1. 24vita
  2. Verbraucher

Corona: So groß ist das Risiko, von einer Person angesteckt zu werden

Erstellt:

Von: Jennifer Köllen

Kommentare

Fußgängerzone zur Corona-Zeit. (Symbolbild)
Corona: So hoch ist ihr Risiko, einer infizierten Person zu begegnen. (Symbolbild) © Imago

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, jemanden zu treffen, der mit Corona infiziert ist? Das lässt sich für jedes Bundesland kinderleicht berechnen.

München – Das Virus kommt näher. Mittlerweile kennt man immer mehr Menschen, die gerade Corona haben oder bereits hatten. Der Grund: In Deutschland steigen die Corona-Zahlen rapide.

Hierzulande leben 83.019.213 Menschen, von denen sich 573.046 (Stand: 26.11.2021) in den letzten zehn Tagen mit Covid-19 infiziert haben und damit bis zuletzt ansteckend waren. Das sind über eine halbe Million Menschen!

Corona: So groß ist das Risiko, von einer Person angesteckt zu werden

Die Wahrscheinlichkeit, im Büro oder bei einem Treffen mit Freunden direkten Kontakt mit einem Infizierten zu haben, variiert je nach Bundesland stark. Um das zu verstehen, braucht man nur die jeweilige Sieben-Tage-Inzidenz betrachten:

Noch mehr spannende Gesundheits-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Corona: Darum ist es wichtig, jetzt wieder seine sozialen Kontakte einzuschränken

Doch wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für jeden Einzelnen, einer infizierten Person zu begegnen? Das lässt sich mit dem Coronarechner Covid-O-Mat ganz einfach ausrechnen.

Der basiert auf einem Rechenmodell mit Angaben der gemeldeten Inzidenzen des Robert Koch-Instituts (RKI). Der Covid-O-Mat schätzt pro Bundesland die Anzahl der Personen, die derzeit mit Corona infiziert sind. Dazu wird er mehrmals täglich aktualisiert.

Bei der Berechnung werden neu erfasste Fälle der letzten zehn Tage für jedes Bundesland berücksichtigt. Denn: Laut RKI sind die Patienten zwei Tage vor Symptombeginn und damit vier Tage nach der Infektion ansteckend. Im Worst-Case-Szenario könnten bis zur Meldung der eigenen Infektion 14 Tage vergehen, schreiben die Entwickler des Coronarechners. Wichtig: Bei der Berechnung wird angenommen, dass die Erkrankten sich bis zur Meldung nicht in Isolation begeben haben.

Beim Covid-O-Mat kann man selbst angeben, mit wie vielen Kontakten man engeren Kontakt ohne einen Schutz wie eine Maske hat. Etwa bei einem Besuch bei Freunden, im Büro neben Kollegen oder in einer gut besuchten Bar.

Ein Beispiel: Nehmen wir an, dass Sie am 26.11. 2021 mit 10 Personen längeren, näheren Kontakt hatten, etwa bei einem Gespräch. Dann ergibt sich aus der Berechnung folgende Wahrscheinlichkeit in Prozent, einer Person mit Corona begegnet zu sein:

Diese Berechnung zeigt, wie wichtig es vor allem an manchen Orten ist, die Kontakte einzuschränken – um sich nicht mit Corona zu infizieren.

Denn auch, wenn Impfstoffe einen guten Schutz vor allem vor schweren Verläufen bieten, schützen sie nicht zu 100 Prozent. Und da der Schutz immer mehr nachlässt, je länger die Impfung her ist, passieren derzeit immer häufiger Impfdurchbrüche.

Im Zeitraum Mitte Oktober bis Mitte November hatten über 60-Jährige mit 61,6 Prozent den höchsten Anteil an Impfdurchbrüchen, gefolgt von 43 Prozent bei den 18- bis 59-Jährigen und 5,6 Prozent bei den 12- bis 17-Jährigen. Auf den Intensivstationen beträgt der Anteil der über 60-Jährigen mit Impfdurchbrüchen 37,8 Prozent, bei den 18- bis 59-Jährigen 13,1 Prozent. Unter den Kindern ist kein Fall erfasst. Immerhin eine gute Nachricht.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Auch interessant

Kommentare