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Wegen drohender Corona-Impfung? Vater soll Sohn entführt haben – Mutter sucht in Panama

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Von: Jennifer Köllen

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Ein Impfgegner ist Anfang Januar mit seinem Sohn untergetaucht. Die Polizei geht von Entführung aus. Die Mutter ist sich sicher: wegen der Impfung.

Köln – Es ist der Albtraum einer jeden Mutter: Am 02. Januar wartet Melanie B. am Hauptbahnhof Köln auf ihren Sohn Raphael. Der Zehnjährige war über Weihnachten und Silvester bei seinem Vater in Bergisch Gladbach. Doch ihr Sohn steigt nicht wie erwartet aus dem Zug aus – und gilt seither als vermisst.

Brandauer geht davon aus, dass ihr Ex-Mann ihren Sohn entführt hat. Ihrer Vermutung nach ist der Grund: Er will nicht, dass sich ihr gemeinsamer Sohn gegen Corona impfen lässt.

Wegen drohender Corona-Impfung? Vater entführt Sohn – Mutter such in Panama

Doch wie kommt die besorgte Mutter zu der Annahme? „Wer geimpft ist, wird von ihm übel beschimpft. Per Anwalt hatte er sich in Raphaels Schule dagegen ausgesprochen, dass er an Corona-Tests teilnimmt“, sagt sie gegenüber der Bild-Zeitung. Außerdem habe sie herausgefunden, dass ihr Ex mit 60 Kilo Gepäck verschwunden sei.

Der Vater soll in der Querdenker-Szene aktiv sein. Die Mutter vermutet, dass sich der Vater zu der Entführung entschlossen habe, als der Sohn den Wunsch äußerte, sich gegen Corona impfen lassen zu wollen.

Melanie B. versucht derzeit alles, um ihren Sohn wiederzubekommen: Sie hat nicht nur die Polizei eingeschaltet, sondern auch 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt. Außerdem ist sie der Bild-Zeitung zufolge nach Panama gereist – weil sie vermutet, dass ihr Ex-Partner ihren Sohn hierhin mitgenommen hat.

Ein Vater uns sein Sohn halten sich an den Händen. (Symbolbild)
Weil er angeblich nicht will, dass sein Kind gegen Corona geimpft wird, soll ein Vater seinen Sohn entführt haben. (Symbolbild) © Eric Audras/Imago

Wegen drohender Corona-Impfung? Vater entführt offenbar Sohn – Polizei und Interpol ermitteln

Doch wie kommt die Mutter auf Panama? Der Zehnjährige soll per Fax von der Schule abgemeldet worden sein, der Absender der Nachricht eine ausländische Nummer.

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Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Pforzheim will sich gegenüber der Deutschen Presseagentur nicht dazu äußern. Der Aufenthaltsort des Beschuldigten sei der Staatsanwaltschaft aktuell nicht bekannt, heißt es gegenüber der dpa. „Wir suchen nach wie vor mit Hochdruck nach ihm.“ Weitere Angaben macht er nicht – aus „ermittlungstaktischen Gründen“. Gegen den Vater werde wegen des Verdachts auf Kindesentziehung ermittelt.

„Die Motivlage ist Gegenstand der Ermittlungen. Wir haben keinen Kontakt zum Beschuldigten“, so der Sprecher. Auch die Entdeckung der Mutter, dass Raphaels Vater mit 60 Kilo Gepäck verschwunden sei, will die Staatsanwaltschaft nicht bestätigen.

Mittlerweile ermitteln der Bild-Zeitung zufolge auch das BKA und Interpol – was auf einen Aufenthalt im Ausland hindeutet. Wenn der Vater gefasst wird, droht ihm eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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