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Bett machen, oder nicht? Aufruf zu mehr Unordnung im Schlafzimmer

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Von: Kristina Wagenlehner

Bett machen, oder nicht? Es gibt Gründe, die dafür sprechen. Doch gegen einen kommen sie nicht an. Ein Plädoyer für mehr Unordnung im Schlafzimmer.

London – Hausmilben sind Spinnentierchen, mit denen wir unbemerkter Weise das Bett teilen. Rund 1,5 Millionen befinden sich in unserem Bett, erklärt der Wissenschaftler Dr. Pretlove der britischen Kingston University. Im Schlafen gelangen sie an die Schleimhäute in Mund, Nase und Augen. Ihr Kot löst bei Hausstauballergikern Husten, Juckreiz und Niesattacken aus.

Bett machen, oder nicht? Kein Herz für Milben: So werden Sie sie los

Nehmen wir an, Sie haben einen gesunden Schlaf ohne Schnarcherin oder Schnarcher neben sich. Dann verlieren Sie in einer Nacht um die 1,5 Liter Flüssigkeit, die von Schlafanzug und Bettdecke aufgenommen werden. Wenn das Bett nach dem Schlaf keine Zeit zum Auslüften und Trocknen bekommt, staut sich Hitze und Feuchtigkeit zwischen den Laken – die Milben werden es lieben.

Denn Hausmilben ernähren sich von abgestorbenen Hautschuppen und Haaren und nisten sich dort ein, wo es warm und vor allem feucht ist: in Bettdecken, Kissen und Matratzen. Mit ein paar Handgriffen machen Sie den Tierchen das Leben aber schnell zur Hölle.

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Machen Sie ihr Bett niemals direkt nach dem Aufstehen. So konservieren Sie die idealen Lebensbedingungen der Milben. Besser ist es, die Decke erstmal zurückzuschlagen und trocknen zu lassen. Gelangt Luft an Matratze, Decke und Kissen, entweicht die Wärme und Feuchtigkeit. In einem trockenen Umfeld sinken die Überlebenschancen der Krabbler rapide. Noch besser ist es, Decke und Kissen nach draußen an die frische Luft zu hängen. Zum einen gelangt so viel frische Luft an die Bettwäsche, zum anderen kann auch die Matratze gut trocknen und die Tiere können sich nicht weiter im Bett verbreiten. Doch es gibt weitere Tipps, wie Sie Hausstaubmilben bekämpfen können.*

Bett machen, oder nicht? Betthygiene beachten

Neben dem täglichen Lüften der Bettwäsche hilft es, die Bettbezüge regelmäßig bei 60 Grad zu waschen. Wie oft Sie die Bettwäsche wechseln sollten? Häufiger als Sie vielleicht denken. Außerdem sollte Ihre Matratze alle acht Jahre ausgetauscht werden. Und denken Sie auch an den Platz unter ihrer Matratze. Dieser sollte frei bleiben, damit die Luft gut zirkulieren und natürlich regelmäßig gesäubert werden kann.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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