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Risiko Wohnungssanierung: So werden Räume wieder frisch und frei von Nikotin

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Von: Christine Pander

Ein Mann sitzt in einem düsteren Zimmer und bläst eine große Rauchschwade mit einer Zigarette, eine Hand streckt er dem Betrachter durch den Nebel entgegen (Symbolfoto).

Wenn man Pech hat, war das der Vormieter: Nikotin lässt sich nur mühsam wieder aus Räumen entfernen (Symbolfoto). © imago-images/ivanriver

Schädliche Rückstände von Tabakrauch bleiben, auch wenn der Qualm der letzten Zigarette längst verzogen ist. Lüften allein reicht aber nicht aus. So kriegen Allergiker oder Menschen mit allergischen Asthma belastete Räume schnell wieder frisch: 

Düsseldorf – Man riecht es, und man sieht die gelben, klebrigen Spuren auf Gegenständen oder Flächen auch. Rückstände von Tabakrauch sind nicht einfach nur eklig, sie können auch die Gesundheit massiv schädigen. Denn der Rückstand enthält mit Nitrosaminen hochpotente krebserzeugende Stoffe, die teilweise erst im Rückstand aus Nikotin gebildet werden. Vor allem für Kinder, Allergiker und Menschen mit allergischem Asthma ist das eine große Gefahr.

Allergie und Wohnungssanierung: Vorsicht, allergische Hautreaktion

Während die gesundheitlichen Folgen beim Passivrauchen gut untersucht sind, gibt es bislang kaum Studien zur gesundheitlichen Wirkung von Tabakrauch-Rückständen. Als krebserzeugend gelten die in den Rückständen enthaltenen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und tabakspezifische Nitrosamine. 

Es lohnt daher in jedem Fall, diesen Giftstoffen den Kampf anzusagen. Wer dringend auf der Suche nach einer Wohnung ist, sollte sich daher lieber zweimal überlegen, ob er sich dem Risiko einer nikotinverpesteten Wohnung aussetzen möchte. Oder aber, er renoviert oder veranlasst die Hausverwaltung im Falle einer Mietwohnung zur Sanierung.*

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahlen hat Tipps, wie die Wohnung wieder rauchfrei wird:

Wer selbst saniert und unter einer Allergie gegen Konservierungsmittel aus der Gruppe der Isothiazolinone leidet, sollte sich nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahlen das Etikett und den Abschnitt 2 des entsprechenden Sicherheitsdatenblattes ganz genau ansehen und er sollte dort keinen Hinweis „EUH 208 enthält …isothiazolinon“ finden. Denn die Stoffe können allergische Hautreaktionen hervorrufen.

Allergie und Wohnungssanierung: Vorsicht, schädliche Lösungsmittel

„Farben oder Grundierungen auf der Basis von Lösemitteln sind in der Regel nicht damit konserviert. Sie belasten aber die Raumluft mit gesundheitsschädlichen Lösemitteln“, heißt es bei den Verbraucherschützern. In wieweit diese Behandlung die Fähigkeit der Wand zulässt, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben um so für ein angenehmes Raumklima zu sorgen und zugleich Schimmelbildung vorzubeugen, kann die Verbraucherzentrale nicht beurteilen.

Letztlich gilt, dass eben nicht nur aktives und passives Rauchen schädlich ist, sondern dass auch die Rückstände negative Auswirkungen haben können. Wer bereits unter einer allergischen Erkrankung wie Heuschnupfen oder Asthma leidet, sollte sich vom schädlichen Qualm egal in welcher Form fernhalten. Denn Wissenschaftler sind sich einig, dass Zigarettenrauch das Risiko eine Allergie zu entwickeln deutlich erhöht. Nach Angaben der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) gehören Tabak- und Passivrauchen zu den gefährlichsten Schadstoffen in der Umgebung.

Allergie und Wohnraumsanierung: Kinder vor Rückstanden schützen

Experten warnen zudem, dass Kinder, die passivem Rauch oder den Rückständen von Rauch ausgesetzt sind, ebenfalls häufiger an Asthma erkranken könnten. So erhöht Passivrauchen das individuelle Risiko eines Kindes im Laufe seines Lebens an einer Allergie zu erkranken. In Bezug auf Rückstände durch das Rauchen in Räumen liegen noch keine ausreichend studienbasierten Erkenntnisse vor.*merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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