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Medizinisches Cannabis: Wann die Krankenkasse zahlt

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Von: Kristina Wagenlehner

Eine Cannabis-Pflanze
Medizinisches Cannabis zahlt die Krankenkasse (Symbolbild) © Raul Zamora/Imago

Ärztinnen und Ärzte können seit Jahren medizinisches Cannabis verschreiben und ein Rezept ausstellen. Damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt, müssen aber einige Punkte erfüllt sein.  

Berlin – Cannabis wird seit Langem eine medizinische Wirkung nachgesagt. Laut den Experten von Stiftung Warentest sind die positiven Effekte allerdings oft schlecht belegt oder verhältnismäßig schwach. Die Pflanze und seine Samen kann außerdem allergische Reaktionen auslösen. Trotzdem können seit dem Jahr 2017 PatientInnen ein Rezept für medizinisches Cannabis erhalten.

Cannabis als Medizin: Wann die Krankenkasse die Kosten übernimmt

Folgende Punkte müssen laut Stiftung Warentest erfüllt sein, damit die Krankenkasse zahlt:

Cannabis als Medizin: Bei diesen Krankheiten soll es helfen

Cannabis ist für seine schmerzlindernde Wirkung bekannt. Der Wirkstoff, der dabei eine große Rolle spielt, heißt Tetrahydrocannabinol (THC). THC kann nicht nur einen Cannabis-Rausch auslösen, sondern hat auch schmerzstillende Effekte,* da es an Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn andockt.

Besonders helfen kann es bei Schmerzen, die von einer Spastik begleitet werden, zum Beispiels bei Multipler Sklerose oder Verletzungen des Rückenmarks. Auch wird es zur Appetitsteigerung von HIV-PatientInnen, bei Epilepsie, chronischen Schmerzen und gegen Übelkeit und Erbrechen bei einer Chemotherapie verschrieben.

Cannabis als Medizin: Wie es eingenommen wird

Medizinisches Cannabis kann als getrocknete Cannabisblüten beispielsweise mithilfe eines speziellen Verdampfers (Vaporisator oder Vaporizer) inhaliert oder als Tee zubereitet werden. Vom Rauchen als Joint rät das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ab. Es können Verbrennungsprodukte entstehen. Außerdem bieten die Apotheken Cannabis als Fertigarzneimittel in Form von Kapseln oder Tropfen an. Stiftung Warentest hat 16 Hanf-Öle, die beim Entspannen helfen sollen, aber kein Arzneimittel sind, getestet. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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