Es sind ein Schreibtisch und mehrere Pflanzen zu sehen (Symbolbild).
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Pflanzen wirken sich positiv auf das Raumklima aus, können aber auch Allergien auslösen (Symbolbild).

Allergene und Schadstoffe

Detox für die Wohnung: Die besten Tipps für gesundes Wohnen

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Wer sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr wohlfühlt, für den könnte „Interior Detoxing“ die Lösung sein. Die Entgiftungskur für die Wohnung befreit den Wohnraum von möglichen Allergenen und Schadstoffen.

Mönchengladbach – Nicht nur für den Körper kann eine Entgiftungskur hin und wieder sinnvoll sein. Auch die eigenen vier Wände profitieren von einem „Detox“. Denn Umweltgifte, Allergene und Giftstoffe gelangen nicht nur über die Nahrung in den menschlichen Organismus, auch in der Wohnung lauern zahlreiche Krankmacher. Wer sich müde, abgespannt und gestresst fühlt, der sollte daher sein Zuhause regelmäßig von Schadstoffen befreien. Diese Tipps helfen dabei:

1. Detox für die Wohnung: Durch aufräumen und putzen die Wohnung entgiften

Für das Detoxing in den eigenen vier Wänden ist ein gründlicher Hausputz unerlässlich. Denn regelmäßiges Putzen und eine gute Haushaltshygiene können die Allergenbelastung in der Wohnung deutlich reduzieren. Während manche Bereiche weniger Zuwendung benötigen, brauchen andere Räume häufiger eine Reinigung. Vor allem Schimmel, Staub und Hausstaubmilben gelten laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) als schädlich für den Organismus und sind in einem gesunden Wohnumfeld nicht erwünscht.(Schimmelpilzallergie: So verhindern Sie Schimmel in Waschmaschine und Trockner)

Folgende Tipps helfen, die Wohnung möglichst allergenfrei zu halten:

  • Regelmäßiges Staubwischen verhindert, dass sich Hausstaubmilben und Pollen ungehindert ausbreiten.
  • Bettbezüge sollten etwa alle ein bis zwei Wochen ausgewechselt und gewaschen werden.
  • Auch Kissen und Decken müssen mehrmals im Jahr gereinigt werden, Vorhänge mindestens einmal pro Jahr.
  • Hausstauballergiker sollten beim Staubsaugen einen für Allergiker geeigneten Filter verwenden. Ein sogenannter HEPA-Filter verhindert, dass sich die Hausstaubmilbenallergene in der ganzen Wohnung verteilen.

2. Detox für die Wohnung: Natürliche und allergenfreie Materialien wählen

Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, der sollte auch bei der Einrichtung auf möglichst natürliche Materialien setzen. Naturbelassene Möbeln, Teppiche und Textilien haben nicht nur eine beruhigende Wirkung aufs Auge, sondern sind meist auch weniger mit Schadstoffen belastet. Produkte aus Aluminium oder Plastik sind dagegen weniger geeignet, da sie häufig giftige Weichmacher enthalten und zudem der Umwelt schaden. (Allergenfreies Kinderzimmer: So schützen Sie Ihr Kind vor bedenklichen Schadstoffen in der Wohnung)

Auch bei Textilien wie Bettwäsche, Decken und Kissen sollte man am besten zu natürlichen Stoffen greifen. Diese sind meist hautfreundlicher. Für Hausstauballergiker eignen sich zudem spezielle Matratzenbezüge, sogenannte Encasings, die milbenundurchlässig sind.

3. Detox für die Wohnung: Körper und Geist entspannen

Auch beim Dekorieren und Einrichten gilt: Was gut für die Seele ist, ist auch gesund für den Körper. So profitieren nicht nur Auge und Geist von einer ordentlichen Wohnung, auch für allergiegeplagte Menschen ist ein minimalistischer Einrichtungsstil von Vorteil. Wer an einer Allergie gegen Hausstaubmilben leidet, sollte daher unnötige Staubfänger aus der Wohnung verbannen. Auch Teppiche, Vorhänge, Deko-Kissen und offene Bücherregale gehören nicht zur Einrichtung von Allergikern - besser sind Jalousien und Polstermöbel mit Lederbezügen.

4. Detox für die Wohnung: Frische Luft durch Zimmerpflanzen

Pflanzen und Blumen machen die Wohnung behaglich und sorgen zudem für ein gesundes Raumklima. So filtern Zimmerpflanzen schädliche Stoffe aus der Luft. Durch den hohen Flüssigkeitsverbrauch und die natürliche Verdunstung reichern Pflanzen die Raumluft außerdem mit Feuchtigkeit an, befeuchten die Atemwege und machen sie so weniger anfällig für Allergene wie Pollen und Staub.

Doch Pflanzen können auch der Auslöser für allergische Reaktionen auf der Haut und an den Atemwegen sein. Wenn in der Wohnung immer wieder die Augen jucken, die Nase läuft oder Hautreizungen auftreten, sind möglicherweise bestimmte Zimmerpflanzen dafür verantwortlich. Zu den häufigen Auslösern zählen dabei blühende Zimmerpflanzen und Schnittblumen wie Tulpen oder Primeln, aber auch Korbblüter wie Chrysanthemen, Kamille, Gänseblümchen, Margeriten, Sonnenblumen. (Allergie gegen Zimmerpflanzen: Diese Gewächse können allergische Reaktionen auslösen)

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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