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Coronavirus: Wie Haustiere uns durch die Pandemie helfen

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Von: Laura Knops

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Gesünder, glücklicher und sogar schlanker: Warum uns das Zusammenleben mit Hunden und Katzen während der Pandemie so gut tut.

Saint-Louis – Als Ersatz für fehlende soziale Kontakte im Lockdown, als Anreiz für mehr Bewegung oder als Stimmungsaufheller: Das Zusammenleben mit Haustieren ist nicht nur schön, sondern kann auch die Gesundheit fördern. Gerade während der Corona-Pandemie waren Hunde und andere Haustiere für viele Menschen eine wichtige Stütze. Und das nicht ohne Grund: Denn das Zusammensein mit einem Haustier wirkt sich laut einer aktuellen Studie tatsächlich positiv auf das Gemüt aus und kann Einsamkeit verringern. Die Ergebnisse wurden nun im Fachmagazin „Plos One“ veröffentlicht.

Coronavirus: Wie Haustiere uns durch die Pandemie helfen

Ein Mädchen umarmt ihren Hund im Bett (Symbolbild).
Wer seinen Hund mit ins Bett nimmt, schläft laut einer Studie entspannter (Symbolbild). © Westend61 / Imago

Es gibt gute Gründe, sich für einen tierischen Begleiter zu entscheiden. Die Heimtierhaltung hat laut Experten sowohl einen positiven Effekt auf die physische als auch die psychische Gesundheit ihrer Besitzer. So sollen Haustiere und insbesondere Hunde helfen, gesundheitliche Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, Cholesterinwerte und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.

Diesen Effekt haben Haustiere auf unsere Gesundheit:

Welchen Einfluss Hunde auf die Stimmung ihrer Herrchen haben, zeigt nun eine aktuelle Studie. Die Corona-Pandemie hat dem Forscherteam um Dr. Francois, Hauptautor und Leiter der Gruppe Verhalten und Wohlbefinden bei Nestlé Purina Research, dabei die einmalige Chance gegeben, zu verstehen, wie Hunde ihren Besitzern auch in schwierigen Zeiten soziale Unterstützung bieten.

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Coronavirus: Hundebesitzer empfinden mehr soziale Unterstützung

Für die groß angelegte Beobachtungsstudie untersuchten die Wissenschaftler die Daten von insgesamt 768 Hundebesitzern und 767 potenziellen Hundebesitzern in den USA. Im Rahmen der Untersuchung beantworteten die Teilnehmer dann verschiedene Fragen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ihre Finanzen, ihre Gesundheit, ihren Lebensstil und ihre Gefühle.

Das Ergebnis: Wie der Großteil der Bevölkerung waren auch Menschen mit Haustieren von der Pandemie und den sozialen Einschränkungen betroffen. Hundebesitzer hatten verglichen mit einer Kontrollgruppe ohne Haustiere allerdings deutlich weniger mit Depressionen und damit verbundenen negativen Gefühlen zu kämpfen. Darüber hinaus empfanden Menschen mit Haustieren während dieser Zeit mehr soziale Unterstützung.

Coronavirus: Haustiere verringern Stress und Angstgefühle

„Wir haben zudem herausgefunden, dass Hundebesitzer deutlich niedrigere Depressionswerte aufweisen als die Gruppe der potenziellen Hundebesitzer. Und das, obwohl beide Gruppen ähnliche Angst- und Glückswerte angaben“, erklärte Dr. Francois Martin gegenüber Medical News Today.

Den Forschern zufolge weist das darauf hin, dass Hunde tatsächlich dazu beitragen, Stress- und Angstgefühle zu verringern und zum Glück ihrer Besitzer beitragen. Gerade bei Menschen, die nur eine geringe soziale Unterstützung in ihrem Umfeld erfahren, könnten besonders von einem Haustier profitieren.

Coronavirus: Frauen schlafen besser, wenn der Hund mit im Bett liegt

Für viele Menschen sind ihre Haustiere wie Familienmitglieder. Nicht selten dürfen Hunde daher auch mit ins Bett. Und das zu Recht, wie eine Studie des Cansius College in Buffalo zeigt: Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Hunde als Kuschelpartner sogar den Schlaf ihrer Besitzerin verbessern können*. Die Teilnehmerinnen fühlten sich demnach sicherer und weniger gestört, als wenn ein anderer Mensch neben ihnen lag.

„Die Präsenz von Tieren beruhigt und gibt einem das Gefühl, dass die Umgebung ­­sicher ist“, erklärt die Psychologin Andrea Beetz gegenüber dem Magazin „Stern“. Wer sein Haustier liebt, muss es jedoch nicht unbedingt mit ins Bett nehmen. Es genügt auch schon, dass sich die Tiere im selben Raum wie wir befinden. Noch stärker ist der Wohlfühl-Effekt nur, wenn man die Tiere auch berühren darf. *Kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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