Eine Frau fasst sich mit den Händen an das schmerzende Knie (Symbolbild)
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Eine Kniearthrose beginnt meist mit stechenden Knieschmerzen (Symbolbild)

In Bewegung bleiben

Kniearthrose verhindern: So bleiben die Gelenke fit und in Form

  • Jasmina Deshmeh
    vonJasmina Deshmeh
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Wenn sich das Knie steif anfühlt und bei Bewegung schmerzt, kann eine Arthrose dahinterstecken. Betroffene können selbst aber viel dafür tun, dass die Erkrankung nicht weiter voranschreitet.

Berlin – Meist beginnt sie mit stechenden Knieschmerzen, die zunächst nur bei Belastung auftreten. Im späteren Verlauf können auch Schmerzmittel und Bewegung nicht mehr helfen. Dann kommt möglicherweise ein künstliches Kniegelenk infrage. Was Betroffene zur Kniearthrose wissen müssen und warum eine frühe Prävention wichtig ist.

Kniearthrose vorbeugen: Wie entsteht sie?

Das Kniegelenk bildet die Verbindung zwischen Ober- und Unterschenkelknochen, wobei die Knochenenden und die Innenseite der Kniescheibe mit Knorpel überzogen sind. Normalerweise ist der Knorpel glatt und ermöglicht dadurch eine reibungsarme Bewegung der Gelenks. Weicht dieser jedoch auf, wird rissig und dünn - zum Beispiel durch falsche Belastung oder zunehmendes Alter - entsteht eine Arthrose. Sie kann sowohl an der Innenseite, als auch an der Außenseite des Kniegelenks oder unter der Kniescheibe auftreten.

Dass sich der Knorpel des Kniegelenks im Laufe des Lebens abnutzt, ist normal. Bestimmte Risikofaktoren können diesen Prozess aber verstärken. Dazu zählen laut dem Gesundheitsportal gesund.bund des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG):

Manche Menschen gehen davon aus, dass Bewegung die Kniegelenke strapaziert und den Verschleiß vorantreibt. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Bewegungsmangel schwächt die Muskulatur. Durch regelmäßige Bewegung und den wechselnden Druck auf den Knorpel wird dieser außerdem mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt.

Kniearthrose vorbeugen: Wie lässt sich der Gelenkverschleiß verhindern?

Um einer Arthrose im Knie vorzubeugen, müssen die Ursachen der Krankheit gemieden werden. Dazu zählen neben knieschädigenden Tätigkeiten auch Gelenkfehlstellungen und Übergewicht. Neben einer gesunden Ernährung ist deshalb regelmäßige Bewegung wichtig, auch wenn schon Beschwerden aufgetreten sind. Eine Arthrose, die schon auf dem Röntgenbild sichtbar ist, aber noch keine Probleme verursacht, kann dadurch im besten Fall sogar beschwerdefrei bleiben.

Kniearthrose vorbeugen: So wird sie behandelt

Prinzipiell ist eine Kniearthrose nicht heilbar. Eine Behandlung der Krankheit hat deshalb in erster Linie das Ziel, die weitere Schädigung des Knorpels zu stoppen und die Beschwerden des Betroffenen zu lindern. Dazu eignen sich konservative Therapieverfahren wie Physiotherapie und die Einnahme von Schmerzmitteln oder auch operative Eingriffe zur Korrektur von Fehlstellungen oder zum Einsatz eines Gelenkersatzes.

Für den Therapie-Erfolg ist in jedem Fall die Mithilfe des Patienten gefragt. Sie reicht von Abnehmen, einer gesunden Lebensweise mit ausreichend Bewegung und gesunder Kost, bis zum Ausführen von Übungen zuhause, die in der Krankengymnastik vermittelt werden. Auch das Tragen von Einlagen oder speziellen Schuhen kann die Knie entlasten. Nach Angaben der Apotheken Umschau haben sich auch Akupunktur oder durchblutungsfördernde Anwendungen mit Strom, Wärme oder Kälte bei Kniearthrose bewährt. In vielen Fällen werden die Kosten dafür sogar von den Kassen erstattet. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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