1. 24vita
  2. Verbraucher

Corona-Impfung: Italiener will sich mit Silikon-Arm den Nachweis erschleichen

Erstellt:

Von: Jennifer Köllen

Kommentare

Ganz schön frech: Ein Italiener wollte sich seine Impfung heimlich in einen Arm aus Silikon geben lassen, um den Impfnachweis zu bekommen.

Biella (Italien) – Seit heute dürfen die Menschen in Italien nur noch in Bars oder Restaurants, wenn sie geimpft oder genesen sind. Bei der 2G-Regel kommt nur rein, wer den Green Pass hat, den italienischen Impfnachweis. Den Nachweis braucht man auch für Fußballstadien, Theater oder Clubs. Doch was tun, wenn man Impfgegner oder Skeptiker ist und dennoch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen möchte?

Ein Italiener hatte da eine klein-kriminelle Idee: Er wollte sich die Impfung in einen Arm aus Silikon geben lassen, um ungeimpft an den Green Pass zu kommen. Doch die Rechnung hatte er ohne die Impfhelferin gemacht.

Corona-Impfung: Italiener will sich mit Silikon-Arm den Nachweis erschleichen

Der fünfzigjährige Mann ist zu seiner ersten Impfung mit einem Silikonarm erschienen. Diesen hatte er geschickt unter seinem Hemd versteckt. Der Italiener unterschrieb alle Dokumente vor dem Arzt, setzte sich auf den Stuhl und machte „seinen“ Oberarm frei. Doch die Impfhelferin war bei dem Anblick des Fake-Arms skeptisch. Sie bat ihn, ihr den ganzen Arm zu zeigen. Da flog der Mann mit dem Silikonarm auf.

Hände aus Silikon. (Symbolbild)
Corona-Impfung: Italiener will sich mit Silikonarm den Nachweis erschleichen – erfolglos. (Symbolbild) © sytnik/Imago

Alles Flehen half nichts – die Impfhelferin rief die Polizei. Die italienische Gesundheitsbehörde informierte dann die Staatsanwaltschaft. Beim Impfen verstehen die Italiener offenbar keinen Spaß, was auch die Empörung zeigt, welche seit Bekanntwerden des Vorfalls durch das Land geht.

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Corona-Impfung: Die Empörung über den Fake-Arm ist in Italien groß

Die Impfquote ist in Italien mit 85 Prozent der Bevölkerung bei den über Zwölfjährigen hoch. Das liegt zum einen daran, dass Politiker mit Restriktionen hart durchgreifen. Aber auch, dass die erste Corona-Welle Italien hart getroffen hat. Jeder kennt die Bilder aus Bergamo vom 18. April 2020. Dem Tag, an dem ein Konvoi von Militärlastern Corona-Tote aus der Stadt gefahren hat, weil die Krematorien voll waren. Binnen drei Wochen starben hier 4.500 Menschen.

Impfgegner gibt es in Italien vor allem in der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen. 3,5 Millionen Menschen sind bis heute nicht geimpft. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare