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Die richtige Weihnachtsdeko: Tipps für eine entspannte Adventszeit – trotz Allergie und Asthma

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Von: Laura Knops

Eine Frau dekoriert einen Weihnachtsbaum (Symbolbild).
Allergieauslöser in Weihnachtsdekoration: Duftkerzen, Schimmelpilze und chemische Stoffe können den Körper belasten (Symbolbild). © imago images / agefotostock

In der Weihnachtsdekoration können sich viele gesundheitsgefährdende Substanzen und Allergieauslöser verstecken. Was Allergiker und Asthmatiker in der Adventszeit beachten müssen.

Hannover – Ein geschmückter Tannenbaum, weihnachtliche Düfte und gemütliches Kerzenlicht gehören für viele zur Weihnachtszeit. Doch in der festlichen Weihnachtsdekoration lauern gesundheitsgefährdende Stoffe und Allergieauslöser. Wer unter einer Allergie oder Asthma leidet, sollte daher ein paar Vorkehrungen treffen.

Weihnachtsdekoration für Allergiker und Asthmatiker: Dekoration gründlich entstauben

Bevor die Weihnachtsdekoration aus dem Keller oder Dachboden ihren Weg in die Wohnung findet, sollte sie von Staub, Schmutz und Schimmelpilzsporen befreit werden. Denn auch wenn Weihnachtskugeln, Gestecke und andere Dekoartikel meist sorgfältig in Aufbewahrungsboxen gelagert werden, kann sich Staub darin festsetzen. Auf dem Müll landen muss sie deswegen nicht – meist reicht schon eine gründliche Reinigung aus. Allergiker sollten das allerdings nicht selbst tun, sondern dazu jemanden, der keine Allergie hat, um Hilfe bitten, rät die Deutsche Lungenstiftung.

Weihnachtsdekoration für Allergiker und Asthmatiker: Künstlicher oder echter Weihnachtsbaum?

Egal ob künstlich oder echt, auch der Weihnachtsbaum kann zu gesundheitlichen Beschwerden führen. So können Tannenbäume ätherische Öle ausdünsten, aber auch Pollen und Hausstaubmilben in die Wohnung bringen. Doch nicht nur der Baum selbst ist das Problem: Ebenfalls können Schimmelpilze, Pestizide und Giftstoffe allergische Reaktionen bei empfindlichen Menschen auslösen. Befinden sich Schimmelpilze in einem Gewächs, vermehren sich diese bei den warmen Zimmertemperaturen besonders stark – schon nach zwei Wochen kann die Innenraumbelastung so um das Zehnfache ansteigen. Gelangen die Sporen an die Schleimhäute, kann das zu Kopfschmerzen und Atemwegsbeschwerden führen.

Um die Allergenmenge zu verringern, rät die Deutsche Lungenstiftung, den Baum vor dem Aufstellen gründlich zu schütteln beziehungsweise die Allergene mit einem Laubbläser zu entfernen. Ein künstlicher Baum ist für Allergiker dagegen meist keine gute Wahl. Denn auch wenn künstliche Christbäume keine Nadeln verlieren, enthalten die Plastikbäume oft Chemikalien, die für Allergiker und Asthmatiker ebenfalls problematisch sind.

Weihnachtsdekoration für Allergiker und Asthmatiker: Duftkerzen sind tabu

In der Adventszeit sind Duftkerzen, Räucherstäbchen und spezielle Duftöle besonders beliebt. Allerdings können die künstlichen Düfte nicht nur die Atemwege und Schleimhäute reizen, sondern wirken häufig auch allergieauslösend. So gelangen durch Kerzen Ruß und Lösungsmittel in die Luft. Diese Substanzen können zu Kopfschmerzen, Hautausschlag und Asthmaanfällen führen. Empfindliche Menschen wie Allergiker und Asthmatiker sollten daher laut der Deutschen Lungenstiftung auf weihnachtliche Duftmischungen verzichten. Den typischen Tannenduft können Allergiker allerdings auch durch andere weihnachtliche Düfte ersetzen, wie 24garten.de berichtet*.

Weihnachtsdekoration für Allergiker und Asthmatiker: Chemikalien im Chrtistbaumschmuck

Weihnachtskugeln, Anhänger und Lametta schmücken den Weihnachtsbaum festlich. Doch Vorsicht: Wer es etwas ausgefallener mag, sollte sich bei der Deko zurückhalten. Denn Kunstschnee, Gold- und Silberspray, Deko-Effektflitter und Metallic-Pasten sind für Menschen mit Allergien oder Asthma tabu. So enthalten die Dekoartikel häufig chemische Stoffe, die Haut, Schleimhäute und Lungen reizen können.

Wie gefährlich manche Dekoartikel sind, erklärt Silvia Pleschka, Chemikerin beim Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB): „Stanniol-Lametta hängt nur deshalb so gut, weil es Blei und damit ein gesundheitsschädliches Schwermetall enthält.“ Vor allem Kinder unter drei Jahren reagierten laut der Expertin auf Blei empfindlich mit Husten, Hautausschläge und Kopfschmerzen. Als Alternative für den Weihnachtsschmuck bieten sich Sterne oder Kugeln aus Papier, Stroh, Holz oder Glas an. *24garten.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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