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Öko-Test prüft Toastbrot: Vollkorntoast mit Mineralöl und Pestiziden belastet

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Von: Laura Knops

Es sind geschnittene Toastscheiben im Toaster zu sehen (Symbolbild).

Öko-Test hat verschiedene Toastbrote auf ihre Inhaltsstoffe untersucht (Symbolbild). © imago images / Panthermedia

Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat verschiedene Toastbrote auf ihre Inhaltsstoffe untersucht. Das Urteil der Tester: mehr als die Hälfte konnte überzeugen. In einigen Broten fanden die Experten jedoch bedenkliche Pestizide und Mineralölrückstände.

Frankfurt am Main – Egal ob zum Frühstück oder als Snack zwischendurch: Toastbrot gehört in Deutschland zu den beliebtesten Broten im Sortiment. Als besonders gesund gilt Toastbrot jedoch nicht. Denn auch wenn in Vollkorntoast etwas mehr Nährstoffe stecken als in Buttertoast, enthält das Brot neben Mehl und Fett meist auch eine Menge Zucker, Milch und verschiedene Zusatzstoffe. Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat nun 20 Toastbrote auf Geschmack und Inhaltsstoffe untersucht. Unter den getesteten Produkten befanden sich neben bekannten Marken wie Golden Toast auch Produkte von Discountern wie Aldi, Penny und Lidl.

Mineralöl und Schimmelpilzgifte in Toastbrot: Nur wenige Produkte können im Öko-Test überzeugen

Insgesamt 20 Toastbrote haben die Öko-Test-Experten auf ihren Geschmack sowie auf gesundheitsschädliche Substanzen wie Schimmelpilzgifte, Pestizide und Mineralöl-Rückstände analysiert. Alle getesteten Vollkorn-, Körner- und Dinkeltoastbrote konnten mit einem guten Geschmack punkten. Zudem überzeugten rund die Hälfte der Produkte auch mit gesunden Inhaltsstoffen.

Vier Mal vergab das Verbrauchermagazin die Note „gut“ - acht Produkte erhielten die Bestnote „sehr gut“, wie auch merkur.de berichtet*. Darunter:

Toastbrot im Öko-Test: Viele Brote mit Mineralöl belastet

Doch nicht alle Produkte konnten im Öko-Test überzeugen. So wies das Labor in einigen Toasts schädliche Schimmelpilzgifte und sogar Mineralöl nach – darunter auch Produkte aus dem Biosegment. Die Analyse zeigt: Acht der getesteten Brote sind Mineralöl belastet. Im „Backhaus Bioland Vollkorn Toast“ und dem „Ammerländer Bio Vollkorn Sandwich“ ist die Menge der Mineralölrückstände sogar so groß, dass diese im Test durchfallen. Mineralölbestandteile (MOSH) und Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) können sich im Körper anreichern und krebserregend wirken.

Zwei Marken enthielten zudem, mit mehr als 1,2 Gramm pro 100 Gramm Toast, zu viel Salz. Beim „Herzberger Bio 100 % Vollkorn Toastbrot“ und dem „Ammerländer Bio Vollkorn Sandwich“ bemängelten die Experten den hohen Salzgehalt. Im „Goldblume Vollkorntoast“ von Norma und im „Golden Toast Körner Harmonie Toast“ von Lieken wies Öko-Test darüber hinaus Pestizide wie Deltamethrin nach. Diese gelten in geringen Mengen zwar als ungefährlich für den Menschen, im Getreideanbau gefährdet der Schadstoff jedoch das Leben von Bienen.

Toastbrot im Öko-Test: Krebserregendes Acrylamid in Lebensmitteln

Aufpassen sollten Verbraucher auch bei der Zubereitung der Toastbrote: Wird das Brot zu lange geröstet, kann sich der Schadstoff Acrylamid bilden. Dieser steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Um den Acrylamidgehalt in den untersuchten Toastbroten zu bestimmen, hat Öko-Test alle Produkte bei mittlerer Stufe geröstet. Während die Experten in den meisten Toastbroten kein oder nur geringe Rückstände des Schadstoffs nachweisen konnten, wiesen die Toastbrote der Rewe-Hausmarke „Ja“ und Penny allerdings vergleichsweise hohe Werte auf. *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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