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Stiftung Polleninformationsdienst (PID): Pollenkalender, Pollen-App und Pollenvorhersage warnen vor Pollenbelastung 

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Von: Laura Knops

Ein Mann putzt sich die Nase (Symbolbild).
Für viele Allergiker ist die Pollensaison eine echte Qual - hilfreiche Informationen rund finden Heuschnupfen-Geplagte bei der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (Symbolbild). © dpa

Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) liefert Heuschnupfen-Geplagten aktuelle Informationen zum Pollenflug. Mithilfe einer Pollen-App, Pollen-Tagebuch und aktuellem Pollenkalender können sich Allergiker rund um das Jahr informieren.

Berlin – Seit knapp 40 Jahren informiert die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) Allergiker und Asthmatiker über den Pollenflug in Deutschland. Gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und mithilfe eines flächendeckenden Netzes aus Pollenfallen liefert die Stiftung tägliche Pollenflugvorhersagen. Mittlerweile ist das Angebot auch außerhalb Deutschlands verfügbar: In mehreren europäischen Ländern können sich Allergiker zum Thema Pollen und Pollenflug informieren. Zudem bietet die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst neben der aktuellen Vorhersage auch einen Pollenkalender und eine Pollen-App an. Damit können Betroffene sich nicht nur vor dem quälenden Blütenstaub besser schützen, sondern auch die Einnahme von Medikamenten entsprechend anpassen.

Gründung der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst

Bereits im Jahr 1983 wurde die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst vom deutschen Arzt Viktor Ruppert, dem ehemaligen Präsidenten des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen, Klaus Puls (Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes) und Heimo Reulecke (Fisons Arzneimittel) gegründet. Ihren Sitz hatte die Stiftung zunächst in Mönchengladbach, bevor sie im Jahr 2006 in die Räume der Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie der Charité Universitätsmedizin in Berlin umzog.

Der Polleninformationsdienst erstellt Pollenanalysen in insgesamt acht europäischen Ländern, zu denen neben Deutschland, Österreich und der Schweiz, auch Frankreich, Schweden, Spanien, Großbritannien und Südtirol gehören. Die Arbeit der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst wird dabei durch verschiedene nationale und europäische Einrichtungen, wie der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (European Centre for Allergy Research Foundation, ECARF), unterstützt. Zudem ist der PID Mitglied der Deutschen Umweltstiftung

Pollenflugkalender: Wenn Pollen zum Problem werden

Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst untersucht täglich die Pollenbelastung in der Luft. Diese Daten meldet der PID dem Deutschen Wetterdienst (DWD), der die Vorhersage zum aktuellen Pollenflug erstellt. Der Pollenflugkalender des PID zeigt neben Beginn und Ende der Pollensaison, auch wann im Jahresverlauf welche Pollen zu erwarten sind. In der Regel beginnt die Pollenhochsaison im April und dauert etwa bis Ende August. Doch immer häufiger blühen Bäume und Gräser schon im Februar oder März und bis in den späten Herbst hinein. Heuschnupfen-Geplagten bleibt da kaum noch Zeit zum Durchatmen. Schuld daran könnte neben dem Klimawandel auch die Einschleppung neuer Pflanzenarten, wie der Ambrosia, sein. Doch was steckt eigentlich hinter dem Pollenflug?

Für viele Pflanzen ist der Pollenflug überlebenswichtig. Windbestäubte Bäume und Gräser verteilen ihren Blütenstaub über den Wind – nur so können sie sich weiter fortpflanzen. Blühen mehrere Pflanzen zur gleichen Zeit, kann es an manchen Tagen vorkommen, dass besonders viele Pollen in der Luft hängen. Mit den entsprechenden Folgen für Pollenallergiker – denn ein erhöhtes Pollenaufkommen bedeutet für sie auch eine starke Belastung. Viele Betroffene wollen sich daher schon vorab informieren, wann die Pollen fliegen, auf die sie allergisch reagieren.

Gesamtdeutscher Pollenflugkalender
Gesamtdeutscher Pollenflugkalender © Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst

Pollenflugkalender und –gefahrenindex zeigen wann die Belastungsintensität besonders hoch ist

Genauere Infos gibt der Pollenflug-Gefahrenindex. Hierzu informiert die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst gemeinsam mit dem Österreichischen Pollenwarndienst und dem Deutschen Wetterdienst (DWD). Wann, wie stark und vor allem welche Pollen fliegen durch die Luft? Der Pollenflug-Gefahrenindex zeigt die aktuelle Belastung der acht allergologisch wichtigsten Pollen in Deutschland in einer 3-Tages-Prognose. Dazu koordiniert das Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes die Pollenflugmessungen des PID mit der aktuellen Wetterprognose. Zudem gibt der PID eigene wöchentliche Vorhersagen für alle in der Luft befindlichen Pollentypen heraus.

Pollen-App: Pollenflug-Vorhersage direkt aufs Handy

Wer immer und überall über die aktuelle Pollenbelastung informiert werden möchte, für den ist die Pollen-App der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst bestens geeignet. Die App informiert Allergiker nicht nur über den aktuellen, standortbasierten Pollenflug, sondern erstellt auch eine personalisierte Belastungsvorhersage. Dazu müssen Heuschnupfen-Geplagte lediglich ihre Allergiesymptome in die Pollen-App eintragen. Auch außerhalb Deutschlands können Allergiker so den quälenden Pollen an stark belasteten Tagen aus dem Weg gehen. Weitere Features der App sind ein Allergie-Selbsttest und ein persönliches Pollentagebuch, welche Allergikern hilfreiche Unterstützung im Alltag bieten. Darüber hinaus erinnert der Erinnerungsservice der App über den Therapiestart und bevorstehende Arztbesuche. Die App ist für iPhone und Android kostenlos verfügbar.

Pollenflug-Vorhersage per App mit dem aktuellen Blüten-Flugkalender.
Pollenflug-Vorhersage per App mit dem aktuellen Blüten-Flugkalender. © dpa/Robert Günther

Das kann die Pollen-App:

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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