Es sind mehrere Tafeln Schokolade zu sehen (Symbolbild).
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Stiftung Warentest hat dunkle Schokolade auf ihren Geschmack und Schadstoffe untersucht (Symbolbild).

Mit Mineralöl belastet

Stiftung Warentest prüft Schokolade: Sechs Produkte fallen durch

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Stiftung Warentest hat 24 Tafeln Bitterschokoladen auf riskante Inhaltsstoffe untersucht. Insgesamt konnten viele Marken überzeugen – doch sechs Produkte fallen im Test durch. 

Berlin – Mehr Kakao, weniger Zucker: Dunkle Schokolade gilt als die gesündere Wahl, verglichen mit Vollmilchschokolade. Doch wie gesund ist Bitterschokolade wirklich? Stiftung Warentest hat nun 24 Schokoladen mit einem Kakaogehalt von 60 bis 75 Prozent getestet. Neben dem Geschmack kam es den Testern auch auf Textur und Inhaltsstoffe an.

Die gute Nachricht: Mehr als die Hälfte der Schokoladen konnten die Tester überzeugen, darunter teure Produkte der Marken Hachez und Lindt. Unter den 13 besten Bitterschokoladen fanden sich jedoch auch günstige Handelsmarken von Aldi, Lidl und Edeka. Zwei Produkte konnten die Tester allerdings nicht überzeugen. Sie erhielten die Note „ausreichend“.

Dunkle Schokolade bei Stiftung Warentest: Teuer ist nicht unbedingt besser

Testsieger ist die „Edle Bitter“ Schokolade von Hachez für 1,99 Euro – sie erhielt die Note „gut“. Auch die „Excellence Edelbitter mild“ von Lindt für 2,29 Euro konnte die Tester überzeugen. Zwei Discounterprodukten zählen ebenfalls zu den Siegern: Die Bitterschokolade „Moser Roth Edel Bitter“ von Aldi und die „J.D. Gross Ecuador“ von Lidl erhielten ebenfalls Bestnoten. Beide Produkte punkten zudem mit einem fairen Preis: Gerade einmal 84 Cent kosten die Schokoladen vom Discounter.

Dunkle Schokolade bei Stiftung Warentest: Jede vierte Schokolade fällt im Test durch

In sechs Bitterschokoladen konnten die Tester erhöhte Schadstoffkonzentrationen nachweisen*, wie auch merkur.de berichtet. Vier Marken waren mit Mineralölbestandteilen wie aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (Moah) belastet:

  • „Vietnam Edelbitter“ von Heilemann Confiserie - Note: „befriedigend“
  • „Feine Welt Madagaskar Edelbitter“ von Rewe - Note: „befriedigend“
  • „Edel Bitter“ von Zetti - Note: „befriedigend“
  • „Edelbitter Schokolade“ von Rotstern - Note: „ausreichend“

Moah gelten als potenziell krebserregend - und haben daher in Lebensmitteln wie Schokolade nichts zu suchen. Die Schokolade „Chocolate made in Africa Zartbitter“ von Fairafrica wies zudem gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (Mosh) auf, welche sich mit der Zeit in den Organen anreichern und diese erheblich schädigen können. Obwohl Stiftung Warentest die Mineralölbestandteile nicht als „akut schädigend“ einstuft, rät das Verbrauchermagazin, diese Schokolade nicht täglich zu „aufzutafeln“.

Die „Piura Ultra rare“ Schokolade von Original Beans hatte außerdem einen so hohen Kadmium-Gehalt wie keine andere der getesteten Schokoladen. Kadmium gehört zu den Schwermetallen, welche die Nieren schädigen können.

Dunkle Schokolade bei Stiftung Warentest: Wie gesund ist Bitterschokolade wirklich?

Wer sich gesund ernährt, muss nicht zwangsläufig auf Schokolade verzichten. Besser als süße Vollmilchschokolade sind jedoch Sorten mit einem hohen Kakaoanteil. Denn die Inhaltsstoffe in dunkler Schokolade lassen den Blutzuckerspiegel langsamer steigen und stillen das Appetitgefühl schneller. Zudem enthält Bitterschokolade deutlich weniger Zucker. „Dadurch kann bittere Schokolade das Risiko für Schlaganfälle verringern“, erklärt Ernährungsmediziner Johannes Georg Wechsler im Gespräch mit Stiftung Warentest. Wie bei allem sei jedoch auch hier das Maß entscheidend. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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