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„Dry Scoop Challenge“: Gefährlicher TikTok-Trend bringt Userin sogar ins Krankenhaus

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Von: Jasmin Farah

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Immer wieder machen im Netz Challenges die Runde, die teilweise lebensgefährlich sind. Nun gibt es einen neuen Hype, bei dem eine TikTokerin sogar fast gestorben wäre.

Connecticut (USA) – Soziale Netzwerke sind Fluch und Segen zugleich: Einerseits vernetzen sie Freunde, Bekannte und Fremde aus aller Welt, andererseits sind sie auch Ursprung dubioser Trends und Challenges, die teilweise nicht ungefährlich sind. Während manche einfach nur lustig sind oder sogar im Rahmen von Charity-Zwecken entstehen, um Geld zu sammeln, sind andere wiederum lebensbedrohlich. Nun geht ein neuer Trend viral: das „Dry Scooping“.

„Dry Scoop Challenge“: Gefährlicher TikTok-Trend bringt Userin sogar ins Krankenhaus

Dabei nehmen User auf TikTok einen Löffel voll koffeinhaltiges Pulver für seine „aufputschende“ Wirkung kurz vor einem Workout zu sich. Allerdings ohne einen Schluck Wasser oder eine andere Flüssigkeit dazu zu trinken. Mit der Folge, dass die Nutzer und Nutzerinnen stark husten müssen, kaum schlucken können und sogar anschließend, nachdem sie dann doch etwas getrunken haben, einige Sekunden lang nicht atmen.

Ein Bodybuilder entnimmt ein Proteinpulver aus einer Dose. (Symbolbild)
Koffein in Kapseln oder Pulvern kann vor einem Workout die Leistung steigern, aber auch schädlich sein. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago

Ein Video zeigt sogar eine TikTokerin, wie sie am Ende mit den Tränen kämpft und panisch wird. Schließlich bittet sie ihren Partner, ihr Asthmaspray* zu holen, um wieder durchatmen und sich beruhigen zu können. Doch noch schlimmer hat es kürzlich eine andere Userin namens Briatney Portillo erwischt. („Warum du nie ohne Unterhose schlafen solltest“: TikTok-Arzt warnt vor den Fäkalpartikeln)

In einem kurzen Clip filmt sie sich selbst aus einem Krankenbett heraus und wirkt traurig. Dazu schreibt sie, dass sie aufgrund der „Dry Scoop Challenge“ einen Herzinfarkt erlitten habe und schließlich ins Krankenhaus musste. Dabei sind die Folgen ersichtlich: Denn große Mengen an Koffein, die auf einmal zu sich genommen werden, können den Körper überfordern. Symptome sind dann Herzrasen, schnelle, unregelmäßige Herzschläge oder gar Herzstolpern. Im schlimmsten Fall kann zu viel Koffein auch zu einem plötzlichen Herzstillstand oder sogar zum Tod führen.

„Dry Scoop Challenge“: Userin soll anschließend Herzinfarkt erlitten haben

TikTokerin Briatney Portillo hat am eigenen Leib die Nebenwirkungen des gefährlichen Pülverchens erfahren. Nach eigenen Angaben habe die junge Frau anfangs stark zu schwitzen begonnen, dann wurde es immer besorgniserregender: „Ich begann mit meinem Training. Ich fing an, ein schweres Gefühl in der Brust und leichte Schmerzen zu spüren, aber es war nicht allzu schlimm. Ich dachte, es sei vielleicht Angst oder eine schlimme Panikattacke, also beschloss ich, es einfach zu ignorieren und mein Training durchzuziehen“, erklärt sie gegenüber dem US-Nachrichtenportal BuzzFeed. Anschließend soll sie unter Schwindel und Übelkeit gelitten haben. (Popel essen: Arzt erklärt im Video, warum das nicht tun sollte)

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Als sie zu ihrer Schicht in der Arbeit gehen will, bricht sie in der Umkleidekabine mit Schmerzen in der Brust zusammen. „Der Schmerz wanderte in meinen Rücken und in meinen linken Arm. Mein Arm wurde leicht taub, also wusste ich, dass dies die Symptome eines Herzinfarkts waren“, erinnert sich Portillo. Sie ruft einen Krankenwagen und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Dort bestätigen ihr die Ärzte vor Ort, dass sie tatsächlich einen Herzinfarkt erlitten habe.

Nach der Diagnose durfte sie mehrere Tage keinen Sport machen oder Koffein zu sich nehmen und musste regelmäßig ihre Herzfrequenz beobachten. Nun will die US-Amerikanerin andere davor warnen: „Ich möchte, dass die Leute vorsichtig sind, wenn sie etwas konsumieren. Nur weil man es online sieht, auch wenn es eine/e ‚Fitness-InfluencerIn‘ tun, heißt das nicht, dass es sicher ist“, schließt sie. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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