Es ist ein Teller Nudeln mit Tomatensoße und vegetarischem Hack zu sehen (Symbolbild).
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Vegetarisches und veganes Hack werden bei Verbrauchern immer beliebter (Symbolbild).

Gesund aber salzig

Vegetarisches und veganes Hackfleisch im Öko-Test: Fast alle Produkte sind mit Mineralöl belastet

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Fleischersatzprodukte sind nicht nur bei Veganern und Vegetariern beliebt. Doch nicht immer ist Hackfleisch aus Soja, Tofu und Co. bedenkenlos zu verzehren, wie eine aktuelle Untersuchung des Verbrauchermagazins Öko-Test zeigt. 

Frankfurt/Main – Egal ob den Tieren zuliebe, aus gesundheitlichen Gründen oder zum Schutz der Umwelt – Wer zu vegetarischen oder veganen Fleischersatzprodukten greift, erwartet nicht Schadstoffe, zu sich zu nehmen. Eine Untersuchung des Verbrauchermagazin Öko-Test zeigt nun jedoch: Fast alle der getesteten veganen Hackfleisch-Sorten sind mit Mineralöl verunreinigt. Zudem ist laut den Verbraucherexperten in den meisten Produkten deutlich zu viel Salz enthalten.

Vegetarisches Hackfleisch im Öko-Test: Fast alle Produkte sind mit Mineralöl belastet

Mehr als die Hälfte der 20 getesteten Hack-Sorten sind mit Mineralöl verunreinigt, viermal ist der Gehalt laut den Experten sogar „stark erhöht“. Darunter auch Produkte bekannter Marken wie Aldi Nord und Süd sowie Edeka. So konnten die Tester beim „Mein Veggie Tag The Wonder Hack, vegan“ von Aldi neben bedenklichen gesättigten Mineralölkohlewasserstoffen (MOSH) auch aromatische Mineralölkohlewasserstoffe (MOAH) nachweisen.

Mineralölbestandteile stehen im Verdacht, krebserregend zu sein, wie Öko-Test warnt. Zudem können sich die Substanzen in den Organen anreichern und diese schädigen. Dabei gelangen Mineralölrückstände häufig durch verunreinigte Speiseöle in die Produkte.

Folgende Fleischersatzprodukte fallen aufgrund von hohen Mineralölrückständen im Test durch:

  • „Mein Veggie Tag The Wonder Hack“ von Aldi (vegan)
  • „Viana ½ Pfund Veggie Hack Spicy“ von Tofutown (vegan)
  • „In den Spuren der Natur Vegi Gehacktes“ von Für Sie das Beste (vegan)

Vegetarisches Hackfleisch im Öko-Test: Schmackhafte Eiweißquelle

Kritik hagelte es zudem für die Verwendung von künstlichen und natürlichen Aromen in vielen veganen Hacksorten. Diese sind laut Öko-Test mehr als überflüssig.

Punktabzug gab es zudem für einen hohen Salzgehalt. Bei rund der Hälfte der Produkte lag dieser bei mehr als 1,1 Gramm pro 100 Gramm Hack. Das Urteil der Experten: Die meisten veganen Hacksorten enthalten deutlich zu viel Salz.

Folgende Hackfleisch-Produkte sind laut Öko-Test „mangelhaft“:

  • „Food for Future Veganes Hack“ von Penny wegen erhöhtem Salzgehalt, Mineralölbestandteilen und Aromen
  • „Green Couisine Vegetarisches Hack“ von Iglo wegen Mineralölbestandteilen
  • „No Meat Just Hack, Veganes Hack“ von Edeka wegen erhöhtem Salzgehalt, Mineralölbestandteilen und natürlichen Aromen

Vegetarisches Hackfleisch im Öko-Test: Schmackhafte Eiweißquelle

Die gute Nachricht: Die meisten der untersuchten Produkte können mit einem guten Geschmack überzeugen. Für lediglich zwei Hacksorten gab es beim Geschmack und Mundgefühl Punktabzug: Laut den Sensorik-Experten schmeckte das „K-Take it Veggie Bio Tofu Hack“ von Kaufland leicht alt, das „Pro La Terre Bio-Gehacktes“ von Sofine dagegen „deutlich brandig“.

Auch scheint der Fleischersatz eine geeignete Eiweißquelle zu bieten. So liefern alle Produkte im Öko-Test ordentlich Eiweiß. Zwischen neun und mehr als 30 Prozent Eiweiß ist im veganen Hack enthalten - tierisches Hackfleisch hat dagegen „nur“ 20 Prozent Eiweiß.

Vegetarisches Hackfleisch im Öko-Test: Diese Hackfleisch-Sorten sind „gut“

Nur vier der 20 getesteten Hack-Sorten sind frei von Schadstoffen. Diese können Verbraucher bedenkenlos essen*, wie auch Merkur.de berichtet.

Vier vegane Bio-Hack-Produkte konnten im Öko-Test mit der Note „gut“ überzeugen:

  • „ Like Meat Like Hack aus Soja“ von Like Meat (vegan)
  • „Tofu Hack“ von Lord Tofu (vegan)
  • „Quality Bio-Tofu-Hack“ von Real (vegan)
  • „Premium Seitan Veggie Hack“ von Bartyn (vegan)

*Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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