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Allergieauslöser Triclosan: Diese Substanz sollte in Hygiene-Produkten gemieden werden

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Von: Christine Pander

Eine Frau ist unscharf im Bild und hält eine Zahnbürste

Die Substanz Triclosan ist in einigen Hygieneartikeln enthalten. Sie soll gesundheitsschädlich sein (Symbolfoto). ©  imago-images.de

Obwohl der desinfizierende Stoff Triclosan als gesundheitsschädlich gilt, ist er in einigen Hygiene-Artikeln erlaubt. Warum der Stoff aber besser gemieden werden sollte:

Düsseldorf – Meist werden Produkte, in denen Triclosan enthalten ist, mit den Worten „antibakteriell“ oder „geruchsneutralisierend“ auf der Verpackung beworben. Hauptsächlich kommt der Konservierungsstoff in Kosmetikprodukten, aber auch in Matratzenschonern oder Spielzeug zum Einsatz.

Einige Hersteller verwenden die Substanz als Konservierungsmittel vor allem dort, wo erwiesenermaßen eine antibakterielle und geruchshemmende Wirkung erwünscht ist, zum Beispiel in Fußpflegemitteln, Zahnpasta, Körperseife, Duschgel, Mundwasser, Gesichtspuder, Schminke sowie in Mitteln für künstliche Finger- und Fußnägel.

Allergieauslöser Triclosan: Verbraucherschützer warnen vor dem giftigen Stoff

Regelmäßigen warnen Verbraucherzentralen, das Magazin Ökotest und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor den Gefahren von Triclosan. In den vergangenen Jahren haben auch insgesamt 200 Wissenschaftler gefordert, den Einsatz von Triclosan in Kosmetika weltweit zu verbieten und auf medizinisch indizierte Zwecke zu beschränken.

In Produkten, die großflächig aufgetragen werden und die auf der Haut verbleiben sollen wie Fußcreme oder Körperlotion, ist Triclosan inzwischen verboten. Bereits im Jahr 2016 wurden in den USA Triclosan und weitere umwelt- und gesundheitsschädigende Substanzen in sogenannten abspülbaren Hand- und Körper-Reiningungsprodukten verboten.

Diese negativen Auswirkungen kann Tricolsan nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahlen haben:

Antibakterielle Wirkstoffe in Kosmetikprodukten sind nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahlen überflüssig. Die Verbraucherschützer geben folgende Tipps, wie sich Triclosan beim Einkaufen und bei der Hautpflege vermeiden lässt:

Triclosan kann den Experten der Verbraucherzentrale Nordrhein Westfahlen zufolge Kontaktallergien auslösen. In Tierversuchen habe sich der Stoff zudem schädlich auf das Hormonsystem ausgewirkt. Laborstudien zeigten außerdem, dass Bakterien, die Triclosan ausgesetzt wurden, eine Resistenz auch gegen anderen antimikrobielle Stoffe und in manchen Fällen sogar gegen Antibiotika entwickelten.

Doch damit nicht genug: Die Substanz ist außerdem eine große Belastung für die Umwelt. Die Chemikalie kann nicht vollständig abgebaut werden. Daher schädigt die Substanz Wasserlebewesen wie Fische. Kommt Triclosan mit UV-Strahlung in Verbindung, kann außerdem schädliches Dixon entstehen. Experten raten daher, der Gesundheit und Umwelt zuliebe auf Produkte mit dem Stoff zu verzichten.*merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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