Es ist Rapsöl auf einem Tisch zu sehen (Symbolbild).
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Rapsöl wird besonders häufig in deutschen Küchen verwendet (Symbolbild).

Viele enthalten Mineralöl

Öko-Test prüft Rapsöl: Drei Produkte enthalten Mineralöl und krebserregende Inhaltsstoffe

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Öko-Test hat 23 pflanzliche Rapsöle auf schädliche Inhaltsstoffe geprüft. Von drei Produkten raten die Tester wegen Mineralöl und krebserregender Inhaltsstoffe ab.

Frankfurt/Main – Rapsöl gehört zu den Allroundern in der Küche – Egal ob beim Anbraten von Speisen, als Dressing auf dem Salat oder beim Backen, das pflanzliche Öl kann vielfältig eingesetzt werden. Zudem gilt Rapsöl als besonders gesund. So enthält das Pflanzenöl viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie wichtige Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren. Doch worauf sollten Verbraucher beim Kauf von Rapsöl achten? Öko-Test hat nun 23 Rapsöle auf problematische Inhaltsstoffe untersucht.

Rapsöl im Öko-Test: Krebserregende Stoffe in Nahrungsmitteln

Insgesamt elf raffinierte und zwölf kalt gepresste Öle haben die Experten analysiert. Dabei legten sie besonderen Wert auf die Fettqualität und die Anwesenheit möglicher Schadstoffe wie Mineralöl. Für Mineralöl gibt es bisher keine gesetzliche Obergrenze, nur einen verbindlichen Orientierungswert. Dieser liegt laut den Testern des Verbrauchermagazins jedoch ziemlich hoch. Der Grund: Mineralöl ist ein Fremdstoff, der sich im menschlichen Körper anreichert. Welche Wirkung er auf die Gesundheit hat, ist bislang noch nicht vollständig geklärt.

Zudem untersuchte Öko-Test die Pflanzenöle auf den Gehalt von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Diese gelten als krebserregend. Neben den Inhaltsstoffen wurden auch der Geschmack und Geruch der Rapsöle mit in die Bewertung einbezogen. Auch hier konnten nicht alle Öle dem Test standhalten. (Konservierungs- und Duftstoffe in Nachtcreme: Jede vierte Marke fällt im Öko-Test durch)

Rapsöl im Öko-Test: Diese Produkte fallen im Test durch

Viele Rapsöle enthalten Schadstoffe: Acht der getesteten Produkte waren stark mit Mineralöl belastet, ein Öl sogar sehr stark. Lediglich fünf der Rapsöle waren frei von den schädlichen Zusatzstoffen*, wie auch ruhr24.de berichtet. Besonders schlecht schnitt das „Thomy Reines Rapsöl“ von Nestlé ab. Das Urteil der Tester fiel daher sehr negativ aus: Es bekam die Note „ungenügend“.

Neben dem Öl von Thomy konnte das Labor auch im „Alnatura Rapsöl nativ“ von Alnatura stark erhöht eingestufte Gehalte an als krebserregend eingestuften polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) nachweisen, darunter die besonders problematische Verbindung Benzo(a)­pyren. PAK entstehen laut Öko-Test bei der unvollständigen Verbrennung organischen Materials und können unter anderem über Abgase oder Reifenabrieb in die Nahrungskette gelangen. Abzüge gab es auch für das „Rapunzel Rapsöl mild, gedämpft“ von Rapunzel, dass im Geschmackstest durchfiel. (Kontaktallergien: Auch Sensitiv-Produkte können Allergien auslösen)

Rapsöl im Öko-Test: Pflanzliches Öl gilt als besonders gesund

Die gute Nachricht: In keinem der getesteten Rapsöle konnten die Experten des Verbrauchermagazins Öko-Test gefährliche Pestizide, Fettschadstoffe oder Weichmacher feststellen. Auch waren die Öle laut den Testern weder verdorben noch zusammengepanscht. Drei der getesteten Rapsöle schnitten laut Öko-Test mit der Note „sehr gut“ ab, acht bewerteten die Tester als „gut“.

Zu den Testsiegern gehören laut Öko-Test:

  • „Moritz Raps Kernöl kaltgepresst, nativ“ von Kleeschulte (7,58 Euro pro Liter)
  • „Ja! Reines Rapsöl“ von Rewe (0,96 Euro pro Liter)
  • „Feinkost Rapsöl“ von Kunella (2,58 Euro pro Liter)

Rapsöl im Öko-Test: Pflanzliches Öl gilt als besonders gesund

Rapsöl gehört ebenso wie Kokos-, Sonnenblumen- und Olivenöl zu den pflanzlichen Ölen. Während das Olivenöl gemeinhin als das gesündeste Öl gilt, steht Rapsöl ihm in nichts nach. Doch auch beim Rapsöl gibt es Unterschiede. So können Verbraucher zwischen kalt gepressten und raffinierten Ölen wählen. Der Unterschied: Kalt gepresste Rapsöle werden ohne Wärmezufuhr gewonnen, raffinierte Öle durchlaufen dagegen einen physikalischen und chemischen Prozess. Unerwünschte Schadstoffe wie Pestizide oder Schwermetalle gehen dabei verloren. Raffinierte Rapsöle sind zudem leichter im Geschmack, enthalten aber trotzdem viele wertvolle Fettsäuren. (Concealer im Öko-Test: Mehr als die Hälfte fällt wegen kritischer Inhaltsstoffe durch)*ruhr24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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