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Öko-Test prüft After-Sun-Lotion: Diese bekannten Marken fallen durch

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Von: Jasmina Deshmeh

Eine Frau drückt Body-Lotion aus einer blauen Tube in ihre rechte Hand (Symbolbild)
After-Sun-Lotion soll strapazierte Haut kühlen und dabei möglichst verträglich sein (Symbolbild) © agefotostock/Imago

After-Sun-Lotion soll gereizte Haut nach dem Sonnenbad beruhigen. Einige namhafte Produkte fallen aber mit bedenklichen Duft- und Konservierungsstoffen auf, wie eine Untersuchung von Öko-Test zeigt.

Frankfurt am Main – Nach einem Sonnenbad freut sich die Haut über kühle und feuchtigkeitsspendende Pflege. Viele Kosmetik-Hersteller bieten deshalb dünnflüssige, leicht zu verteilende After-Sun-Lotionen an. Für den Kühlungseffekt sorgen dabei meist Inhaltsstoffe wie Wasser, Alkohol oder auch Mentholverbindungen. Substanzen wie Glycerin und Sorbitol versorgen die Haut außerdem mit Feuchtigkeit. Allantoin, Bisabolol, Aloe Vera und Panthenol sollen sie beruhigen. Reizende Stoffe haben dagegen auf strapazierter Sommerhaut nichts verloren. Genau diese stecken aber in einigen bekannten Marken-Produkten, wie das Verbrauchermagazin Öko-Test nun herausgefunden hat. Von welchen After-Sun-Lotionen Verbraucher deshalb besser die Finger lassen sollte, lesen Sie hier.

After-Sun-Lotion im Öko-Test: Duftstoffe, Konservierungsmittel, Emulgatoren

Für die Untersuchung haben die Verbraucherschützer von Öko-Test 28 After-Sun-Lotionen in Drogerien, (Bio-)Supermärkten, Discountern und Apotheken gekauft und im Labor auf problematische Inhaltsstoffe überprüft. Im Fokus standen dabei allergisierende Duftstoffe, bedenkliche Konservierungsmittel wie Formaldehyd/-abspalter, umstrittene PEG-Verbindungen, synthetische Polymere und bedenkliche UV-Filter. After-Sun-Lotion mit Paraffinen untersuchten die Labore außerdem auf Mineralölbestandteile, die potenziell krebsauslösend sein können. Punktabzug gab es außerdem für Plastikverpackungen, die kein recyceltes Plastik oder chlorierte Verbindungen enthalten.

After-Sun-Lotionen im Öko-Test: Das haben die Tester gefunden

In der After-Sun-Lotion Hawaiian Tropic Silk Hydration Ultra-Light After Sun Lotion konnte Öko-Test einen künstlichen Moschusduft nachweisen. Das Problem: Moschusverbindungen können sich im menschlichen Fettgewebe anreichern. Auch in der Rituals The Ritual of Karma After Sun Hydrating Lotion bemängeln die Tester einen problematischen Duftstoff: Lilial. Er gilt als fortpflanzungsschädigend. Die Firma Rituals gab daraufhin bekannt, den Stoff künftig aus der Rezeptur streichen zu wollen.

Problematische Konservierungsstoffe stecken hingegen in den Markenprodukten Piz Buin After Sun Soothing & Cooling Moisturising Lotion (Johnson & Johnson) und der Lancaster Golden Tan Maximizer After Sun Lotion (Coty). Allerdings sind diese auch in der Liste der Inhaltsstoffe als Chlorphenesin aufgeführt. Der Stoff gilt als potenzieller Allergieauslöser. Entwarnung gab es von Öko-Test dagegen für paraffinhaltige After-Sun-Produkte von Vichy, Garnier, Lancaster und Piz Buin. Hier konnten die Verbraucherschützer keine problematischen aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachweisen. Abzüge gab es aber für PEG-Verbindungen in sechs Lotionen, weil sie die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen, und Kunststoffverbindungen, die zwar ein „seidenweiches“ Hautgefühl versprechen, sich aber in der Umwelt anreichern können. Außerdem konnten nur vier Hersteller mit Plastikverpackungen aus recycelten Materialien punkten.

After-Sun-Lotionen im Öko-Test: Die Testsieger und -verlierer

So haben die von Öko-Test geprüften After-Sun-Lotionen abgeschnitten:

Die Öko-Tester weisen außerdem darauf hin, dass die After-Sun-Lotionen keinen Sonnenbrand heilen oder Hautschäden reparieren können. Auch wenn die Werbung das vermuten lässt. Um einen Sonnenbrand zu verhindern, sollten Verbraucher deshalb immer auf ausreichend UV-Schutz und die entsprechende Kleidung achten. Ist es doch zu einem Sonnenbrand gekommen, muss dieser mit entsprechenden Medikamenten und entzündungshemmenden Hilfsmitteln wie Quark oder speziellen Cremes* behandelt werden.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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