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Desinfektionsmittel: Macht Corona uns zur Generation der alten Hände?

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Von: Kristina Wagenlehner

Eine junge Frau sitzt mit einer OP-Maske in ihrem Büro und desinfiziert sich ihre Hände. (Symbolbild)
Seit Corona ein ständiger Begleiter – das Desinfektionsmittel. (Symbolbild) © Eugenio Marongiu/Symbolbild

Rot, trocken und rissig – typische „Corona-Hände“. Führt ständiges Desinfizieren der Hände dazu, dass sie schneller altern? Nicht unbedingt. So beugen Sie vor. 

München – Sie stehen an Bahnhöfen, hängen vor Büroküchen und baumeln an Rucksäcken: Desinfektionsmittel sind seit Corona überall. Eine nicht repräsentative Umfrage innerhalb der Redaktion hat ergeben: Seit Beginn der Corona-Pandemie und der exzessiven Verwendung von Handdesinfektionsmittel sind die Hände röter und trockener. Eine Befürchtung steht im Raum: Führt das etwa dazu, dass die Hände schneller altern? Sterben mit jedem Spritzer Desinfektionsmittel nicht nur Viren und Bakterien, sondern auch jedes Mal auch ein Teil des jugendlichen Aussehens unserer Hände?

Desinfektionsmittel: desinfizieren, einseifen, abtrocknen im Stundentakt

Um das Alter einer Person zu erkennen, müsse man auf seine Hände achten, heißt es im Volksmund. Und da ist was dran. Während das Gesicht mit allerhand Wässerchen und Cremes taufrisch bleiben soll, werden die Hände oft stiefmütterlich behandelt. Seit der Beginn der Corona-Pandemie muten wir ihnen noch mehr zu: desinfizieren, einseifen, abtrocknen im Stundentakt, beziehungsweise nach jeder Türklinke. Was für unsere Gesundheit enorm wichtig ist, um uns vor dem Coronavirus zu schützen, ist für die Hände eine Herausforderung.

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Desinfektionsmittel: Desinfizieren ist besser für die Hände als Seife

Wenn wir die Hände mit Seife waschen, lösen sich zugleich Fette aus der Haut. Auf Dauer zerstöre man damit die natürliche Schutzbarriere der Haut. Wenn Sie Seife benutzen, verwenden Sie eine sanfte, pH-neutralen Seife. Am besten ist sie zudem frei von Duft- und Konservierungsstoffen. Achten Sie außerdem darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist, es stresst die Haut.

Während bei einer Reinigung in erster Linie sichtbarer Schmutz entfernt wird, töten Desinfektionsmittel mögliche Keime, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Doch nicht nur krankmachende Keime, sondern auch nützliche Bakterien. Desinfektionsmittel greifen also auch den Säureschutzmantel an, wie SWR Wissen schreibt. Die Folge „Corona-Hände“. Dennoch: Peter Elsner, Sprecher der Deutschen Dermatologische Gesellschaft (DDG), betont, dass es besser sei, die Haut zu desinfizieren, als sie ständig einzuseifen. Solange die Hände nicht sichtbar verschmutzt sind, sollte deshalb ein viruswirksames, alkoholisches Händedesinfektionsmittel anstatt Seife genutzt werden, schreibt die DDG.

Desinfektionsmittel: Symptome strapazierter Hände

Klar ist: Handekzeme haben seit Beginn der Pandemie zugenommen*. Vor allem Allergiker und Personen mit Neurodermitis und trockener Haut sind betroffen. Ob Sie Ihren Händen zu viel zumuten, erkennen Sie an folgenden Symptomen:

Neben den körperlichen Beschwerden lassen diese Faktoren die Hände zudem auch noch älter aussehen als sie eigentlich sind. Damit wir nicht als Generation Corona „die, mit den faltigen Händen“, in Erinnerung bleiben, hilft nur eines: Handpflege.

Desinfektionsmittel: Das hilft gegen vorzeitiges Altern der Hände

Der wichtigste Schritt um vorzeitig alternden Händen voruzubeugen, ist eincremen – nach jedem Waschen und Desinfizieren. „Das beste Anti-Aging für die Hände ist cremen, cremen, cremen. So versorgen Sie Ihre Haut mit Feuchtigkeit und Fett und machen sie widerstandsfähiger und geschmeidiger. Gut gepflegte Hände altern weniger schnell“, sagt Dr. Uta Schlossberger, Dermatologin aus Köln gegenüber t-online.de.

Außerdem sollten Sie auf die Qualität der Handcreme achten, um den Schutzmantel der Haut zu stärken. Hüten Sie sich vor diesen Marken. „Gute Anti-Aging-Wirkstoffe für Ihre Handcreme sind Hyaluronsäure, Urea und Panthenol“, sagt Schlossberger. „Auf Silikone und Mineralöle sollten Sie hingegen verzichten. Sie haben keine hautpflegende Wirkung, da sie nicht in die Haut einziehen, sondern sich nur auf die oberste Hautschicht legen.“ *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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