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Besenreiser: Ursachen, Symptome und wie Sie sie entfernen lassen können

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Von: Jasmin Farah

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Mit einem Laser werden Besenreiser verödet. (Symbolbild)
Mit einem Laser können Besenreiser unter anderem verschlossen werden. (Symbolbild) © Deutsche_Venen-Liga/dpa

Besenreiser sind für Betroffene oftmals unschön anzusehen, manche schämen sich sogar für die bläulich bis rötlichen Äderchen auf den Beinen. Was Sie dagegen tun können.

München – Sie kommen manchmal ganz plötzlich und stellen für viele Frauen ein unästhetisches Problem dar: Besenreiser (Unterform der Varikose). Hierbei handelt es sich um kleinere, erweiterte Venen in der oberen Hautschicht – nichts anderes als kleine Krampfadern. Wenn sich Blut darin staut, werden sie als feines Netz aus blauen oder rötlichen Äderchen an Beinen und Armen sowie teilweise auch im Gesicht sichtbar. Da sich diese wie eine Art Reisigbesen ausbreiten, werden sie daher umgangssprachlich Besenreiser genannt.

Besenreiser: Ursachen, Symptome und wie Sie sie entfernen lassen können

Am häufigsten sind Frauen betroffen. Da sie befürchten, nicht dem gängigen Schönheitsideal zu entsprechen, verstecken sie ihre Beine und Arme unter langer Kleidung, besonders im Sommer. Doch das muss nicht sein. Schließlich gibt es heutzutage moderne Behandlungsmethoden, mit denen man die unschönen Äderchen unter der Haut wieder loswird. Das Problem ist nur: Ganz verhindern kann man Besenreiser nicht.

Oftmals sind sie genetisch bedingt und entwickeln sich im Laufe des Lebens aufgrund einer Bindegewebsschwäche. Dabei leiern die Venenwände wie auch bei Krampfadern mit der Zeit, besonders an den Beinen, aus. Das Blut kann nicht mehr richtig aus den Beinen zurück zum Herzen gepumpt werden. Es versackt und staut sich in den Venen. Betrifft dies nur die kleinen Hautvenen, werden sie als Besenreiser sichtbar. Aber keine Sorge: Letztere beeinträchtigen oder verhindern nicht die Durchblutung in den Beinen.

Ein Arzt lasert Besenreiser am Bein einer Patientin weg. (Symbolbild)
Besenreiser lassen sich unter anderem mit dem Laser veröden. (Symbolbild) © Olaf Döring/dpa

Besenreiser: Therapie mit Venenspezialist besprechen

Allerdings kann man das Fortschreiten der Besenreiser neben Therapien durch einen gesunden Lebensstil und ausreichend Bewegung zumindest verlangsamen. Auch wenn Besenreiser für Betroffene oftmals unschön anzusehen sind, sind die winzigen Venen harmlos. Sie treten häufig alleine in der Haut auf und können keine Beschwerden wie etwa dicke Krampfadern verursachen.

Dennoch empfiehlt es sich, stets einen Venenspezialisten aufzusuchen, um sicherzustellen, dass keine tiefer gelegenen Venen betroffen sind. Dieser wird dann mit einem speziellen Ultraschallgerät die Venen untersuchen und eine entsprechende Diagnose stellen sowie eine geeignete Therapie vorschlagen.

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Besenreiser: Laser-Therapie als schonende Alternative

Meist kommen dann zwei Methoden infrage: Bei der ersten wird ein Mittel in die winzigen Venen gespritzt, durch welche diese veröden, dieses Verfahren ist auch als Sklerosierung bekannt. Die Venenwände der Besenreiser werden verklebt und nicht mehr durchblutet. Stattdessen baut der Körper sie langsam ab und sie verblassen nach einigen Wochen. Unterstützend wird geraten, nach der Operation für einige Tage bis Wochen einen Kompressionsstrumpf zu tragen. Schließlich kann es sein, dass eine Behandlung nicht ausreicht. Alternativ kann auch ein Laser eingesetzt werden.

Durch die Energie und Wärme des Lasers werden die Besenreiser ebenfalls verödet. Keine Sorge: Er hinterlässt keine Narben, aber es kann wie auch beim Spritzen zu bräunlichen Pigmentverfärbungen kommen. Auch in diesem Fall muss der Patient für eine gewisse Zeit einen Kompressionsstrumpf tragen sowie eventuell mehrere Behandlungstermine vereinbaren. Da Besenreiser meist nur ein kosmetisches Problem darstellen, müssen Betroffene die Therapieverfahren selbst zahlen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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