Eine Ingwer-Wurzel liegt auf einem Schneidebrett neben einem Messer und Ingwer-Pulver (Symbolbild).
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Ingwer soll nicht nur das Immunsystem stärken, auch lindert die Knolle Schnupfen und Übelkeit (Symbolbild).

Gesunde Knolle

Ingwer: Wie gesund ist das Superfood wirklich? Alles über die Wurzel und ihre Wirkung

  • Laura Knops
    vonLaura Knops
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Der gelben Wurzel Ingwer werden verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. Ingwer gilt daher als beliebtes Heilmittel. Aber stimmt das wirklich?

München – Egal ob als Shot, Pulver oder pur – Ist es draußen kalt und ungemütlich, soll Ingwer nicht nur unser Immunsystem stärken, sondern auch bei Erkältungen, Schmerzen und Übelkeit helfen. Denn die Knolle gilt als natürliche Heilpflanze. In der asiatischen Küche verleiht Ingwer zudem Gerichten eine besondere Schärfe. Kein Wunder also, dass die Ingwerwurzel als Alleskönner bekannt ist. Doch was ist dran an den Mythen um die gelbe Knolle? Und hilft Ingwer tatsächlich gegen verschiedene Krankheiten?

Ingwer: Wie gesund ist die Knolle wirklich?

In der Wurzel stecken zahlreiche gesunde Inhaltsstoffe. Dazu zählen neben ätherischen Ölen wie Zinigberen, Curcumen und beta-Eidesmol, auch verdauungsfördernde und kreislaufanregende Stoffe wie Vitamin C, Magnesium, Kalzium, Kalium, Natrium und Phosphor.

Ihren typischen Geschmack erhält die Ingwerknolle durch Scharfstoffe wie Gingerole und Shogaole.

Ingwer: Superfood aus Asien

Dieser Mix an gesunden Inhaltsstoffen macht die Ingwer zu einer wahren Vitaminbombe. So werden der Knolle seit jeher verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. Seit rund 2000 Jahren gilt Ingwer als ein echtes Superfood, das sich über Indien und China in der ganzen Welt verbreitet hat.

Heutzutage wird die Wurzel unter anderem in asiatischen Ländern wie Japan, China, Taiwan und Vietnam angebaut. Aber auch in Australien, Frankreich, Nigeria oder Peru wächst sie.

Ingwer: Zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften der Knolle

Dass Ingwer besonders gesund ist, lässt sich sogar wissenschaftlich belegen. So konnten Forscher nachweisen, dass die Knolle bei verschiedenen Krankheiten Linderung verschafft. Dazu zählen:

  • Übelkeit
  • Erkältungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Schmerzen
  • Arthrose und Rheuma

Ingwer: Inhaltsstoffe helfen bei Erkältungen und Übelkeit

Die im Ingwer enthaltenen Inhaltsstoffe machen die Knolle für den medizinischen Einsatz so interessant. Denn Inhaltsstoffe wie Curcumin schützen die Nervenzellen und fördern die körpereigene Reparatur. Zudem scheint der Wirkstoff, der auch in der Kurkuma-Knolle enthalten ist, die Gehirnfunktion zu verbessern.

Ätherische Öle wie Gingerol haben eine entzündungshemmende Wirkung und helfen bei Beschwerden wie Arthrose oder Rheuma. Auch können sie bei Kopf- und Regelschmerzen zur Schmerzlinderung eingesetzt werden. Außerdem scheint Ingwer Verdauungsfunktionen durch die Förderung von Magensaft, Speichel und Gallensaft zu verbessern. Gut belegt ist auch, dass Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen hilft.

Ingwer: Einkauf und Lagerung - So verhindern Sie eine hohe Schadstoffbelastung

Da Ingwer mit Schadstoffen belastet sein kann, sollten Verbraucher besonders auf Qualität und Herkunft der Knolle achten. Der im Supermarkt erhältliche Ingwer stammt meist aus China oder Peru. Während Peru sich dabei auf den Bio-Anbau spezialisiert hat, ist chinesische Ware meist konventionell behandelt. Wer Bedenken hat, sollte frischen Ingwer unbedingt schälen. Damit lässt sich laut der Verbraucherzentrale Bayern eine mögliche Belastung durch Pflanzenschutzmitteln deutlich reduzieren.

Auch bei der Aufbewahrung kann man einiges falsch machen. Denn die Knollen können bei unsachgemäßer Lagerung nach dem Anschnitt schnell holzig werden oder verderben*, wie 24garten.de berichtet. Ingwerknollen mögen es dunkel und kühl - sie dürfen daher luftdicht verpackt im Gemüsefach gelagert werden. Eingepackt mit einem feuchten Tuch, bleibt die Anschnittstelle frisch. *24garten.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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