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Hunde-Streicheln reduziert Stress: US-Studie zeigt erstaunliche Erfolge

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Von: Christine Pander

Eine junge Frau hat einen Hundewelpen mit weißem Fell auf dem Schoß und streichelt ihn (Symbolbild)

Beim Streicheln werden Stresshormone abgebaut (Symbolbild) © Mint Images/Imago

Stress in der Schule oder an der Uni? Dagegen haben US-Forscher ein Mittel entdeckt: Hunde-Streicheln. Regelmäßiger Kontakt zu den Vierbeinern soll sogar effektiver als andere Methoden sein.

Washington – Hunde streicheln macht viele Menschen nicht nur glücklich, sondern offenbar auch entspannter und lernfähiger: Schon nach wenigen Minuten sind, Forschern der Washington State University (WUS) zufolge, Effekte messbar. Im Experiment haben Wissenschaftler um Professor Patricia Pendry von der Abteilung für menschliche Entwicklung der WSU nachgewiesen, dass das Streicheln von Hunden effektiver gegen Anspannung hilft als herkömmliche Anti-Stress-Maßnahmen. Die Ergebnisse wurden nun im Fachmagazin AERA Open veröffentlicht.

Hunde streicheln reduziert Stress: Schon zehn Minuten täglich reichen

Bereits in einer früheren Studie hatte Professorin Patricia Pendry gezeigt, dass schon nach zehn Minuten des Hunde-Streichel-Ereignisses das Level des Stresshormons Cortison beim Menschen sinkt. Und sie wollte noch mehr über positive Effekte wissen. Für die aktuelle Erhebung teilte sie Studierende in zwei Gruppen: Eine Gruppe lernte mit speziellen Therapiehunden, die sie in einem vierwöchigen Programm täglich für zehn Minuten streichelten.

Die anderen Studierenden wurden mit herkömmlichen Maßnahmen gegen Stress unterstützt. Dazu gehörten beispielsweise Workshops zu Zeitmanagement, Zielfokussierung und Bewältigungsstrategien bei Ängsten. Fazit: Diese traditionellen Anti-Stress-Programme brachten weit weniger Erfolg als die tägliche Zeit mit den Therapiehunden.

Hunde streicheln reduziert Stress: Bessere Konzentration, messbare Lernerfolge

Die gestressten College-Studenten der Studie, die regelmäßig einen Hund streichelten, beruhigten sich den Ergebnissen zufolge am schnellsten und zeigten auch bessere Lernerfolge als alle anderen Teilnehmer. Die Wirkung war auch nicht nur kurzzeitig sichtbar, sondern noch sechs Wochen, nachdem die Studierenden den Therapiehund gestreichelt hatten.

Auch ihre Fähigkeiten zu denken, sich zu konzentrieren und zu planen waren messbar besser. Die Professorin zieht das Fazit: Gerade Studierende mit den massivsten Problemen hätten dank der Therapiehunde am Ende die größten Fortschritte gemacht.

Wer momentan aber vielleicht keinen Hund zum Stressabbau parat hat, kann es vielleicht auch mit diesen Tipps versuchen:

Auch wenn der Kontakt zu Tieren viele positiven Effekte haben kann:* Wenn Sie sich dauerhaft gestresst fühlen, sollten Sie Rat bei Ihrem Hausarzt oder der Hausärztin suchen. Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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