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Neue Studie über Corona-Masken zeigt: Sie machen uns attraktiver!

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Von: Jennifer Köllen

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Ein junges Paar trägt medizinische Masken und mache ein Selfie. (Symbolbild)
Eine neue Studie zeigt: Medizinische Masken lassen uns (noch) attraktiver wirken. (Symbolbild) © Ezequiel Gimanez/Imago

Wer Maske trägt, sieht krank aus? Von wegen! Forscher haben nun herausgefunden, dass wir mit einer Maske sogar attraktiver wirken als ohne.

Cardiff – Seit Monaten ist das Tragen von medizinischen oder FFP2-Masken an vielen Orten Pflicht. Wirklich gern trägt sie keiner. Manche kriegen darunter nur schlecht Luft, andere vergessen sie ständig – von der Optik mal ganz abgesehen. Vor allem medizinische Masken haben den Ruf, dass sie einen krank aussehen lassen. Eben so, als wäre man direkt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Doch in Wirklichkeit machen uns medizinische Masken nicht unattraktiver. Es ist sogar genau das Gegenteil der Fall.

Neue Studie über Corona-Masken zeigt: Sie machen uns attraktiver!

Wissenschaftler der Cardiff University haben einen überraschenden neuen Grund entdeckt, sich die blauen Corona-Masken anzuziehen. Ihre neuen Forschungsergebnisse zeigen, dass besonders medizinische Masken die Träger attraktiver aussehen lassen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt im Magazin „Cognitive Research: Principles and Implications“ veröffentlicht worden.

In der Studie sollten 43 Teilnehmerinnen die Attraktivität von Bildern männlicher Gesichter bewerten. Die Männer sind jeweils folgendermaßen gezeigt worden:

Anschließend sollten die Frauen die Attraktivität der Männer auf einer Skala von eins bis zehn bewerten.

Das überraschende Ergebnis: Blaue, medizinische Masken haben die Attraktivität des Gesichts stärker steigern lassen als Stoffmasken.

Ein junger Mann, der eine medizinische Maske trägt. (Symbolbild)
Eine Studie hat gezeigt, dass Frauen Männer, die solche eine medizinische Maske tragen, attraktiv finden. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago

Neue Studie über Corona-Masken zeigt: Medizinische Masken wirken beruhigend

Dr. Michael Lewis, Dozent an der School of Psychology der Cardiff University und Experte für Gesichtspsychologie, sagt: „Forschungen, die vor der Pandemie durchgeführt wurden, ergaben, dass medizinische Gesichtsmasken die Attraktivität verringern.“ Das hätte mit der Evolutionspsychologie zu tun. Schließlich wolle man einen gesunden Partner, Masken hätte man mit Krankheit gleichgesetzt. Doch seit Corona seien Gesichtsbedeckungen überall.

„Die aktuelle Forschung zeigt, dass die Pandemie verändert hat, wie wir die Träger von Masken wahrnehmen. Wenn wir jemanden sehen, der eine Maske trägt, denken wir nicht mehr: ‚Diese Person hat eine Krankheit, ich muss wegbleiben‘.“ Im Gegenteil.

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Doch warum finden wir jetzt ausgerechnet Menschen mit medizinischen Masken attraktiv? Laut Lewis könnte das daran liegen, dass wir es gewohnt seien, dass Beschäftigte im Gesundheitswesen blaue Masken tragen würden. Wenn also jemand eine solche Maske trage, würden wir ihn mittlerweile mit Menschen in Pflege- oder medizinischen Berufen in Verbindung bringen. „In einer Zeit, in der wir uns verwundbar fühlen, finden wir das Tragen medizinischer Masken möglicherweise beruhigend – und schätzen den Träger positiver ein“, erklärt Lewis.

Der FC Bayern-Spieler Kingsley Coman trägt vor einem Spiel eine Maske zum Schutz vor Corona. (Symbolbild)
Der FC-Bayern-Spieler Kingsley Coman trägt vor einem Spiel eine Stoffmaske zum Schutz vor Corona. (Symbolbild) © Cathrin Müller/M.i.S./Pool/Imago

Neue Studie über Corona-Masken zeigt: Mit Maske werden wir schöner geschätzt als ohne

Noch ein interessantes Ergebnis ist bei der Studie herausgekommen: Gesichter werden als deutlich attraktiver wahrgenommen, wenn sie von Masken bedeckt sind, als wenn sie nicht bedeckt sind. Ein Teil dieses Effekts könne laut der Forscher darauf zurückzuführen sein, dass durch eine Maske unerwünschte Merkmale im unteren Teil des Gesichts verborgen werden können – und die Menschen darunter dadurch schöner wirken. Der Effekt war sowohl bei weniger attraktiven als auch bei attraktiveren Menschen vorhanden.

Die Forscher werden jetzt weitere Studien mit männlichen Teilnehmern durchführen, um zu testen, ob die Ergebnisse für beide Geschlechter gelten. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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