1. 24vita
  2. Verbraucher

Corona-Warn-App leuchtet rot: „Erhöhtes Risiko“ – das bedeutet es für Sie

Erstellt:

Von: Jasmin Pospiech

Kommentare

Die Zahl der Neuinfektionen steigt wieder stark an. Bei vielen blinkt die Corona-Warn-App deshalb ständig tiefrot auf. Was das für Sie bedeutet.

Berlin – Die Omikron-Variante hat Deutschland fest im Griff, wie es scheint. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist seit einigen Tagen wieder stark angestiegen. Fast täglich wird ein neues Rekordhoch erreicht. Bei vielen Smartphone-Besitzern leuchtet daher, wenn sie unterwegs sind, die Corona-Warn-App (CWA) ständig tiefrot.

Wer darauf aufmerksam wird und sich das genauer anschaut, bemerkt schnell, dass die Warnung „erhöhtes Risiko“ bedeutet. Dazu steht noch ein Hinweis auf die Anzahl der Begegnungen. Doch was bedeutet das nun? Darf man sich gar nicht mehr unter Menschen wagen?

Corona-Warn-App leuchtet rot: „Erhöhtes Risiko“ – das bedeutet es für Sie

Grundsätzlich ist es wichtig, zu verstehen, wie die Corona-Warn-App überhaupt an ihre Informationen kommt. Smartphones, auf denen die App installiert ist, tauschen regelmäßig untereinander (anonymisierte) Informationen mit anderen Handys in der Nähe aus. Kurzum: Ihr Smartphone hält fest, wann die Handys aufeinander getroffen sind, wie lange die Begegnung gedauert hat und wie groß auch der Abstand zum anderen Handy gewesen ist.

Die Corona-Warn-App zeigt ein „erhöhtes Risiko“ auf dem Smartphone-Display an. (Symbolbild)
„Erhöhtes Risiko“: Die Corona-Warn-App leuchtet Rot bei Kontakt mit Infizierten. (Symbolbild) © Bernd Weißbrod/dpa

Tatsächlich ist es so, dass die Corona-Warn-App das Datum der letzten Begegnung mit einem Infizierten anzeigt, aber nicht die genaue Uhrzeit. Stattdessen kann man im eigenen Kontakt-Tagebuch nachlesen, wo man sich angesteckt haben könnte, etwa im Restaurant oder bei einer Veranstaltung. Aber nur dann, wenn der Infizierte in der CWA angegeben hat, dass er positiv getestet worden ist und zudem für alle anderen App-Besitzer mögliche öffentliche Aufenthaltsorte freigegeben hat.

Corona-Warn-App leuchtet rot: „Erhöhtes Risiko“ – Hausarzt informieren

Wer sich zur selben Zeit wie der Infizierte an einem Ort eingecheckt hatte, kann die Begegnung im eigenen Kontakt-Tagebuch einsehen. Die gesammelten Daten werden etwa 14 Tage auf dem Smartphone gespeichert. Gibt ein anderer Smartphone-Besitzer also in der Corona-Warn-App an, dass er positiv getestet worden ist, werden diese Informationen anonymisiert auf alle Handys gespielt, denen er in den letzten 14 Tagen begegnet ist.

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Daher ist es empfehlenswert, wenn ein „erhöhtes Risiko“ besteht, besser nach Hause zurückzukehren, dort zu bleiben und seine Kontakte mit anderen Menschen zu reduzieren. Außerdem wird geraten, einen Corona-Test zu machen.

Wer also Symptome hat, sollte seinen Hausarzt darüber informieren. Dieser entscheidet letztlich, ob ein Antigen-Schnelltest reicht oder ein PCR-Test durchgeführt werden muss. Doch wie genau ist es der Corona-Warn-App eigentlich möglich, Begegnungen in ein „niedriges“ oder „erhöhtes Risiko“ einzustufen?

Corona-Warn-App leuchtet rot: „Erhöhtes Risiko“ – so wird es ermittelt

Die App berechnet wiederum anhand der Dauer und Distanz der Begegnung, wie groß das Risiko einer Begegnung gewesen ist. Außerdem ermittelt sie, wie lange die Begegnung zurückliegt und wie infektiös der positiv getestete Handy-Besitzer zum Zeitpunkt des Treffens gewesen ist. Das kann sich die App wiederum über anonymisierte Informationen des anderen Smartphone-Nutzers ableiten.

Das heißt konkret: Hat man einen Infizierten für mindestens neun Minuten getroffen, wird diese Dauer von der Corona-Warn-App bereits als „erhöhtes Risiko“ gewertet. Zu Beginn der App waren es noch 13 Minuten, doch aufgrund der Corona-Entwicklung wurde die Dauer bereits im letzten Jahr gesenkt. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden. 

Auch interessant

Kommentare