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Biologische Landwirtschaft: Vorteile für Mensch und Natur

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Von: Kristina Wagenlehner

Junge Frau pflückt Erdbeeren (Symbolbild)
Biologische Landwirtschaft belastet die Umwelt weniger als konventionelle (Symbolbild) © Julio Rodriguez/Westend61/imago-images

Biologische Landwirtschaft verzichtet auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel. Wie sich die Anbauart auf die Natur auswirkt und warum Bio-Lebensmittel als gesünder gelten.

Bonn – Laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) verbraucht der Öko-Landbau etwa ein Viertel bis ein Drittel weniger Energie als die konventionelle Landwirtschaft. Das liegt vor allem daran, dass Bio-Bauern keinen energieintensiven Mineraldünger verwenden. Das wirkt sich auch auf die Qualität der Böden aus. 

Biologische Landwirtschaft: Weniger Nitrat im Boden

Pflanzen können nicht unbegrenzt Dünger aufnehmen, egal ob Stickstoffdünger, tierische Gülle oder organischen Dünger.* Was die Pflanzen nicht absorbieren, gelangt in den Boden und kann Grund- und Oberflächenwasser belasten. Das Thünen-Institut hat herausgefunden, dass in Bio-Äckern 28 Prozent weniger Stickstoff in den Böden vorhanden ist. Auch wenn Bio-Bauern Tiere halten, ist die Erde weniger mit Nitrat belastet. Der Grund: In Öko-Betrieben darf die Anzahl der Tiere nur so groß sein, dass deren Gülle den Nährstoffbedarf der Pflanzen der eigenen Felder deckt.

Biologische Landwirtschaft: Weniger Pflanzenschutzmittel (Pestizide)

Pflanzenschutzmittel sind chemische oder biologische Stoffe, die die Pflanzen vor Insekten, Pilzen und Unkraut schützen. Sie sorgen für eine ertragreichere Ernte. Das Problem: Sie bleiben nicht da, wo sie sollen. Wind und/oder Regen verbreiten sie auf nahen Äckern, Wiesen oder in Flüssen und Seen. Egal wo die Pestizide landen, sie töten bestimmte Pflanzen und Tiere – wodurch andere Arte wie Vögel wiederum keine Nahrung mehr finden.

Der Unterschied zwischen chemisch-synthetischen Pestiziden und biologischen ist: Biologische Pflanzenschutzmittel können abgebaut werden. Grundsätzlich sind biologische Pestizide aber nicht weniger schädlich als chemische. Allerdings können Bio-Bauern nur auf ein Zehntel der Mittel zurückgreifen, allein dadurch ist der negative Effekt auf die Umwelt geringer.  

Biologische Landwirtschaft: Mehr Schmetterlinge, Vögel und Würmer

Weniger Dünger und Pestizide fördern die Tier- und Pflanzenvielfalt. Um möglichst viel Ertrag aus ihren Böden zu ziehen, nutzten Bio-Bauern ökologische Anbaumethoden, die die Humusbildung und die Artenvielfalt im Boden stärken. Eine Metastudie des Thünen-Instituts belegt, dass auf Bio-Feldern etwa 35 Prozent mehr Feldvögel und 23 Prozent mehr blütenbestäubende Insekten leben. Die Pflanzenvielfalt ist sogar um 86 Prozent erhöht.  

Biologische Landwirtschaft: Einfluss auf die Gesundheit

Das A und O einer gesunden Ernährung ist vor allem viel Obst und Gemüse zu essen – egal ob bio oder konventionell. Die Unterschiede zwischen Bio- und konventionellen Produkten sind in manchen Bereichen größer, in anderen geringer:

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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