Ein Mann mit Mund-Nasen-Schutz desinfiziert sich die Hände (Symbolbild).
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Handhygiene ist in Zeiten der Corona-Pandemie besonders wichtig (Symbolbild).

Gereizte Haut und allergische Reaktionen

Regelmäßig Desinfizieren: Das sollten Verbraucher bei der Handhygiene beachten

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Hygienemaßnahmen helfen, sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Auch das regelmäßige Desinfizieren der Hände gehört dazu. Welche Produkte Verbraucher verwenden sollten und wie sie richtig angewendet werden.

Mönchengladbach – Eine sorgfältige Handhygiene ist in Zeiten der Corona-Pandemie besonders wichtig. So gehören regelmäßiges Waschen und Desinfizieren der Hände zu den wirkungsvollsten Schutz-Maßnahmen vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Da es bisher keine geeignete Therapie gegen das Virus gibt, ist eine wirkungsvolle Flächen- und Hautdesinfektion nicht nur in Kliniken, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wichtig. Doch welche Desinfektionsmittel sind nicht nur wirksam, sondern auch gut verträglich? Und wie wendet man die Mittel eigentlich richtig an?

Desinfektionsmittel zur Hand- und Flächendesinfektion: Diese Mittel sind geeignet

Für die desinfizierende Wirkung verantwortlich ist laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) eine hohe Konzentration von Ethanol-Alkohol. Laut Experten sind für die Desinfizierung von Oberflächen daher besonders Mittel mit einem hohen Ethanol-Anteil (70 bis 75 Prozent) geeignet. Auch Lösungen mit 0,5 Prozent Wasserstoffperoxid oder 0,1 Prozent Natriumhypochlorid sind wirksam. Neben der Wahl eines geeigneten Desinfektionsmittels spielt auch die richtige Anwendung zum Schutz vor Infektionen eine Rolle. Wichtig bei der Flächendesinfektion ist vor allem eine ausreichend lange Einwirkzeit. So sollten Verbraucher die Mittel mindestens eine Minute lang auf der Oberfläche einwirken lassen. (Handekzeme durch Händewaschen? Kinderhände besser desinfizieren und eincremen statt waschen)

Auch zur Handdesinfektion sind Mittel auf Basis von Ethanol, Wasserstoffperoxid oder Natriumhypochlorid geeignet. Obwohl die Mittel sehr wirksam sind, sind sie jedoch auch stark reizend für die Haut. Um den unangenehmen Geruch der Substanzen zu überdecken, werden vielen Desinfektionsmitteln zudem Duftstoffe zugesetzt. Diese Zusatzstoffe können die Haut zusätzlich schädigen. Mittel mit Natriumhypochlorid reizen darüber hinaus die Atemwege. Asthmatiker und Menschen mit hyperreagiblen Atemwegen müssen daher bei diesen Produkten besonders vorsichtig sein. (Checkliste bei Asthma bronchiale: 9 Faktoren, die das Asthma-Risiko beeinflussen können)

Desinfektionsmittel: Vorsicht bei empfindlicher Haut

Wenn möglich, sollten die Hände besser gewaschen als desinfiziert werden. Denn zu häufiges Desinfizieren reizt die Haut nicht nur, sondern schädigt die natürliche Hautbarriere. Unterwegs können Desinfektionsmittel jedoch aushelfen. Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) müssen Handdesinfektionsmittel auf die trockene Haut aufgetragen werden. Abspülen mit Wasser ist nicht notwendig. Um einen austrocknenden Effekt zu minimieren, ist nach der Reinigung eine Hautpflege oder Creme empfehlenswert. Pflegepräparate unterstützen die Regeneration der Haut. Gleiches gilt nach dem Händewaschen. (Hautschutz in Corona-Zeiten: Handekzemen mit 4 einfachen Regeln vorbeugen)

Menschen mit empfindlicher Haut oder Allergien sollten bei der Wahl des Desinfektionsmittels zudem darauf achten, dass das Produkt frei von Duft- und Zusatzstoffen ist. Kommen diese Substanzen mit der geschädigten Haut in Kontakt, kann es sonst möglicherweise zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen kommen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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