1. 24vita
  2. Verbraucher

Corona-Mutationen: Mediziner macht sich Sorgen wegen den Ungeimpften

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Kristina Wagenlehner

Eine Fotomontage, die Coronavirus-Varianten in unterschiedlichen Farben in je einer Box, die vorne offen ist, zeigt. (Symbolbild)
Je mehr Infektionen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Virus mutiert. (Symbolbild) © Christian Ohde/Imago

Vor allem Ungeimpfte stiegern das Risiko für Corona-Mutationen. Ein Mediziner erklärt die Gründe dafür. 

München – Dass Viren mutieren, ist nichts Neues. Jedes Virus mutiert. Das Coronavirus Sars-CoV-2 gilt sogar als relativ „mutationsträge“ und behält seinen Aufbau lange bei. Das Grippevirus ändert sich beispielsweise deutlich schneller.

Corona-Mutationen: Wie sie entstehen

Derzeit wird vermehrt über die neue Corona-Mutation AY.3 berichtet. Aber wie entstehen eigentlich Virus-Mutationen? Wenn ein Virus sich vermehrt, schleust es seine Erbinformation in Körperzellen des Wirts ein. Dort wird das Erbgut kopiert, kopiert und kopiert, wobei es hin und wieder zu kleinen Fehlern kommt. Diese Veränderungen werden Mutationen genannt. Solche Mutationen sind nicht per se gefährlicher. Manche Viren werden dadurch ungefährlicher, manche werden aber auch „stärker“ und vor allem besteht die Gefahr, dass eine Impfung nicht mehr – oder nicht mehr so gut – gegen die neue Mutation wirkt, da sich der Aufbau des Virus verändert hat.

Damit Impfungen gut schützen, ist es also wichtig, dass das Virus möglichst lang seinen Aufbau beibehält, also nicht mutiert. Doch je mehr Infektionen auftreten, desto wahrscheinlicher ist auch eine Corona-Mutation. Der Infektiologe Christoph Spinner erklärt im Interview mit Focus Online, welche zentrale Rolle Ungeimpfte spielen und warum sie die Mutations-Gefahr befeuern.

Corona-Mutationen: Ungeimpfte als Gefahr?

Grundsätzlich gilt: Mit jeder neuen Infektion kann das Virus mutieren. Egal ob geimpft, genesen oder ungeimpft. Je mehr Menschen sich infizieren, desto höher ist dementsprechend auch das Mutations-Risiko. Und hier liegt das Problem: Zwar können sich Geimpfte mit dem Virus infizieren bisher passierte das laut RKI in Deutschland 18.000 Mal.* Allerdings erkranken Geimpfte sehr viel kürzer und sind deutlich weniger lang ansteckend als Ungeimpfte, wie Christoph Spinner, Infektiologe am Klinikum rechts der Isar, im Interview mit Focus Online erklärt.

„Wir machen uns weniger Sorgen vor den zweifach Geimpften, sondern vor allem große Sorgen vor den Menschen, die noch nicht geimpft sind, gerade auf der ganzen Welt, und die damit dazu beitragen, dass viele Corona-Infektionen stattfinden. Und je mehr Infektionen und Replikationen des Virus stattfinden, also Vermehrungen des Virus, desto wahrscheinlicher ist, allein aus Zufallsgründen, eine Entstehung einer Mutation“, so Spinner.

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare