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Corona und Weihnachten 2021: So wird’s für alle ein sicheres Fest

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Von: Jennifer Köllen

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Alle fragen sich: Kann man dieses Jahr trotz Corona Weihnachten wieder mit der Großfamilie feiern? Das geht! Wenn man folgende Dinge beachtet ...

München – Stille Nacht, heilige Nacht: Das zweite Weihnachten mit Corona steht ins Haus. Deswegen beschäftigt uns derzeit nicht nur die Frage, was wir wem schenken, sondern vor allem: Kann man ein Weihnachtsfest mit der Großfamilie dieses Jahr riskieren? Wie schützen wir die Großeltern? Und überhaupt: Wie können wir das Weihnachtsfest so sicher wie möglich gestalten?

Corona und Weihnachten 2021: So wird das Fest für alle möglichst sicher

Diesen Winter haben wir im Vergleich zum letzten den Vorteil, dass wir jetzt den Impfstoff zur Verfügung haben. 70 Millionen Deutsche sind mittlerweile doppelt geimpft. Das Problem: Kinder unter zwölf Jahren hatten hierzulande noch keine Möglichkeit auf eine Impfung. Außerdem helfen die Impfstoffe zwar in den allermeisten Fällen vor einem schweren Verlauf – doch Corona kann man auch bekommen, wenn man doppelt geimpft ist.

Ebenfalls ein Problem: Die Inzidenz ist in Deutschland zuletzt zwar etwas gesunken und liegt momentan bei knapp unter 400 – doch nur im Durchschnitt. In einigen Landkreisen liegt sie jetzt sogar bei 1.929,9 (z.B. in Meißen in Sachsen).

Wie sollte man also das Weihnachtsfest mit der Familie und den Verwandten gestalten, damit alle gesund bleiben? Das kann gelingen, auch wenn man nie einen 100-prozentigen Schutz garantieren kann. Wir haben die wichtigsten Schutz-Maßnahmen zusammengefasst.

Eine Familie feiert Weihnachten und ruft per Videocall jemanden an. (Symbolbild)
Weihnachten 2021: Wer verschiedene Maßnahmen trifft, ist gut vor Corona geschützt und kann mit der Familie feiern. (Symbolbild) © Simona Pilolla/Imago

Corona und Weihnachten 2021: Maßnahme 1 – Möglichst viele in der Familie boostern

Sie sind über 70 Jahre, noch nicht geboostert und wollen das Fest mit Ihren Liebsten feiern? Jetzt aber schnell! Denn der Booster braucht sieben Tage, bis die Wirkung einsetzt. Viele Untersuchungen haben mittlerweile gezeigt, dass nach der dritten Impfung der Schutz wieder sehr hoch ist.

Eine aktuelle Untersuchung von Forschern um Nick Andrews von der UK Health Security Agency (UKHSA) hat ergeben: Bei der Delta-Variante sinkt der Impfschutz ab der 25. Woche nach der zweiten Dosis auf knapp 42 Prozent (Astrazeneca) und auf 63,5 Prozent (Biontech). Eine Auffrischungsimpfung lässt den Schutz auf über 90 Prozent steigen. Das berichtet auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Die Studie zeigt auch, wie wichtig der Booster vor allem wegen der neuen Omikron-Variante ist. Menschen, die mit zwei Dosen des Astrazeneca-Präparats geimpft worden waren, hatten gar keinen Schutz mehr vor der Infektion mit Omikron. Die gute Nachricht: Zwei Wochen nach einer Booster-Impfung stieg die Schutzwirkung bei beiden Präparaten wieder an – auf über 70 Prozent.

Das zeigt: Menschen jeden Alters sollten sich bald einen Booster holen, spätestens sechs Monate nach der letzten Impfung. Denn je mehr Antikörper im Blut sind, desto besser ist der Schutz vor einem schweren Verlauf.

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Corona und Weihnachten 2021: Maßnahme 2 – Kinder noch schnell impfen lassen

Die Inzidenz liegt bei Kindern deutlich höher als bei Erwachsenen. Mitte November erreichte sie in vielen Bundesländern sogar einen Wert von über 1.000. Schulen, Kitas und Kindergärten sind ein treibender Faktor. Doch Weihnachten ohne Kinder? Undenkbar.

Die gute Nachricht: Eigentlich sollte es für Kinder unter zwölf Jahren erst ab dem 20.12. die Möglichkeit auf eine Impfung geben. Doch das Bundesgesundheitsministerium hat den Start der Auslieferung des Kinder-Vakzins für Fünf- bis Elfjährige noch für diese Woche angekündigt. Kinder-Impfungen sind mit Biontech/Pfizer bei Kinderärzten und auch in öffentlichen Impfzentren geplant.

Man könnte sein Kind also noch schnell gegen Corona impfen lassen. Selbst, wenn man einen Termin bekommt, sollte man aber noch zusätzliche Maßnahmen einhalten, um vor allem die vulnerablen Gruppen zu schützen – also auch die Großeltern.

Corona und Weihnachten 2021: Maßnahme 3 – sich testen lassen

PCR-Tests sind zwar teurer als Schnelltests aus der Drogerie, aber viel zuverlässiger. Den Schnelltests würden je nach Testzeitpunkt, Genauigkeit der Probenentnahme und Hersteller hin und wieder Infektionen entgehen, wie der Spiegel berichtet. Bei Kälte etwa würden die Tests nicht so gut funktionieren. Schnelltests würden vor allem diejenigen erkennen, die eine hohe Viruskonzentration haben, also zum Zeitpunkt der Probenentnahme sehr ansteckend sind. Daher sei es wichtig, den Test möglichst zeitnah vor dem Familientreffen durchzuführen.

Wer sichergehen will und in den Tagen und Wochen häufig Kontakt mit anderen hatte (Kinder in der Schule und Kita, Erwachsene im Büro oder mit Freunden), sollte auf den PCR-Test setzen. Er kann sehr genau bestimmen, ob eine Person zum Zeitpunkt der Probenentnahme infiziert ist. Daran denken: Rechtzeitig einen Termin buchen. Das Ergebnis bekommt man teilweise erst nach 24 Stunden.

Corona und Weihnachten 2021: Maßnahme 4 – die richtigen Corona-Masken verwenden

Neue Studien zeigen, dass FFP2-Masken Erwachsene sehr gut vor Corona schützen. Falls sich eine Person also trotz aller Maßnahmen Sorgen macht, sich anzustecken, könnte sie sich zusätzlich mit der Maske schützen.

Bunte Corona Masken auf einer Wäscheleine in der Vorweihnachtszeit. (Symbolbild)
Stille Nacht, heilige Nacht – und das hoffentlich ohne Corona. Dabei helfen auch Masken. (Symbolbild) © Petra Nowack/Imago

Das Team vom Max-Planck-Instituts in Göttingen hat untersucht, wie gut welche Masken bei welcher Trageweise schützen und die Ergebnisse kürzlich vorgestellt. Die Analyse der Forscher zeigt, dass dicht abschließende FFP2-Masken im Vergleich zu gut sitzenden OP-Masken 75 Mal besser schützen. Dennoch senken auch medizinische Masken bei guter Passform die Infektionsgefahr laut der Studie auf maximal zehn Prozent. FFP2-Masken bieten den Ergebnissen zufolge also einen extrem hohen Schutz vor einer Corona-Infektion. Wenn sich ein infizierter und ein gesunder ungeimpfter Mensch mit Maske in einem Innenraum auf kurzer Distanz begegnen, liegt die Ansteckungsgefahr demnach auch nach 20 Minuten nur bei 0,1 Prozent. Ist die Person geimpft, sinkt das Ansteckungsrisiko sogar noch weiter, so die Forscher.

Für Kinder gilt das allerdings nicht, wie neueste Untersuchungen zeigen. Wer etwa in einer vollen Bahn sein Kind kurzzeitig besonders gut schützen wolle, sollte stattdessen auf die Erwachsenenmaske 3M Aura 9320+ setzen, rät die Stiftung Warentest. Oder gleich eine OP-Maske verwenden. Für das dauerhafte Tragen sind diese für Kinder die bessere Wahl. Sie bieten zwar nur wenig Selbstschutz, aber sie schützen andere und das ist ihr Hauptzweck.

Corona und Weihnachten 2021: Maßnahme 5 – einer für alle und alle für einen

Zu guter Letzt gilt: Vor dem Weihnachtsfest mit der Familie sollte man mit allen darüber sprechen, welche Maßnahmen man beachten möchte. Und alle sollten sich daran halten, um sich und andere zu schützen. Wer sich an alle Maßnahmen hält, zusätzlich immer wieder kurz lüftet und die anderen weniger häufig umarmt wie normalerweise, der sollte ziemlich sicher sein, dass er sich und auch andere nicht mit Corona infiziert. *fr.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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