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Sport mit Allergien: Welche Gymnastikmatten sind gut und frei von Schadstoffen?

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Von: Christine Pander

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Eine Frau ist im herabschauenden Hund auf einer blauen Matte, im Hintergrund ihr Bett
Die Fitness-Studios sind geschlossen, jetzt wird zu Hause geturnt (Symbolfoto) © imago images/Monkey Business 2

Die Fitness-Studios sind zu, jetzt gibt es das Sportprogramm zu Hause. Vor allem Allergiker sollten darauf achten, dass sie eine hautfreundliche Matte nutzen.

Düsseldorf – Schadstofffrei, hautfreundlich, rutschfest: Viele Anbieter werben mit diesen Schlagworten für ihre Gymnastikmatten. Doch Begriffe wie „hautfreundlich“, „natürlich“ oder „frei von Schadstoffen“ sind gesetzlich nicht definiert und daher ohne unabhängige Schadstoffprüfung wenig aussagekräftig.

Für Allergiker könnte das problematisch werden: Je nach Hersteller sind die Matten möglicherweise aus Materialien hergestellt, die vor allem in Kombination mit Schweiß zu Hautreaktionen führen können. Wer Yoga auf der Matte machen möchte und barfuß übt, sollte ebenfalls einen Blick auf die Materialien der Matte werfen. Laut eines Ökotest aus 2019 enthalten 50 Prozent aller getesteten Matten bedenklich Stoffe, die teilweise auch krebserregend sein können.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahlen rät daher, nur eine Fitnessmatte zu kaufen, wenn der Hersteller die verwendeten Materialien angibt. „Dazu sind die Hersteller aber gesetzlich nicht verpflichtet, aber so viel Transparenz sollten diese in jedem Fall bieten“, heißt es bei der Verbraucherzentrale NRW.

Wer eine schadstoffarme Matte kaufen möchte, kann sich entweder an den Prüfsiegeln wie dem OEKO-TEX Standard 100 orientieren, oder aber bei der Stiftung Warentest oder bei Öko-Test recherchieren. Oftmals haben die Verbraucherschützer schon dazu getestet.

Allergie und Sport: 18 Yogamatten im Öko-Test

Die Experten von Ökotest haben bereits Ende 2019 Yogamatten auf Inhaltsstoffe und weitere Mängel geprüft. Einige der Matten waren zwar in Ordnung: Zehn der 18 getesteten Matten schnitten aber mit „befriedigend“ bis „mangelhaft“ ab, weil sie bestimmte Problemstoffe enthielten.

Fast jede zweite Yogamatte schnitt mit der Wertung „sehr gut“ ab. Alle sehr guten Kunststoff-Matten sind mit aufgeschäumten thermoplastischen Elastomeren (TPE) gefertigt. Im Gegensatz zu Kunststoffmatten aus PVC kamen die TPE-Matten ohne Weichmacher aus.

Allergie und Sport: Giftstoff-Fund in Matten

Auch 2 Matten, die auf der Oberseite aus Schurwolle und auf der Unterseite aus Polyurethan-Schaum oder Baumwolle gefertigt waren, schnitten mit „sehr gut“ ab. Eine Matte mit einer Korkoberfläche erhielt im Test ebenfalls die Note „sehr gut.“ Dennoch fanden die Tester in einige Yogamatten Schadstoffe, gerade der bekannteste Hersteller von Yoga-Ausstattung schaffte nur ein „ungenügend“.

In vier PVC-Yogamatten ermittelten die Laborexperten Naphthalin: Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kann der Stoff zu Atemwegserkrankungen und Tumoren führen, außerdem gilt er als möglicherweise krebserregend.

Allergie und Sport: Vorsicht, Latexallergiker

Naturkautschuk ist zwar ein beliebtes natürliches Material für Matten, konnte im Test aber auch nicht immer überzeugen: Einige Matten enthielten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die laut Umweltbundesamt krebserregend, erbgutverändernd und fortpflanzungsgefährdend sein können.

Einige dieser Matten enthielten außerdem allergieauslösende Latexproteine. Menschen mit Latexallergie sollten daher besonders vorsichtig sein, damit sie beim Workout keine allergischen Beschwerden auslösen. Naturkautschuk hat außerdem meist einen strengen Eigengeruch. Das bedeutet zwar nicht automatisch eine Schadstoffbelastung. Ökotest zufolge ist es dennoch wichtig, die Matten Anfangs gut auszulüften.

Diese Tipps können Allergikern beim Mattenkauf helfen:

Ein Tipp zum Schluss: Matten mit antibakteriellem Schutz zur Verhinderung von Schimmel braucht niemand, auch wenn das manchmal besonders beworben wird.

Den Öko-Testern zufolge ist das unnötig. Wer seine Yogamatte pflegt und trocken lagert, muss keinen Schimmel fürchten. Wichtig ist, die Pflegeanleitung des Herstellers zu beachten. Viele Matten können feucht mit Spülmittellösung abgewischt werden. Einige lassen sich sogar in der Waschmaschine waschen. So macht der Sport auch in den eigenen vier Wänden Spaß.**merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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