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Corona: Genesenenstatus verkürzt – aber nicht für Politiker!

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Von: Jasmin Farah

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Kürzlich hat der Bundestag beschlossen, dass der Genesenenstatus von sechs auf drei Monate verkürzt wird. Für die Abgeordneten selbst gilt das offenbar nicht.

Berlin – Am Montag, den 24. Januar, hat der Bundestag weitere Corona-Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie beschlossen. Schon länger ist bekannt, dass ab dem 15. März eine einrichtungsbezogene Impfpflicht bundesweit eingeführt wird. Doch Bundeskanzler Olaf Scholz (63, SPD) will sogar noch einen Schritt weiter gehen und plant eine allgemeine Impfpflicht. Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) soll diese bereits im April oder Mai kommen.

Corona: Genesenenstatus verkürzt – aber nicht für Politiker!

Doch nun hat der Bundestag spontan beschlossen, dass die Gültigkeit des Genesenenstatus von sechs auf drei Monate verkürzt wird. Das hat deutschlandweit für große Wellen gesorgt, sogar Experten sehen die neue Regelung skeptisch. Jetzt ein erneuter Hammer: Diese Gültigkeit gilt nicht für Politiker und Politikerinnen im Bundestag. Das hat Letzterer gegenüber der Bild-Zeitung bestätigt.

Der Bundestag mit Abgeordneten von oben. (Symbolbild)
Für die Bundestagsabgeordneten gilt weiterhin der Genesenenstatus von sechs Monaten. (Symbolbild) © Kay Nietfeld/dpa

Doch diese Ausnahmeregelung sorgt für großen Unmut, es ist sogar von „Extrawurst“ für die Abgeordneten die Rede. Der Ärger ist verständlich: Diejenigen, die für eine Verkürzung des Genesenenstatus abgestimmt haben, müssen sich selbst offenbar an die Regelung nicht halten. Sie behalten nach einer Corona-Infektion weiterhin für sechs Monate den Genesenenstatus und die damit einhergehenden Rechte.

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Corona: Genesenenstatus verkürzt – CDU findet das „Unverschämtheit“

Der halbgare Grund dafür sei die Allgemeinverfügung des Bundestags, in der der Genesenenstatus geregelt sei. Diese sei noch veraltet und noch nicht entsprechend angepasst worden, heißt es weiter. Wann das aber passieren werde, bleibt unklar. Kritik kommt auch aus den Reihen der CDU.

Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (51) spricht gegenüber der Bild-Zeitung sogar von einer „Unverschämtheit“. Und schließt: „Damit hat Lauterbach der Demokratie einen echten Bärendienst erwiesen.“ Der bereits aufgeheizten Stimmung im Land wird zumindest solch ein Corona-Sonderrecht sicherlich nicht dienlich sein... *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden. 

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