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Blutungen stoppen: So versorgen Sie Verletzungen und Schnittwunden

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Von: Laura Knops

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Kleinere Verletzungen und Schnittwunden gehören zum Alltag. Die meisten lassen sich zu Hause behandeln. Was Sie bei der Ersten Hilfe beachten sollten.

München – Ein unachtsamer Moment bei der Gartenarbeit, eine zu hastige Bewegung bei der Rasur oder ein unvorsichtiger Handgriff in der Küche – und schon hat man sich geschnitten. Kleinere Verletzungen, aber auch größere Wunden können im Alltag immer wieder mal vorkommen. Blutet die Verletzung nur ein wenig, reicht meist ein einfaches Pflaster. Doch was ist bei der Wundversorgung zu Hause zu beachten? Welche erste Hilfe Maßnahmen jeder kennen sollte und wie sich Blutungen stoppen lassen, erfahren Sie hier.

Blutungen stoppen: So versorgen Sie Verletzungen und Schnittwunden

Das Wichtigste vorweg: Egal, ob bei einem kleinen Schnitt oder einer größeren Wunde – es gilt, Ruhe zu bewahren. Handelt es sich allerdings um eine größere Verletzung, sollte schnellstmöglich ein Arzt zurate gezogen werden. Harmlose Wunden, die nur ein wenig bluten, können Sie jedoch ohne Probleme selbst versorgen. Eine ordnungsgemäße Erstversorgung der Wunde ist für die weitere Behandlung und eine gute Wundheilung enorm wichtig.

Eine junge Frau versorgt eine Wunde an ihrem Finger mit einem Pflaster (Symbolbild).
Bei kleineren Schnittwunden ist meist ein Pflaster ausreichend (Symbolbild). © Image Source / Imago

Folgende Schritte sollten Sie dabei beachten:

  1. Die Verletzung keinesfalls berühren. Um zu verhindern, dass Bakterien in die Wunde gelangen, sollten Ersthelfer zudem Einmalhandschuhe tragen.
  2. Normale Wunden müssen nicht gesäubert werden. Ist die Verletzung nicht stark verschmutzt, reicht es, diese mit lauwarmen, klaren Leitungswasser in Trinkwasserqualität zu reinigen. Kleinere Verbrennungen unbedingt kurz unter fließendem Wasser kühlen*.
  3. Zum Schutz vor Bakterien die Wunde mit einem geeigneten Desinfektionsmittel desinfizieren.
  4. Blutungen mithilfe einer sterilen Kompresse stillen. Dazu die Wundauflage zunächst für ein paar Minuten auf die Wunde legen und mit einer elastischen Mullbinde befestigen.
  5. Bei frischen Verletzungen unbedingt überprüfen, wann die letzte Tetanus-Impfung erfolgt ist. Diese sollte nicht länger als zehn Jahre zurückliegen.

In jedem Haushalt sollte daher für die Erstversorgung von kleineren Wunden eine Hausapotheke oder ein Notfallset vorhanden sein.

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Blutungen stoppen: Im Notfall sofort den Arzt verständigen

Sind größere Blutgefäße verletzt, sollte schnellstmöglich gehandelt werden. Denn Wunden, die stark bluten oder verschmutzt sind, muss unbedingt ein Arzt versorgen. Auch bei tiefen Schnitt- und Platzwunden sollten Betroffene zudem medizinischen Rat einholen. So müssen größere Verletzungen nicht selten geklebt oder sogar genäht werden. Das Gleiche gilt für großflächige Brand- und Bisswunden.

Verliert der Körper eine große Menge Blut in kurzer Zeit, besteht die Gefahr eines Schocks: Gelangt das Blut nicht mehr zu den Organen, werden diese nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, der Kreislauf kollabiert und der Stoffwechsel versagt. Starke Blutungen sind daher immer ein Notfall, der schnell lebensbedrohlich sein kann.

Blutungen stoppen: Wundheilung beobachten

Ist die Blutung gestillt und die Verletzung versorgt, sollten Betroffene die Wunde auch weiterhin im Blick behalten. So kann es trotz vorbildlicher Wundversorgung in manchen Fällen zu einer Entzündung kommen. Um dies zu verhindern, ist es ratsam, nach der Wundversorgung darauf zu achten, dass die verletzte Stelle nicht verschmutzt. Zudem sollte die Verletzung nicht mit Wasser in Berührung kommen. Beim Duschen kann dazu ein spezielles, wasserfestes Pflaster aufgetragen werden.

Falls die Wunde genäht wurde, sollten Patienten in der Regel nach etwa zehn bis zwölf Tagen einen Arzt aufsuchen, um die Fäden ziehen zu lassen. Ist die Haut gerötet, fühlt sich warm an oder ist dick, deutet dies auf eine Entzündung hin. In diesem Fall muss die Verletzung unbedingt medizinisch versorgt werden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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