tartrazin (E102) scheint zudem bei Menschen, die auf Aspirin und Benzoesäure empfindlich reagieren, ein hohes Allergiepotenzial zu haben. Auch Asthma- und Neurodermitis-Patienten sollten den Farbstoff meiden, da er mit Atemschwierigkeiten und Hautausschlägen in Verbindung gebracht wird.

Zusatzstoffe in Lebensmitteln:

Experten raten außerdem vom Verzehr des Farbstoffs Chinolingelb (E104) ab, da dieser als krebserregend gilt. Zu finden ist die E-Nummer beispielsweise in Götterspeise, Brausepulver, Kaugummi, Räucherfisch und Obstwein. Während der Farbstoff in Deutschland noch in geringen Mengen erlaubt ist, ist Chinolingelb in den USA, Japan und Norwegen bereits verboten.

Auch von Konservierungsstoffen wie Borsäure, dem Antioxidationsmittel Calcium-Dinatrium-EDTA (E385) sowie dem Verdickungsmittel „Konjak“ rät die Verbraucherzentrale ab. Das Antioxidationsmittel Calcium-Dinatrium-EDTA ist in der EU nur für Lebensmittel in Dosen, Glaskonserven, Margarine und gefrorenen Krebstieren zugelassen. Es verhindert, dass die Lebensmittel sich verfärben. *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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