Mund-Nasen-Schutz

FFP2-Masken zum Schutz vor Corona: Was sind die Unterschiede zu Alltagsmasken aus Stoff?

  • Laura Knops
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FFP2-Masken bieten einen besseren Schutz vor dem Coronavirus als medizinische Masken und Stoffmasken. In Bayern wird das Tragen des speziellen Mund-Nasen-Schutzes nun in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Was sind die Vorteile dieser Masken?

Bonn – Die Schutzwirkung spezieller FFP2-Masken ist gegenüber normalen Alltagsmasken, die man sich auch selbst nähen kann, deutlich überlegen. Das Bundesland Bayern macht das Tragen dieser Masken nun ab Montag, den 18. Januar, in öffentlichen Räumen wie Geschäften, Bus und Bahn zur Pflicht*, wie merkur.de berichtet. Alles was Sie zu den FFP2-Masken wissen müssen, erfahren Sie hier.

FFP2-Masken zum Schutz gegen Corona: Was sind überhaupt FFP2-Masken?

Bei den Schutzmasken handelt es sich um partikelfiltrierende Halbmasken. Ursprünglich sind die FFP2-Masken aus dem Handwerk bekannt. So schützen sich viele Arbeiter mit dem Mund-Nasen-Schutz davor, Staub oder andere giftige Stoffe einzuatmen.

Die Abkürzung FFP (Filtering Face Piece) stammt aus dem Englischen. FFP-Masken werden in drei Kategorien eingeteilt - 1 bis 3. Die unterschiedliche Bezeichnung geht darauf zurück, wie viele Aerosole die Masken filtern können. „FFP2-Masken müssen mindestens 94 Prozent und FFP3-Masken mindestens 99 Prozent der Testaerosole filtern“, erklärt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

FFP2-Masken zum Schutz gegen Corona: Was sind die Unterschiede zu Stoffmasken?

Anders als normale Masken, schützen FFP2-Masken nicht nur andere Menschen besser vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Auch der Maskenträger wird besser vor den Viren geschützt. Bei korrekt sitzenden FFP2-Masken würden beide Seiten vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen geschützt, erklärt das BfArM.

Wie die Gesellschaft für Aerosolforschung erläutert, halten einfache Mund-Nasen-Bedeckungen kleinere Partikel nicht so gut ab. Daher seien sie für den Selbstschutz nicht geeignet. Zudem gibt es für die einfache Mund-Nasen-Bedeckung keine Norm und keine wissenschaftlich nachgewiesene Schutzfunktion. Dennoch gehen Experten davon aus, dass auch diese Masken einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten.

Wichtig zu wissen ist außerdem: Haben die FFP2-Masken ein Ventil, wird die ausgeatmete Luft nicht so gut gefiltert. Somit ist der Schutz für andere Menschen gering - entsprechend erfüllen die Masken dann nicht wirklich ihren Zweck, der ja auch daran liegt, andere Menschen vor einer möglichen Ansteckung zu schützen.

FFP2-Masken zum Schutz gegen Corona: Was sind die Masken erhältlich?

FFP2-Masken werden in Drogerien, Apotheken und Online verkauft. Menschen über 60 Jahren, Risikoschwangere oder chronisch Kranke erhalten derzeit eine bestimmte Anzahl FFP2-Masken günstiger in der Apotheke. Die gesetzlichen Krankenkassen verschicken dafür Gutscheine: Für einen Sechserpack muss man dann nur zwei Euro zuzahlen.

Experten raten, zunächst einmal nur eine Packung FFP2-Masken auszuprobieren. Im Unterschied zu einfachen Stoffmasken liegen diese wesentlich fester an. Manchmal werden sie als unangenehm empfunden. Beim Kauf sollte man auf das CE-Kennzeichen und eine vierstellige Nummer achten, die Rückschlüsse auf das Prüf-Institut zulässt. Zudem gelangen immer wieder gefälschte Produkte auf den Markt, wie Stiftung Warentest warnt.

FFP2-Masken zum Schutz gegen Corona: Wie lange dürfen FFP2-Masken getragen werden?

Während die Mund-Nasen-Bedeckungen aus Stoff gewaschen und wiederverwendet werden können, sind FFP2-Masken laut dem BfArM vom Hersteller als Einmalprodukte vorgesehen. Der Tüv Nord weist darauf hin, dass das Schutzniveau sinkt, wenn sie gewaschen werden. Diese Masken könnten einen Tag lang getragen werden - dann sollten sie in den Müll.

Forscher der Fachhochschule (FH) Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster schreiben indes, dass sich FFP2-Masken bis zu fünf Mal aufbereiten lassen: Je nach Beschaffenheit der Maske bei 80 Grad Ober- und Unterhitze für eine Stunde im Ofen, oder indem man sie eine Woche lang an einem Haken im Raum trocknen lässt. Aus verschiedenen Gründen nicht geeignet zur Wiederaufbereitung seien Kochtopf, Mikrowelle, Waschmaschine, Spülmaschine und UV-Lampe. (Mit Material der dpa) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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