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Neue Corona-Mutation AY.3: Noch ansteckender als die Delta-Variante?

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Von: Jennifer Köllen

Corona Mutation AY.3: Die neue Untervariante von Delta beunruhigt Experten. Sie könnte noch infektiöser sein als die schon hochansteckende Delta-Mutation.

Berlin – Derzeit geht eine wenig beruhigende Nachricht um: Eine weitere Delta-Mutation breitet sich vermehrt im Süden der USA, Israel und Großbritannien aus. Jetzt meldet das RKI: Auch in Deutschland gibt es schon Infektionen mit der neuen Mutation. Und es wird noch beunruhigender: Die neue Untervariante soll noch ansteckender sein, als die ursprüngliche Delta-Variante.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden die neuen Unterlinien von Delta in den Sichtproben der 31. Kalenderwoche (2. bis 8. August) gefunden. AY.1 wurde zweimal, AY.3 37-mal nachgewiesen. Das entspricht „in Summe 3,6 Prozent der Stichprobe“, heißt es im RKI-Wochenbericht.

Neue Corona-Mutation AY.3: Eine „besorgniserregende Variante“

Corona-Forscher warnen derzeit weltweit vor der Untervariante. Übertrieben? Offenbar nicht. Denn die Fallzahlen sind zwar noch gering – doch die vorliegenden Daten sind beunruhigend.

„Das sind definitiv die ersten klaren Zeichen einer potenziell besorgniserregenden Variante“, warnte etwa Dr. Christina Pagel, Professorin am University College London, auf Twitter. Es sei denkbar, dass die Variante die ursprüngliche Delta-Mutation verdrängen werde. Der Anteil positiver Corona-Tests mit der Delta-Variante liegt derzeit in Deutschland bei 98,5 Prozent.

Dass eine neue Variante die alte verdrängt, ist nichts Neues. Die ursprüngliche Covid-19-Variante Alpha gibt es praktisch nicht mehr. In nur noch 1,2 Prozent der untersuchten Stichproben tauchte Alpha Anfang August auf, teilt das RKI in seinem aktuellen Wochenbericht mit.

Neue Corona-Mutation AY.3: Ist sie wirklich ansteckender als Delta?

Pagel hat auf Twitter einige Fakten zu AY.3 zusammengetragen. Daten aus Großbritannien zeigen laut der Mathematikerin, dass Delta zumindest in Großbritannien in den vergangenen Wochen leicht abgenommen hat. „Was nicht unbedingt besorgniserregend wäre – außer, dass dieser Rückgang fast ausschließlich auf einen schnellen Anstieg von AY.3 zurückzuführen ist“, so Pagel. Ist die Variante also noch infektiöser, als die bisher dominante Delta-Variante? Für den Neurowissenschaftler Henk-Jan Westeneng ist dieser leichte Abfall etwas, „das anzeigt, dass etwas anderes schneller wächst“. Auch Pagel sagt, wir sollten uns darauf vorbereiten, dass diese Mutation noch ansteckender ist, als die hochansteckende Delta-Variante.

Karl Lauterbach ist offenbar bereits jetzt überzeugt, dass AY.3 noch ansteckender als die Delta-Variante ist. Auf Twitter schrieb er: „In UK und US scheint sich eine neue SarsCoV Variante zu verbreiten, die ansteckender noch als die Delta Variante zu sein scheint. Name bisher AY.3. Das erinnert daran, wie wichtig der schnelle Impferfolg ist. Es wird auf jeden Fall noch gefährlichere Varianten als Delta geben.“

Das können wir derzeit mit Sicherheit über AY.3 sagen:

Und jetzt? Es müsse noch mehr geforscht werden, heißt es von Seiten der Experten. Also heißt es für uns mal wieder: abwarten und hoffen. Derzeit ist der einzige Schutz vor Corona noch immer die Impfung.

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Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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