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Gesunde Augen im Homeoffice: Augenärzte warnen vor provisorischer Arbeitsumgebung

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Von: Christine Pander

Die Augen sind beim Arbeiten im provisorischen Büro zu Hause besonders gefordert. Oft sind die Bedingungen schlechter als am regulären Arbeitsplatz.

Heidelberg – Augenärzte der Stiftung Auge schlagen Alarm: Immer häufiger strömen Patienten in die Arztpraxen, weil sie über Probleme mit den Augen klagen. Diese Beschwerden seien die „Kehrseite der digitalen Arbeitswelt“, sagte der Chef der Uni-Augenklinik Mainz, Norbert Pfeiffer, anlässlich einer Online-Pressekonferenz der Stiftung Auge der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG). Pfeiffer ist Vorstandsmitglied der Münchner Stiftung der 1857 in Heidelberg gegründeten DOG.

Gesunde Augen im Homeoffice: Arbeitsstättenverordnung nicht umsetzbar

Arbeiten am Küchentisch äußert sich nicht nur häufig mit Rückenschmerzen oder Verspannungen. Unpassende Lichtverhältnisse und das Arbeiten an kleinen Bildschirmen wie etwa am Laptop oder Handy sowie eine höhere Verweildauer vor den Bildschirmen sei der Anlass für vielfältige Klagen, sagte Pfeiffer.

Während die Arbeit im regulären Büro unterbrochen wird durch Aufstehen, Umhergehen, Abheften, Holen von Gegenständen und Gespräche mit den Kollegen und der Blick schweifen muss und darf, fehlt all das im Homeoffice.“ Die Zustände im heimischen Büro wären hinsichtlich der Arbeitsstättenverordnung nicht ausreichend.

Gesunde Augen im Homeoffice: Pausen helfen, die Hornhaut gesund zu halten

Pausen vom Starren auf den Monitor seien auch wichtig, um die Hornhaut gesund zu halten. „Wenn man vor dem Computer sitzt, blinzelt man nur halb so viel wie sonst“, sagte Pfeiffer. Die Augenbewegung rege die Tränenflüssigkeit an, die die Hornhaut mit Fett, Proteinen und Schleim versorge. Werde die Hornhaut nicht genügend umspült, werde sie rau und empfindlich, verursache Sehstörungen, Kopfschmerzen und das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben.

Daran erkennen Sie, ob Sie zu lange in den Bildschirm schauen:

Wer am Monitor zu wenig Pausen macht und ständig in den Laptop- oder Handy-Bildschirm schaut, riskiert eine Kurzsichtigkeit. Augenprobleme können also auch hausgemacht sein. „Unsere Augen stellen sich auf die kurze Distanz ein“, erklärte Pfeiffer. Das habe Nachteile für die Betroffenen. „Bei ihnen sind die gefährlichen Erkrankungen Netzhautablösung, Glaukom und altersabhängige Makuladegeneration deutlich erhöht, im Gegensatz zu Normalsichtigen.“ (mit Material von dpa).

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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