Pollenflug-Vorhersagen mit Kalender

Pollenflugkalender: Vorhersagen bei Heuschnupfen und Pollenallergie – Welche Pollen wann blühen

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Wann blühen welche Pollen? Der Pollenflug-Kalender enthält wichtige Informationen für Allergiker.

  • Mit dem Frühling beginnt jedes Jahr wieder der Pollenflug und damit für viele Betroffene die Heuschnupfen-Saison.
  • Der Pollenflug-Kalender gibt eine Übersicht über die typischen Pollenflugzeiten unterschiedlicher Pflanzenarten.
  • Tagesaktuelle Daten können Allergiker über die Pollenflug-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes erhalten.

Berlin – Allergien können bei Betroffenen zu einem enormen Verlust der Lebensqualität im Alltag führen. Heuschnupfen ist dabei eine sehr häufig auftretende Allergie in der Bevölkerung, die erhebliche Symptome bei Pollen-Allergikern auslöst. Ein Pollenflug-Kalender bietet für die Patienten eine gute Vorhersage-Methode, wann welche Pollen in der Luft verbreitet werden. Davon ausgehend lässt sich in etwa vorhersehen, wie stark die Symptome im entsprechenden Zeitraum bei den Betroffenen sind.

Pollenflug-Kalender: Diese Symptome löst der Pollenflug aus und so entstehen sie

Ein Pollenflug-Kalender liefert Informationen zum Pollenflug, der bei Allergikern Heuschnupfen auslöst. Bei einer Pollenallergie verursachen verschiedene Gräser, Blütenpollen und Baumpollen Atemwegsprobleme. Häufige Symptome bei Heuschnupfen sind:

  • Niesen, laufende Nase und Schnupfen
  • Juckende und gerötete Augen
  • Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns oder zumindest deutlich vermindert
  • Asthma

Einige Betroffene von Heuschnupfen leiden zudem noch unter Kreuzallergien. Hiervon spricht man, wenn die Antikörper im menschlichen Organismus nicht nur gegen ein bestimmtes Allergen gerichtet sind, sondern gleichzeitig auch auf andere Allergene ansprechen. Der Patient reagiert daher auf verschiedene Pollenarten oder Lebensmittel allergisch, sodass vor allem hier ein umfangreicher Pollenflug-Kalender hilfreich sein kann. Ein typisches Beispiel beim Heuschnupfen ist die folgende Kreuzallergie:

  • Hasel
  • Erle
  • Eiche
  • Rotbuche
  • Esche
  • Sellerie/Beifuß
  • Hainbuche

Pollenflug-Kalender: Von diesen Faktoren ist der Pollenflug abhängig

Der Pollenflug, der im Pollenflug-Kalender zeitlich dargestellt ist, tritt vorwiegend im Frühjahr auf, wenn die Pflanzen zu blühen beginnen. Die Pollen, auch Blütenstaub genannt, bezeichnen den männlichen Teil der Blüte, der im Staubbeutel enthalten ist. Geraten die Pollenkörner auf den weiblichen Teil, die sogenannte Narbe, bleiben sie kleben und die Blüte ist bestäubt. Zur Befruchtung von Samenpflanzen ist dieser Vorgang unerlässlich. Verschiedene Faktoren beeinflussen den Pollenflug. Vor allem das Wetter regt die Bäume, Gräser und Blumen zum Wachsen und folglich auch zum Blühen an. Ist der Frühling zudem sehr trocken, zieht sich das Pollenaufkommen deutlich in die Länge. Starker Regen spült die Pollen aus der Luft und sorgt so für Linderung bei den Betroffenen.

Der Pollenflug ohne Blütezeit ist in vermindertem Umfang bis in den September möglich. Pollen der Pflanze Ambrosia sind dann noch vereinzelt vorhanden. Die Hauptsaison des Pollenflugs ist aber, wie sich auch am Pollenflug-Kalender ablesen lässt, zwischen März und Juli. Der Klimawandel verstärkt tendenziell den Pollenflug und streckt ihn über einen größeren Zeitraum. Die Pflanzen beginnen früher im Jahr zu blühen und halten diese Phase länger aufrecht. Zukünftig werden daher Allergiker noch länger mit den Symptomen zu kämpfen haben.

Der Pollenflug-Kalender: Welche Informationen er enthält

Der Pollenflug-Kalender ist ein Allergie-Kalender auf Basis des Pollenflugs. Er stellt dar, bezogen auf die jeweiligen Monate eines Jahres, welche Pflanzen blühen. Damit trifft er eine Aussage über das Pollenflugrisiko der jeweiligen Arten und kann Allergikern dementsprechend als hilfreicher Kalender zur Orientierung dienen. Die Saison des Pollenflug-Kalenders reicht von Februar bis Oktober. In diesem Zeitraum fliegen Pollen durch die Luft. Die stärkste Belastung liegt zwischen März und Mai. Allerdings hängt es stark davon ab, welche Pflanzenarten im Allergenkalender betrachtet werden. So erreichen beispielsweise Haselnusspollen und Erlenpollen ihren Höhepunkt im März. Birkenpollen haben dagegen erst im April Saison. Gräser sind noch später im Mai relevant. Heuschnupfen-Patienten haben daher die stärksten Symptome abhängig der Art, gegen die sie allergisch sind. 

Der Pollenflug-Kalender basiert auf den Daten der vergangenen Jahre und Jahrzehnte. Hier sind jahresabhängige Unterschiede in der Blütezeit nicht betrachtet. Hierfür gibt es die Pollenflug-Vorhersage, die auf aktuellen Messdaten beruht. Diese ist auch als App der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, dessen Vorsitz Karl-Christian Bergmann innehat, erhältlich. Auch der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) informiert über den Pollenflug.

Pollen-Kalender: Wie genau ist die Pollenflug-Vorhersage?

Die Pollenflug-Vorhersage ist ähnlich der Wettervorhersage, nur dass sie eine Prognose über den zu erwartenden Flug der Pollen abgibt. Eine der renommierten Pollenflug-Vorhersagen wird vom Deutschen Wetterdienst mit Zentrale in Offenbach am Main herausgebracht. Die DWD Pollenflug-Vorhersage sagt für einen Zeitraum von drei Tagen für verschiedene Allergene die Belastung in der Luft vorher.

Die Daten der Vorhersage beruhen auf Messstellen, an denen die Pollenbelastung gemessen wird. In Kombination mit der aktuellen Wetterprognose (Windrichtung, Regenwahrscheinlichkeit, Temperatur) und Beobachtungen der Pflanzen (Blütenbildung) sind die Vorhersagen heutzutage sehr genau. Hierbei ist allerdings zu erwähnen, dass für einen größeren Zeitraum als drei Tage im Voraus die Ungenauigkeit exponentiell steigt. In Kombination mit dem Pollenflug-Kalender haben Patienten hier eine gute kurzfristige und langfristige Orientierungshilfe, um sich auf Allergiesymptome einzustellen. Sie können abschätzen, wie stark die Symptome des Heuschnupfens in den kommenden Tagen ausfallen werden und dementsprechend ihren Alltag planen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Robert Günther/dpa

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