Es ist eine Lasagne in einem Alubehälter zu sehen (Symbolbild).
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Alufolie: Unbedenklich oder eine Gefahr für die Gesundheit? (Symbolbild).

Diese Lebensmittel nicht in Alufolie aufbewahren

Aluminium in Lebensmitteln: Wie gefährlich ist Alufolie für die Gesundheit?

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Aluminium ist als Verpackungsmaterial für Lebensmittel und Kosmetika, aber auch als Küchenhelfer im Haushalt sehr beliebt. Aufgrund der gesundheitlichen Risiken sollten Verbraucher jedoch lieber auf Alternativen zu Alufolie ausweichen. 

Düsseldorf – Verpackungsmaterial aus Aluminium ist nicht nur in der Industrie besonders beliebt. Auch im Haushalt wird Alufolie gerne zum Backen, Grillen oder Aufbewahren von Nahrungsmitteln verwendet. Ganz unbedenklich ist Aluminium allerdings nicht. Denn kommt das Material mit säure- oder salzhaltigen Lebensmitteln in Kontakt, können sich Ionen aus der Folie lösen. Gelangen diese über die Nahrung in den Körper, kann das Metall auf Dauer das Nervensystem, die Fruchtbarkeit und die Knochenentwicklung schädigen.

Alufolie: Wie giftig ist das Verpackungsmaterial?

Aluminium steckt nicht nur in Medikamenten und Kosmetika wie Deo, Creme und Zahnpasta. Das gesundheitsschädliche Metall ist ebenfalls in vielen Lebensmitteln wie Tee, Kaffee oder Schokolade zu finden. Werden Gemüse, Getreide und Säften in aluminiumbeschichteten Behältern aufbewahrt, lässt sich auch in diesen Aluminium nachweisen.

Verbraucherschützer warnen zudem davor, Alufolie, Aluminiumgeschirr, unbeschichtete Aluminiumschalen oder Backbleche zu verwenden. Denn kommt das Leichtmetall mit Lebensmitteln in Kontakt, kann es so in den Körper gelangen.

Aluminium in Lebensmitteln: Wie gefährlich ist Alufolie wirklich?

Im Körper kann Aluminium großen Schaden anrichten. Denn obwohl ein großer Anteil des Metalls vom Organismus schnell wieder ausgeschieden wird, reichert sich das Material bei einer hohen Aufnahme mit der Zeit im Skelett und der Lunge an. Menschen mit Nierenbeeinträchtigung haben dabei ein besonders hohes Risiko.

Langfristig kann eine überhöhte Aufnahme von Aluminium so zu Schäden an Nervensystem und Nieren führen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt zudem davor, dass Aluminium die Fruchtbarkeit sowie die Knochenentwicklung beeinträchtigen kann*.

Aluminium in Lebensmitteln: Was darf nicht in Alufolie?

Um die Belastung mit Aluminium so gering wie möglich zu halten, sollten Verbraucher laut Experten der Verbraucherzentrale NRW aluminiumhaltige Lebensmittelkontaktmaterialien wie Alufolie oder Menüschalen aus Aluminium unbedingt meiden. Denn kommen salz- oder säurehaltige Nahrungsmittel wie Zitronen oder Tomatenmark mit der Alufolie in Kontakt, kann sich das Aluminium aus der Folie lösen und gelangt so in die Lebensmittel. Feuchte, saure oder salzige Speisen sollten daher keinesfalls in Alufolie eingepackt werden.

Aluminium in Lebensmitteln: So schädlich ist Alufolie beim Grillen und Kochen

Nach Angaben der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit liegt die maximal tolerierbare Aufnahmemenge pro Woche für Erwachsene dabei bei einem Milligramm Aluminium je Kilogramm Körpergewicht.

Verbraucher sollten sich daher an folgende Tipps der Verbraucherzentrale NRW halten:

  • Folie aus Aluminium sollte nicht zum Abdecken von feuchten. Salz- oder säurehaltigen Lebensmitteln verwendet werden.
  • Auch zum Garen oder Backen von Nahrungsmitteln eignet sich Alufolie nicht.
  • Lässt sich Aluminium beim Grillen nicht meiden, legen Sie das Grillgut nur kurz darauf und würzen Sie erst danach. Besser geeignet sind wieder verwendbare Produkte aus Edelstahl. Grill-Reste können am besten in Frischhalteboxen aufbewahrt werden*, wie 24garten.de berichtet.
  • Meiden Sie unbeschichtete Aluminiumschalen.
  • Unbedenklich sind dagegen Kaffeekapseln, Joghurtbecher-Deckel und Getränkedosen. Eine Beschichtung des Aluminiums schützt die Lebensmittel vor dem direkten Kontakt mit dem Metall.

*Merkur.de und 24garten.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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